Hare Krishna – Teil 1

Leider musste ich feststellen, dass weder die kirchliche noch die städtische Bibliothek über das von mir gesuchte Thema „Spiritualität und ihre praktische Anwendung“ Bücher in ihrer Auswahl hatten.

In der Buchhandlung hätte ich bloß per Katalog etwas bestellen können, was ich mir jedoch finanziell zu dieser Zeit auf keinen Fall leisten konnte bzw. wollte.

Vielleicht war dies der Grund, warum mir eines samstagmorgens auf dem Parkplatz unseres Einkaufszentrums eine Gruppe gelb gekleideter Menschen auffiel.

Die meisten Menschen gingen an ihnen vorbei und ließen sich nicht in ein Gespräch verwickeln.

Mich machte es neugierig, was sie zu verkaufen hätten, denn für mich sah es danach aus, wie die üblichen Marktschreier, die z.B. eine fantastische Autopolitur anpreisen.

Offen für alles steuerte ich daher auf die Personengruppe zu und wurde gleich vom ersten direkt angesprochen.

Er hielt mir ein Buch entgegen und meinte, es wäre ein Geschenk für mich, wenn ich mich für die Lehre von Krishna interessieren würde.

Ich hatte bisher diesen Namen noch nie gehört und fragte nach, um was es sich dabei handle.

Vielleicht ein Buchabonnement oder Mitgliedschaft in einem Buchclub?

An beidem hätte ich kein Interesse, teilte ich ihm mit.

Worauf er begann, mir irgendetwas aus einer indisch hinduistischen Heilslehre, mit vielen mir unbekannten Personen, zu erzählen.

Alles hörte sich für mich sehr theoretisch, wenn nicht sogar theologisch an und ich hatte keine Absicht irgendeiner Religionsgruppe beizutreten.

Aber auch wenn er meine Argumente hörte und meinen Widerwillen spürte, ließ er nicht locker und drückte mir immer wieder das Buch in die Hand.

Es wäre kostenlos und ohne jede Verpflichtung für mich, meinte er.

Ich solle es einfach nur lesen und wenn ich dann Fragen hätte, wäre am Ende eine Adresse, wo ich mehr Informationen bekommen könnte.

Beeindruckt von soviel Hartnäckigkeit, die ich sonst lediglich von ausgebufften Verkäufern kannte, nahm ich das Geschenk dankend an.

Einmal reinlesen konnte ja nichts schaden und sollte es mir nicht zusagen, könnte ich jederzeit aufhören.

In den nächsten Wochen sollte ich indes das Ganze erstmal vergessen, da ich genug anderes um die Ohren hatte.

Weitere Erinnerungen:
Inhaltsverzeichnis – spirituelle Suche/Reise

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