Meine Kindheit – Meine Schwester und das Mühlespiel

Keine Ahnung warum, aber eine seltene Gelegenheit ergab sich und meine Schwester spielte mit mir an einem Nachmittag Mühle.

Sie hatte darin viel Erfahrung, da sie dies regelmäßig Abend und am Wochenende mit meinem Vater übte.

Mein Lieblingsspiel, neben „Mensch Ärger dich nicht“, war dagegen Halma, was deutlich eine größere Kombinatorik bedurfte.

Zu meinem Glück hatte ich in meiner Mutter da eine sehr gute Lehrerin, auch wenn es mich zu Beginn oftmals zur Verzweiflung brachte.

Ich konnte nur schwer ihre verschlungenen Wege zum Ziel nachverfolgen, doch durch ihre Hilfe, blickte ich nach kurzer Zeit durch.

Wobei für mich das Gewinnen nicht die Hauptsache war, sondern der Spaß, den wir beim gemeinsamen Spielen hatten.

So oft wie möglich schaute ich meiner Schwester und meinem Vater beim Mühlespielen zu, während ich darauf wartete, dass meine Mutter endlich zum Spielen kam.

Dabei konnte ich etliche Spielzüge meines Vaters, wie er zum Beispiel eine Zwickmühle aufbaute, abschauen.

Nach den anfänglichen Schwierigkeiten, wo ich alle Spiele verlor, hatte ich drei Mal hintereinander Glück und gewann.

In der 4. Runde reichte es meiner Schwester und sie wischte mit einer Hand alle Steine vom Brett, um es anschließend in vier Teile zu zerreißen.

Mir war gleich klar, dass dies großen Ärger geben würde, wenn mein Vater dies entdeckte.

Da brachte es ebenfalls nichts, dass ich es notdürftig mit Tesafilm geflickt hatte, denn es fiel auf den ersten Blick auf.

Schon einige Zeit schaute ich mir größere Spielesammlungen an, damit wir mehr Spiele hätten, die wir zu viert machen können.

Also übernahm ich am Abend die Schuld an der Vernichtung des Spieles und versprach baldigst für Ersatz zu sorgen.

Früh hatte ich gelernt, dass es besser ist, etwas zu beichten, bevor es entdeckt wurde.

Nun war ich froh, dass ich meist, anstelle eines Geburtstagsgeschenkes, von der Verwandtschaft, einen kleinen Geldbetrag in meine Sparbüchse bekam.

Es war nicht so einfach, von mir zu erfahren, was ich mir wünschen würde, da ich es meistens selbst nicht wusste.

Der Holzkoffer mit 48 Spielen gibt es heute noch und wird von meinem Neffen weiter benutzt, soweit mir bekannt ist.

4 Antworten zu “Meine Kindheit – Meine Schwester und das Mühlespiel

  1. Diesen Kalender da gleich rechts, den kann ich nicht nachvollziehen, denn der sagt, dass es noch 3 Monate sind bis zum 1. Jänner 2020, doch in 3 Monaten ist erst der 5. Dezember 2019 ???

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    • Mein Herzblatt ❤ das ist kein Kalender sondern eine Funktion von wordpress, der nur Anzeigt wieviele Monate es bis zum eingestellten Termin sind

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      • Aber der eingestellte Termin ist der 1. Jänner 2020 – also der Jänner. Und bis zum Jänner sind es nunmal noch 4 Monate und nicht drei.
        Ich tue mir deshalb auch schwer zu erkennen, welchen Sinn so eine Sache hat bzw. was WP sich dabei gedacht hat?

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        • Ich hätte es auch lieber, wenn dort die genau Angabe mit Monat und Tage stehen würde, habe aber leider kein anderes App gefunden zum einbinden.
          So seh ich aber wenigsten die Monate und muss mir eben die restlichen Tage des aktuellen Monats dazudenken, mein Herzblatt ❤

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