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Zeitmanagement vs Burnout/Boreout Teil 3

Wie bereits im 2. Teil meiner Überlegungen ausgeführt kann ich zwar eine gewisse Verbesserung feststellen, wobei die körperliche Leistungsfähigkeit weit mehr gesteigert werden konnte als die psychische. Was auch deutlich an meinem stabileren Blutdruck von 115/125 zu 75/85 festzustellen ist.

Für interessierte hier nachlesbar: https://dieka56welt.wordpress.com/2013/06/02/zeitmanagement-vs-burnout-boreout-teil-16081882/

Nun werde ich mich etwas stärker darauf konzentrieren mehr für meine psychische Stabilität und Leistungsfähigkeit zu tun wobei dies nicht so einfach zu messen sein wird wie die physischen Verbesserungen.

Ein wichtiger Schritt dazu ist meine bisherigen Erfahrungen in diesen Bereichen zu ergründen und hinterfragen (was das geeignetste Mittel dazu ist — sofern ich mich auch an alles erinnern kann).

Wobei ich eingestehen muss das das Wetter der letzten Tage (mal sehr Heiß und dann wieder schwül/regnerisch) nicht gerade dazu angeregt hat an diesem Problem zu arbeiten bzw. vorranzukommen.

Auch das andauernde Auf und ab mit der Nachbarin/Hundebesitzerin ist nicht förderlich für eine kontinuierliche Verbesserung meines Zustandes. Im Gegenteil kann ich froh sein wenn keine Stagnation bzw. Verschlechterung eintritt.

Leider habe ich auch gemerkt das Zeitmanagement nicht besonders viel Hilft, da ich zwar die anderen Arbeiten / Aktivitäten Zeitlich planen kann aber geistige Aktivitäten lassen sich leider nicht so einfach Zeitlich festlegen.

Nach dem Schema — Morgens 10 Minuten Sportliche Aktivität, anschließend 30 Minuten geistige Aktivität wie z.B. Tagesblog schreiben, 1 Kapitel an einer Geschichte schreiben, danach Wohnung aufräumen, anschließend Mittag essen, Nachmittags nochmal 30 – 60 Minuten geistige Aktivität, usw. — funktioniert das leider nicht.

Nicht immer wenn ich Zeit hätte bin ich psychisch in der Verfassung etwas damit anzufangen und öfters wenn ich Zeitlich etwas anderes eingeplant habe bin ich in einer kreativen Hochphase.

Also sollte ich einen Weg finden beides so zu arrangieren das ich immer je nach Stimmung und Verfassung aktiv werden kann und es nicht zu einer muss Situation kommt in der dann wiederrum ein Scheitern vorbestimmt ist.

Zeitmanagement vs Burnout -Boreout Teil 2

Wie bereits im 1. Teil meiner Überlegungen ausgeführt haben mich meine bisherigen Ursachenforschungen nicht besonders weit gebracht.

Für interessierte hier nachlesbar: http:/zeitmanagement-vs-burnout-boreout

Allerdings muss ich eingestehen dass doch eine gewisse Stabilisierung, zumindest Zeitweise bzw. in bestimmten Bereichen, eingetreten ist.

Als erste einfache Schritte hatte ich bereits vor über einem Jahr, mit Hilfe einer Mitarbeiterin des sozialpsychologischen Dienstes, begonnen meinen Tagesablauf etwas zu strukturieren.

Dazu sollte ich Täglich abends einen Tagesplan für die geplanten Arbeiten am nächsten Tag schreiben und außerdem in einem weiteren Tagesbericht festhalten was wirklich von den am Vortag geplanten Arbeiten erledigt wurde und wie mein körperlicher, physischer Zustand ist/war.

So konnte ich relativ einfach feststellen ob und wie weit eine Verbesserung und/oder Veränderung eingetreten ist. Diese Berichte wurden außerdem bei regelmäßigen Besuchen der Mitarbeiterin des sozialpsychologischen Dienstes durchgesehen.

Nach ca. einem dreiviertel Jahr war das ganze soweit stabil das ich nur noch bei Bedarf auf den sozialpsychologischen Dienst zurückgreifen muss und auch nicht mehr auf den Tagesplan angewiesen bin um meine Regelmäßig anfallenden Arbeiten (z.B. Wohnung putzen, Einkaufen, Wäsche waschen, etc.) routinemäßig auszuführen.

Meine handschriftlichen Tagesberichte habe ich in den letzten Wochen als eine Art Tagebuch überwiegend Online in diesem Blog geführt. Wobei ich auch das eine oder andere nicht veröffentlicht sondern nur auf meinem Laptop gespeichert habe.

Wenn ich jedoch meine Tägliche Routine, aus welchen Gründen auch immer (Krankheit, Faulheit, wichtiger Dinge, etc.), nicht einhalte dann komme ich sehr schnell in einen Zustand das ich von Tag zu Tag wichtige Routinearbeiten verschieben und kurz davor stehe wieder in einen Zustand völliger Lust-/Antriebslosigkeit zu verfallen.

Insgesamt kann ich zwar eine gewisse Verbesserung feststellen, wobei die körperliche Leistungsfähigkeit weit mehr gesteigert werden konnte als die psychische.

Jedoch empfinde ich es schon als einen großen Fortschritt dass mein Zustand nicht gleich geblieben ist oder sogar noch weiter verschlechtert hat.

Zeitmanagement vs Burnout -Boreout ?? Teil 1

Der Grund warum ich auf die Suche nach dem Zusammenhang zwischen meinem Zeitmanagement und meiner aktuellen Situation, zwischen Burnout und Boreout, mach ist eine Bemerkung meines Psychiaters / Neurologen der meinte ich Wisse ja genau was ich machen müsse um daraus raus zu kommen, er könne mir da nicht helfen.

Ich habe bis zu der jetzigen Erkrankung mein ganzes Leben eigentlich immer recht straff organisiert, da ich viel zu viel Interessen hatte um alles innerhalb von 24 Stunden zu machen was ich gerne getan bzw. was ich als Aufgaben zu erledigen hatte.

Also musste ich schon recht früh mir eine Methode aneignen diese mangelnde Zeit auszugleichen da ich auf keine meiner Interessen verzichten wollte.

Später lernte ich während meiner Ausbildung zum Industriekaufmann mehr darüber und auch wie ich es effektiver nutzen kann.

Zum Schluss meiner Dienstzeit bei der Marine hatte ich die Möglichkeit auf der Wirtschaftsakademie in Kiel mich weiterzubilden im Bereich Zeitmanagement, Optimierung von Arbeitsabläufen, etc.

Während meiner Anfänge in der Selbstständigkeit besuchte ich unter anderem auch weitere Management Seminare die sich mit diesem Thema und naheliegendes beschäftigten.

So konnte ich nach und nach meine Methoden für mich selbst und in subjektiver Betrachtung fast perfektionieren.

Erst als ich aus gesundheitlichen Gründen von diesen straffen Organisations-/ Zeitplanungs-Regeln abweichen musste kam es immer mehr zu starken psychischen Störungen/Ausfallerscheinungen.

Für mich völlig ungewohnt hatte ich auf einmal Konzentrationsprobleme und auch mein Gedächtnis zeigte deutliche Schwächen. So vielen mir auf einmal täglich gebrauchte Worte nicht mehr ein, Teilweise war ein relativ freies Sprechen über längere Zeit nicht möglich ohne das ich den Gedankenfaden verlor. Es ging so weit das ich zu jemand hinging und beim Betreten des Raumes nicht mehr wusste was ich eigentlich dort wollte.

Diese Phänomene hatte ich bereits einmal für kurze Zeit als ich nach meiner 4 Jährigen Dienstzeit bei der Marine unter starkem Stress stand bezüglich meines weiteren Wertegangs…. Dienstzeit verlängern, Berufliche Weiterqualifikation, zur zivilen Schifffahrt wechseln (inkl. Vorheriger Weiterbildung), usw.

Das ganze hatte sich mit Hilfe einer Therapeutin innerhalb ein paar Wochen wieder erledigt, sobald ich mich für ein der vielen Möglichkeiten entschieden hatte.

Nur das Ganze hat mir mit meiner jetzigen Situation nicht viel weitergeholfen außer das mir noch mehr bewusst wurde was ich früher alles in der Lage war zu Leisten und wie eingeschränkt mein heutiges Leben ist. Nun muss ich mich weiter auf die Suche nach

Fernseh-Experiment Teil 1

Heute ist der 3. Tag meines Experimentes den Fernsehkonsum einschränken so dass ich etwas mehr Zeit für andere Aktivitäten habe. Immerhin habe ich es bereits geschaft von ca. 12 Std. am 1. Tag auf 6 – 7 Std. am 2. Tag zu reduzieren.

Die letzten Jahre, nachdem ich nicht mehr arbeiten ging, habe ich mich daran gewöhnt morgens nach dem Aufstehen den Fernseher einzuschalten und außer wenn ich mit dem Hund raus ging oder zum Einkaufen lief er den ganzen Tag bis zum Schlafen gehen.

Nicht nur das das auch unnötiger Stromverbrauch war ich kam oft zu nichts anderem außer vorm Fernseher zu sitzen und meist Lustlos durch die Programme zu zappen. Mein ganzer Tagesablauf, vom Aufstehen über das Einkaufen, Wohnung sauber halten, Kochen, Essen, mit dem Hund raus, ins Bett schlafen gehen, etc. wurde um die Fernsehprogramme aufgebaut.

Für mich ist das schon der Beginn einer Such bzw. Zwangshandlung und zu so was bin ich nicht bereits — alles was ich nicht selbst steuern kann ist mir zu tiefst zuwider.

Ich bin mehrere Jahre zur See gefahren ohne das Fernsehen zu vermissen, im Urlaub kann ich auch ohne gut auskommen, meine Arbeitszeiten habe ich früher auch nicht nach dem Fernseher gerichtet (so wie es einige tun…. „Ich muss pünktlich nach Hause da kommt meine Lieblingssendung oder eine wichtige Sportübertragung“).

Ab sofort wird der Fernseher nur noch angeschaltet für Sendungen die mich interessieren oder abends einfach zum Entspannen. Tagsüber bleibt er aus, ich habe genug andere Möglichkeiten auch ohne zu arbeiten meine Zeit sinnvoll zu verbringen.

Bisher muss ich noch etwas aufpassen das die Routine mich nicht überlistet und ich mit Einschalten der Stromzufuhr meines Laptops und des Modems auch gleich den Fernseher aktiviere.

Im Rückblick muss ich aber eingestehen, ich vermisse es nicht dass der Fernseher die ganze Zeit im Hintergrund läuft. Ich hatte befürchtet dass die Stille mir etwas auf die Nerven gehen würde da ich keinen Radio besitze um wenigsten etwas Musik und die Nachrichten zu hören.

Aber warum muss man das eigentlich immer haben, im Gegenteil früher hat es mich sogar öfters im Büro gestört wenn jemand einen Radio dabei hatte und er den ganzen Tag an war.

Das soll aber nicht heißen dass ich nicht gerne auch mal gute Musik höre, aber dann doch lieber bewusst und mit Genuss und nicht nur als Hintergrundgeräusch.