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21.06.2015 – Sonntag , Tagebuch Teil 2 (Poststreik und seine Auswirkungen)

Heute habe ich ab 11 Uhr bereits vier verschiedene Paketboten der DHL an meinem Wohnzimmerfenster vorbeihasten sehen und alle waren dabei vollgepackt mit Päckchen und Paketen.

 

Ich hätte sehr wahrscheinlich nicht so genau darauf geachtet, wenn ich nicht selbst seit Mittwoch auf ein Paket warten würde.

 

Immerhin ist es schon am 17.06.2015 um 01:56 Uhr im Verteilungszentrum in meiner Nähe eingegangen, wie die Zustellverfolgung im Internet anzeigt, und wartet dort auf die Auslieferung.

 

Und deshalb habe ich während des Duschens immer darauf gewartet, dass es an meiner Wohnungstüre klingelt, was etwas das ganze Vergnügen störte.

 

Aber für das Paket wäre ich auch, nur mit einem Handtuch um die Hüften, an der Tür erschienen.

 

Vom Prinzip habe ich ja nichts gegen das Streiken, nur was sich zum Teil die Gewerkschaften da einfallen lassen finde ich schon unverschämt.

 

Ich frage mich, was die Gewerkschaftsbosse, die heutzutage ebenfalls nichts anderes mehr sind als die Firmenvorstände, wohl sagen würden, wenn 100 Menschen vor ihrem privaten Zuhause verhinderten, dass jemand das Haus betritt oder verlässt.

10.06.2015 – Mittwoch , Tagebuch Teil 2 (Finanzamt und Post)

Nun habe ich die letzten beiden Tage damit zugebracht, meine Steuerunterlagen für beide Firmen und mich privat, fertigzubekommen.

 

Dabei musste ich auch noch das eine oder andere an Unterlagen Kopieren um es per Post ans Finanzamt zu senden.

 

Und wie sollte es anders sein, fangen heute die Postgewerkschaftler mit einem bundesweiten Zustellstreik an.

 

Was aber den Mitarbeiter des zuständigen Finanzamtes nicht interessiert und er meinte, Termin sei Termin und ich dafür verantwortlich, dass es pünktlich ankommt.

 

Da ich aber keine Lust hatte nach Darmstadt deswegen mit dem Zug zu fahren oder es meiner Mutter zumuten mit dem Auto zu fahren überlegte ich, ob es nicht vielleicht eine andere Lösung geben könnte.

 

Meine eigenen Unterlagen brauche ich ja nur an das zu Fuß erreichbare örtliche Finanzamt zu bringen und so fragte ich dort telefonisch nach ob diese denn noch immer eine Bundesweite eigene Amtszustellung hätten.

 

Die Mitarbeiterin im Finanzamt bejaht dies und auch, das mit der Abgabe in Bensheim, es gleichzeitig als fristgerecht eingereicht gilt, egal wann es in Darmstadt oder wo auch sonst ankommt.

 

Wie es aussieht, gibt es doch immer noch Beamte, die sich daran erinnern, dass sie für die Bürger da sind und nicht umgekehrt.