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Wuschel erzählt — Teil 8 — Das erste mal bei meinem Dieter zu Hause

zu den vorhergehenden Teilen „Wuschel erzählt“:

 

https://dieka56welt.wordpress.com/2015/08/09/zusammenfassung-index-erzaehlungen-wuschel-19712468/

 

(übertragen aus dem alten Blog meiner geliebten Michelle)

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Heute, meine lieben Freunde, erzähle ich Euch, wie ich das erste Mal bei Dieter zu Hause war:

 

Die Frau, bei der ich wohnte, fing eines Tages übelst zu Husten an, und konnte sich nicht wieder einkriegen.

 

Kurz darauf kam der Mann, der ihr immer ihre Medikamente vorbei brachte, um sofort irgendwie hektisch und nervös zu telefonieren.

 

Anschließend verschwanden sie beide, und ließen mich alleine in der Wohnung. Was zur Folge hatte, dass ich ebenfalls nervös und hektisch wurde.

 

Als sie wieder zurück kamen hatten sie Dieter mitgebracht. Ihr wisst schon, meinen großen Freund, mit dem ich immer soviel Spaß hatte, wenn wir zusammen ausgingen. Aber der war auch nervös, und fing an alle meine Sachen zusammen zu packen.

 

Und als dann noch das Geheule eines Rettungswagens nicht zu überhören war, wurde es mir sehr mulmig zumute.

 

Obwohl die Frau, bei der ich wohnte, nicht eben ein lieber Mensch war, so setzte sich natürlich mein Beschützerinstinkt durch, und ich drückte mich an ihre Beine, um ihr zu zeigen, dass ich für sie da bin, wenn sie Hilfe braucht.

 

Doch nachdem Dieter alle meine Sachen zu sich hinein getragen hatte, nahm er mich an die Leine, und machte mir damit klar, dass ich jetzt mit ihm mitkommen musste.

 

Aber nachdem ich ja deutlich gezeigt hatte, dass ich nicht treulos bin, hatte ich auch kein schlechtes Gewissen darüber mich zu freuen, endlich einmal sehen zu dürfen, wie mein Freund so lebte.

 

Vom Umriss her konnte ich sofort sehen, dass es die gleiche Wohnung war, also ein 2-Zimmer-Apartement, mit schöner großer Küche und allen nötigen Nebenräumen.

 

Nur mit dem Unterschied, dass hier alles sauber aufgeräumt war; na nicht einmal ein einziges Flankel auf den Teppichen klebte….wuuuh, ganz im Gegenteil halt von dem, was ich so zu Hause gewöhnt war.

 

Am meisten beeindruckte mich der ungewöhnlich große Schreibtisch im Wohnzimmer, mit den geordneten Unterlagen und Utensilien, dem offenen Laptop und dem schönen Tischchen daneben, auf dem ein Drucker stand.

 

Und das Riesensofa mit den kuscheligen Decken und Polstern ließ ebenfalls mein Herz höher schlagen.

 

Wo wohl jetzt mein Bett stehen wird, fragte ich mich, und sah Dieter erwartungsvoll an.

 

Und wie nicht anders zu erwarten, hatte er auch sofort verstanden, was ich meinte.

 

Und so holte er auch gleich mein Körbchen und platzierte es so, dass es sowohl nahe beim Heizkörper als auch nahe dem gemütlichen Sofa stand.

 

Ich entschied mich für das Sofa und die kuschelige Decke, von der ich überzeugt war, dass sie soundso für mich alleine bestimmt war.

 

Wusste ich doch, dass mein süßer Dieterschatz nur das Kuscheligste, Wärmste und Bequemste für mich geben wird.

 

Und so lange er neben mir saß im Laufe des Abends, ich mit ihm raufen durfte, oder von ihm gekrault und geknuddelt wurde, war es auch wunderschön auf diesem Sofa.

 

Als er es sich dann allerdings bei seinem Schreibtisch bequem machte, hielt ich es auch keine Sekunde länger aus, denn es zog mich wie Magnet in seine Nähe.

 

Und so musste ich mich halt so bequem wie möglich am Teppich neben seinen Beinen, und meinen Kopf auf seinen Füssen platzieren. Doch ich fand auch auf ihnen mehr als genug Platz, denn ich sagte Euch ja schon einmal, meine lieben Freunde, dass mein Dieter Größe 47er Flossen hat. Mit denen er mich ja damals fast aufgegabelt hätte, als er mich bei unserem ersten Treffen mit einem weißen Flokati verwechselte.

 

Es war so richtig schön und ich fühlte mich warm und geborgen, wie niemals zuvor, als mich plötzlich ein eigenartiges Empfinden durchdrang. Gerade so, als ob die Frau, bei der ich wohnte vor der Türe stehen würde.

 

Und prompt klingelte es auch schon, und da stand sie, sehr zu meinem Entsetzen.

 

Doch dass ich sie am liebsten auf den Mond geschossen hätte, konnte ich mir als ordentlicher Hund natürlich nicht anmerken lassen.

 

Und so erledigte ich halt mein Pflichtgetänzel um ihre Beine, das sie wie immer eh nicht zur Kenntnis genommen hatte, um anschließend, mit aufgesetzter Freude in ihrer Wohnung zu verschwinden. Wo ich dann die restliche Nacht, wieder einmal ohne meinen großen, so innigst geliebten Dieter, verbringen musste.

 

Fortsetzung folgt

Wuschel erzählt — Teil 6a – Wie ich mehr Lebensfreude bekam

zu den vorhergehenden Teilen „Wuschel erzählt“:

 

https://dieka56welt.wordpress.com/2015/08/09/zusammenfassung-index-erzaehlungen-wuschel-19712468/

 

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(übertragen aus dem alten Blog meiner geliebten Michelle)

 

Heute erzähle ich Euch, mein lieben Freunde, wie ich endlich ein richtiger Hund wurde.

 

Viele, viele schöne Wochen und Monate vergingen, und die Spaziergänge mit meinem Dieter wurden immer häufiger.

 

Ich glaube auch, dass die Frau, bei der ich wohnte gar nichts mehr dagegen hatte, wenn Dieter um noch mehr gemeinsame Spaziergänge gebeten hat.

 

Denn sie hatte ja auch nicht die geringste Scheu gehabt zig andere Nachbarn anzubetteln mit mir eine Runde zu drehen, wenn sie keine Lust dazu hatte. Na und wie schon gesagt, so kam das ja recht häufig vor.

 

Ich wusste ja nichts über Dieters Leben und was er bisher so gemacht hatte. Es schien mir nur, als ob er schon irgendwie müde war vom Leben. Hmm, irgendwie weiß ich nicht wie ich es besser ausdrücken kann.

 

Denn die Menschen müssen ja alle bemüht sein sich durch Arbeiten soviel Geld zu verschaffen, dass sie eine Wohnung haben können, und Essen kaufen. Das gibt es ja nicht einfach so zum Mitnehmen, was ich nach und nach mitgekriegt habe. Und wenn dann jemand die Arbeit verliert oder so krank wird, dass er nicht mehr selber für seine Existenz sorgen kann, wird das natürlich dann sehr schlimm für ihn. Und viele verlieren dann jeden Mut wieder auf die Beine zu kommen. Das meine ich mit müde vom Leben sein.

 

Mir schien es nämlich sehr oft, als dass es ihm gar nicht so leicht fiel so oft mit mir spazieren zu gehen, so müde sah er mir aus. Sondern dass er das alles ausschließlich nur für mich machte, damit ich mehr Freude bekomme in mein Hundeleben.

 

Und was die Freude betraf, ja die nahm natürlich zu, wie ich es mir niemals vorher erträumt hätte. Denn vorher war das schon sehr schlimm für mich.

 

Ich wollte z.B. so gerne mal einem anderen Hund Hallo sagen. Doch nachdem die Frau, bei der ich wohnte, immer einen weiten Bogen um andere Hunde machte, war ich sicher, dass diese eben böse waren. Und so fürchtete ich mich natürlich.

 

Besonders schlimm war es, wenn ich alleine vor die Türe musste, oder ohne Leine mal ein bisschen hinten nach war, wenn sie mich mit zum Einkaufen genommen hat, und es kam dann ein Hund auf mich zu. Da fing ich dann an am ganzen Leib zu schlottern, weil ich nicht wusste wohin ich mich jetzt in Sicherheit bringen sollte.

Und so traute ich mich dann auch nie mal wo kurz ein bisschen Düfte zu sammeln vor lauter Angst, dass ich von einem dieser so gefährlichen anderen Hunde angefallen werden könnte.

 

Doch das war alles Unsinn, na klar. Alle anderen Hunde wollten doch auch nur ein bisschen Kontakt haben, wollten sich beschnuppern und sich freuen einen Genossen zu treffen um ‚Hallo, wie geht‘s Dir denn‘ zu sagen.

 

Und natürlich war es auch wieder mein Dieter, der meine Angst sofort erkannt hatte. Und der mir deshalb auch eine Leine anlegte, sodass ich mich sicher fühlte, wenn er bei einem anderen Hundehalter stehen blieb, um ein bisschen mit dem zu plaudern. Er hielt die Leine zu Anfang dann immer so kurz, dass der andere Hund eben nur soweit an mich heran konnte, sodass er mir hätte nichts tun können, wäre er böse gewesen.

 

Doch wie schon gesagt, so konnte von böse keine Rede sein, sondern ganz im Gegenteil. Ich hatte plötzlich urviele Freunde und Freundinnen, mit denen ich dann herumtollen durfte, während Dieter seine Plauscherl abhielt.

 

Und somit durfte ich mich auch von der quälenden Angst und der Einsamkeit, die sich in meinem Herzen so schmerzhaft breit gemacht hatte, verabschieden.

 

Konnte jetzt hoch erhobenen Kopfes, immer Ausschau haltend nach einem meiner Freunde herumlaufen, anstatt verängstigt durch die Gegend schleichen zu müssen.

 

Fortsetzung folgt

Wuschel erzählt – Teil 5 (lustiges Versteckspiel)

zu den vorhergehenden Teilen „Wuschel erzählt“:

 

https://dieka56welt.wordpress.com/2015/08/09/zusammenfassung-index-erzaehlungen-wuschel-19712468/

 

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(übertragen aus dem alten Blog meiner geliebten Michelle)

 

Heute, meine Lieben Freunde erzähle ich Euch von einem kleinen Streich, den ich mir geleistet hatte.

 

So wie immer, wurde ich spät abends noch von der Frau, bei der ich wohnte, vor die Türe gelassen, um mein letztes Geschäft für diesen Tag zu erledigen.

 

Nachdem ich aber durch Dieter die ganze Umgebung ein bisschen besser kennenlernen durfte, hatte ich natürlich auch keine Lust mehr beim ersten Busch alles zu erledigen, um dann gleich wieder zurück in die Wohnung zu müssen.

 

Also ging ich ein kleines Stück die Wege entlang, die ich immer mit Dieter gehen darf.

 

Es überkam mich plötzlich eine solche Sehnsucht nach meinem großen Freund, die ich einfach nicht mehr aushielt.

 

Ich hatte das Gefühl, dass ich auf der Stelle sterben müsste, wenn ich ihn nicht heute noch, jetzt gleich, sehen dürfte. Von ihm in den Arm genommen und fest gedrückt werde, bevor ich schlafen gehe.

 

So kam mir eben diese Idee, womit ich das vielleicht erreichen könnte.

 

Ich versteckte mich gegenüber dem Hauseingang hinter einem Busch, sodass diese Frau annehmen musste, dass ich weggelaufen bin. Und dass sie dann zu Dieter läuft, um ihm das zu sagen, und dass mein Dieter dann auch sofort kommt, um mich zu suchen.

 

Und was sage ich Euch, meine Freunde! Meine Rechnung ging voll auf, hihi.

 

Die Frau, bei der ich wohnte, kam schon sehr bald, und schrie völlig durchgedreht und lauthals nach mir. Doch ich war gut versteckt, sodass sie mich nicht sehen konnte.

 

Die wurde immer hysterischer, sage ich Euch. Sie lief dahin und dorthin, und sie kam mir irgendwie vor, wie das Rumpelstilzchen aus dem Märchen, laut schreiend vor Wut, weil es nicht bekam, was es wollte.

 

Dann verschwand sie wieder im Haus, und alles war still. Fast hatte ich schon befürchtet, dass sie die Suche aufgegeben hatte, und schlafen gegangen ist. Doch meine plötzliche Angst war unbegründet gewesen.

 

Denn da stand ER plötzlich, bei der Haustüre. Mein geliebter Dieterschatz.

 

Er hatte sich nicht einmal die Zeit genommen, sich was anzuziehen. Im Bademantel und mit Hausschuhen lief er eilig die Stufen hinab um nach mir zu suchen.

 

Doch dass er sich Sorgen macht und Angst um mich bekommt, konnte ich natürlich nicht zu lassen, und so lief ich ihm sofort entgegen, denn meine Freude kannte ja keine Grenzen.

 

Und genauso wie ich es erwartet hatte, nahm er mich sofort in die Arme und herzte und streichelte mich, ohne auch nur ein einziges böses Wort zu verlieren.

 

Nicht so natürlich diese Frau. Die wollte sich doch sofort auf mich stürzen, so schien es mir, wenn Dieter sich nicht vor mich gestellt hätte, und sie mit strengen Worten aufforderte zurück in ihre Wohnung zu gehen.

 

Vorsichtshalber hatte ich mich allerdings zwischen seinen Beinen versteckt gehabt, und war von seinem langen Bademantel gänzlich zugedeckt. Von dort aus konnte ich zusehen, wie sie keifend von dannen zog. Denn nicht einmal sie wäre auf die Idee gekommen, Dieters scharfen Worten nicht Folge zu leisten.

 

Doch das hatte alles nichts mit mir zu tun. Ich hatte in der ganzen wundervollen Zeit mit meinem großen Freund nur Gutes von ihm erfahren.

 

Dieter hatte auch dieses mal sofort verstanden, was mich veranlasst hatte, diesen Streich zu spielen. Hatte sofort gespürt, dass es die übergroße Sehnsucht war in meinem Herzen, das ich noch einen kleinen Spaziergang gemeinsam mit ihm machen wollte.

 

Denn genau das machten wir dann auch…und schön war es…. so wie immer halt.

 

Als wir dann wieder nach Hause kamen, hatte sich diese Frau auch schon etwas beruhigt gehabt. Und als Dieter ihr klar machte, dass es keinesfalls angebracht ist, mich so spät alleine auf die Straße zu schicken, wurde sie überhaupt ganz kleinlaut und versprach ihm in Zukunft wenigstens bei der Haustüre stehen zu bleiben, damit ich nicht wieder das Gefühl bekommen sollte, mich einsam und alleine zu fühlen.

 

Was sie allerdings schon sehr bald wieder vergessen hatte, und ich wieder alleine hinaus musste.

 

Doch das ist eine andere Geschichte.

 

Fortsetzung folgt….

 

Wuschel erzählt – Teil 6 (Nachts alleine im Park)

zu den vorhergehenden Teilen „Wuschel erzählt“:

 

https://dieka56welt.wordpress.com/2015/08/09/zusammenfassung-index-erzaehlungen-wuschel-19712468/

 

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(übertragen aus dem alten Blog meiner geliebten Michelle)

 

Die nächsten Tage liefen dann so ab, dass ich am Abend nicht mehr alleine im Dunkeln mein Nachtgeschäft verrichten musste, weil die Frau, bei der ich wohnte, beim Haustor stand und ich mich sicher fühlte.

 

Doch schon nach ein paar Tagen, als ich mich kurz umsah nach ihr, merkte ich dass sie nicht stehen geblieben sondern gleich wieder in die Wohnung gegangen ist.

 

Einen Moment wurde mir wieder bange so ganz alleine, doch dann dachte ich mir: „ach was soll‘s, ich bin doch kein Baby mehr. Und Dieter würde sicher mehr als stolz auf mich sein, wenn er erfährt, dass ich mich ganz alleine getraut hatte einen gemütlichen Abendspaziergang zu machen.“

 

Und da fiel mir der Park ein, den es hier ganz in der Nähe gab. Erst ein einziges Mal war Dieter mit mir da hinein gegangen. Und wenn ich ehrlich bin, dann war es mir dort nicht allzu geheuer gewesen. Was Dieter natürlich auch sofort gemerkt hatte und deshalb gleich wieder mit mir hinausgegangen ist.

 

Doch hatte ich mich etwas geschämt in den Augen meines großen Freundes als feige dazustehen. Und so beschloss ich ad hoc allen zu zeigen, dass ich alles andere als ein feiger Hund war.

 

Dort angekommen gruselte es mich schon ein bisschen, denn es war stockfinster. Aber meine Augen hatten sich sehr rasch an die Dunkelheit gewöhnt und so ging ich vorsichtig weiter und weiter, und sah mir alles ganz genau an.

 

Und plötzlich hatte ich kein bisschen Angst mehr, denn da war ja auch nichts, wovor ich mich hätte fürchten müssen. So zog ich dann meine Runden und konnte mich ganz diesen vielen wunderbaren Düften hingeben.

 

Als ich gerade wieder so einen betörenden Duft in mich aufsog sah ich von weitem, dass hier noch jemand spazieren ging. Natürlich behielt ich den sofort im Auge, eh klar. Und je näher er kam umso besser konnte ich erkennen, dass es ein Mann und mindestens so groß wie mein Dieter war. Und dann blieb mir fast das Herz stehen.

Das war mein Dieter, der da geradewegs auf mich zukam. maus-0051.gif von 123gif.de

 

Also ich sag Euch meine Freunde, einen solchen Blitzstart müsstet ihr mal gesehen haben, den ich da hingelegt hatte. Ich sauste ihm wie ein geölter Blitz entgegen und konnte mich vor Freude einfach nicht einkriegen. Auch der Tanz den ich um ihn herum aufführte, konnte sich sehen lassen. Jeder indianische Krieger wäre blass geworden vor Neid auf mein Können.

 

Ich hatte mich einfach nie unter Kontrolle, wenn es um meinen Dieter ging. Der war halt die ganze Welt für mich.

 

Als ich mich dann endlich beruhigt hatte, erwartete ich natürlich eine Lobeshymne zu hören. Doch das was ich zu hören bekam, klang irgendwie anders. Irgendwie sehr anders.

 

Es war zwar in keinster Weise mit dem ätzenden Geschrei zu vergleichen, das ich mir leider viel zu oft von der Frau anhören musste, bei der ich wohnte. Jedoch eine Lobeshymne hätte sich ganz zweifellos anders angehört.

 

Also trottete ich dann in etwas gedämpfter Stimmung neben Dieter her in Richtung nach Hause. Hin und wieder versuchte ich einen Blick in sein Gesicht zu erhaschen, und es schien mir, als dass er echte Probleme hatte so ernst zu schauen, wie er mir weiß machen wollte.

 

Doch ich wollte mich da nicht in Spekulationen ergehen, die ja heute schon einmal in die Hose gingen, und so versuchte ich auch mein Grinsen zu verstecken. Denn ich fand die ganze Situation cool; einfach nur cool, hihi.

 

Wie befürchtet stand diese Frau jetzt sehr wohl an der Türe. Doch wusste ich ja, dass sie sich nicht traute eine große Klappe zu haben, wenn Dieter da war. Als ich sofort auf meinen Schlafplatz geschickt wurde, ahnte ich nichts gutes, was aber ein großer Irrtum war. Denn nach ein paar ärgerlichen Worten zu dieser Frau hörte ich ihn sagen, dass er ab sofort nicht nur den Abendspaziergang sondern jetzt auch noch den Nachtspaziergang mit mir machen wird.

 

Ich musste mich sowas von beherrschen um nicht vor Freude an die Decke zu springen, sage ich Euch. Und dann kam Dieter auch noch um mir einen dicken Gutenachtknuddel und dazu ein Leckerle zu geben, was natürlich meinem Glück auch noch die Krone aufgesetzt hat.

 

In der Nacht träumte ich dann davon, dass ich eines Tages überhaupt nicht mehr bei der Frau wohnen muss, sondern ganz bei meinem Dieter leben darf. Was mir allerdings so unwahrscheinlich vorkam, dass ich mich damit begnügte davon zu träumen, wie schön es wäre, wenn Dieter auch noch den Morgenspaziergang mit mir machen und ich vielleicht sogar über Nacht bei ihm bleiben dürfte.

 

Fortsetzung folgt

 

Wuschel erzählt – Teil 4 (regelmäßige Spaziergänge und viel Spass)

zu den vorhergehenden Teilen „Wuschel erzählt“:

 

https://dieka56welt.wordpress.com/2015/08/09/zusammenfassung-index-erzaehlungen-wuschel-19712468/

 

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(übertragen aus dem alten Blog meiner geliebten Michelle)

 

Also wie schon erzählt, so hatte ich jetzt ein tägliches Highlight, das ich tagsüber immer kaum erwarten konnte.

 

Schon nach ein paar Tagen lies Dieter auch die Leine weg, weil er sehr rasch gemerkt hatte, dass es mir nicht im Traum einfallen würde, unsere Freundschaft zu riskieren, indem ich mich irgendwie dämlich benehmen würde.

 

Außerdem wusste ich damals ja gar nicht, dass es überhaupt noch was anderes gab, als ein paar Schritte bis zum nächsten Busch machen zu dürfen, und den übrigen Tag schlafen zu müssen, um nicht von dieser entsetzlichen Langeweile gequält zu werden.

 

Ich erinnerte mich oft daran, als ich noch ein Baby war. Da war auch so ein lieber Kerl, der sich eine Zeit lang um mich gekümmert hat. Damals wusste ich noch nicht, dass man nicht in die Wohnung pinkelt, eh klar.

 

Doch der hat mich immer sofort geschnappt, wenn mir ein Malheur passierte und ist mit mir nach draußen gelaufen. Und ich hatte dann natürlich sehr bald begriffen, dass ich warten muss, bis ich nach draußen gebracht wurde.

 

Und außerdem ging mir ja auch das Gekeife der Frau, bei der ich wohnte, schwer auf die Nerven, das die jedes Mal gestartet hatte, wenn ich mich auf ihrem Teppich erleichtert hatte.

 

Na kurz und gut, es funktionierte dann sehr rasch und dieser nette Mann fing dann auch an, mir etwas beizubringen.

 

Wenn er sagte „Sitz“ dann musste ich mich sofort hinsetzen z.B. und wenn er sagte „Steh“ dann durfte ich nicht mehr weiterlaufen.

 

Und dann sagte er immer „Brav“ und streichelte mich. Das war natürlich lustig. Doch dann kam er eines Tages nicht mehr.

 

Mit Dieter fing alles wieder neu an, doch noch viel, viel lustiger als damals.

 

Anfangs habe ich mich gewundert, dass er mir in der Wohnung, wenn er bei uns zu Besuch war, das Leckerli nicht mehr hingehalten, sondern es in die nächste Ecke gezischt hatte.

 

Was die Frau, bei der ich wohnte, dann immer fürchterlich aufgeregt hat.

 

Naja, eigentlich hab ich‘s ja auch nicht ganz verstanden gehabt.

 

Doch auch das änderte sich sehr rasch.  Dieter wollte, dass ich Spaß hatte.

 

 „Aufpassen“ war das nächste Wort. Das bedeutete, dass hier gleich eine Action stattfand.

 

Dieter warf dann ein Leckerli so weit wie möglich, und um es zu finden, musste ich natürlich vorher aufpassen wo es landete. Na klar passte ich auf; wie ein Schießhund sogar.

 

Manches Mal allerdings musste ich auch sitzen bleiben, und zusehen wie Dieter ein Leckerli versteckte. Und erst wenn er „los“ sagte, durfte ich es mir holen.

 

Wozu das allerdings gut war, dass ich immer erst bei „los“ laufen durfte, habe ich zwar nie verstanden.

 

Doch vermute ich, dass es eben Dieter Spaß gemacht hat, und so machte ich ihm natürlich diese Freude.

 

Manches Mal suchte ich auch absichtlich etwas herum, obwohl ich natürlich genau wusste, wo es versteckt war. Einfach nur um Dieter das Gefühl zu geben, wie toll er das mit dem Verstecken hingekriegt hatte.

 

Ja, meine lieben Freunde! Das war halt dann schon alles echt cool. Ein so tolles Gefühl von Zusammengehörigkeit.

 

Ein richtiges Teamwork würde ich es nennen. Natürlich unter dem Motto: „Never Change a winning Team“.

 

Fortsetzung folgt….

Wuschel erzählt – Teil 3 (Der erste Spaziergang mit meinem neuen Freund)

zu den vorhergehenden Teilen „Wuschel erzählt“:

 

https://dieka56welt.wordpress.com/2015/08/09/zusammenfassung-index-erzaehlungen-wuschel-19712468/

 

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(übertragen aus dem alten Blog meiner geliebten Michelle)

 

Dann wurde ich von meiner Besitzerin auf die Straße gelassen, wo ich mir immer sehr rasch einen Platz finden musste um meine Geschäfte zu verrichten. Denn schon nach wenigen Minuten schrie sie sofort wieder nach mir und dann musste ich wieder ins Haus zurück.

 

Und so konnte ich die vielen schönen Gerüche von da draußen leider immer nur von weitem riechen.

 

Das sollte allerdings der letzte Tag sein, an dem ich nur Fernschnuppern durfte.

 

Denn als es wieder Zeit war um meine Blitzgeschäfte zu erledigen, legte mir dieser so sympathische Nachbarriese ein Halsband um und eine Leine dazu, und ging auch mit hinaus.

 

Ich dachte mir, dass er deshalb hinter mir herlief, in der Hoffnung, dass ich ihm einen guten Platz zeige zum Pipigehen.

 

Und ich führte ihn auch überall da hin, wo ich bislang meine Geschäfte verrichtet hatte.

 

Doch obwohl ich immer recht genussvoll schnüffelte und ihn dann fragend ansah, machte er keine Anstalt sich ebenfalls zu erleichtern.

 

Er stand immer nur da und sah mir zu wie ich von Minute zu Minute euphorischer wurde, weil ich überall so lange schnüffeln durfte, wie ich wollte.

 

Die Frau, bei der ich wohnte, die blieb keine Sekunde lang stehen um mich ein bisschen riechen zu lassen. Die sauste immer wie der Blitz, und wenn ich nicht gleich immer hinter ihr war, dann wurde sie sehr ungehalten.

 

Aber von diesem Tag an wurde alles anders für mich.

 

Denn es blieb nicht bei dieser so wunderbaren halben Stunde, sondern ab sofort zogen wir zwei Tag täglich pünktlich um 18 h um die Büsche und Bäume, und vor allem in diesen herrlichen Park, wo sich ein himmlischer Duft an den anderen reihte.

 

In der Zwischenzeit hatte ich auch schon in Erfahrung gebracht, wie dieser tolle Typ heißt.  Sein Name war Dieter…

 

Und so brach damals für mich eine neue und ganz wundervolle Zeit an, mit meinem großen Freund Dieter.

 

Fortsetzung folgt