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27.09.2021 – Montag , Tagebuch Teil 2

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05.08.2014 – Dienstag , Tagebuch Teil 2 (Gutachtertermin)

Überpünktlich war ich dann auch bei meinem Gutachtertermin und durfte so lange warten bis die beiden Vorzimmerdamen in aller Ruhe auf der Terrasse ihren Kaffee zu Ende getrunken hatten – meine Schuld denn ich hatte es ja gewagt 30 Minuten vor meinem Termin bereits da zu sein.

 

In der Wartezeit konnte ich mich jedoch gemütlich entspannen beim Zeitungslesen denn ich wusste ja dass zu Hause mit Bonnie und meiner Mutter alles in Ordnung ist.

 

Die Ärztin war, ebenso wie die vorhergehende Amtsärztin vor 4 Jahren, voll auf meiner Seite und meinte nach circa 45 Minuten dass ich mir keine Sorgen machen müsste.

 

Auch sie wäre zur Auffassung gekommen (was sie auch in ihrem Gutachten zum Ausdruck bringen würde) das ich Reif für eine Vollzeitrente sei und auf keinen Fall mehr Erwerbsfähig oder für irgendeine Maßnahme des Jobcenters.

 

Sie fragte mich dann warum ich mir nicht etwas schönes suchen würde im künstlerischen Bereich um damit meine Zeit auszufüllen und war nicht im mindesten Überrascht als ich ihr von meinem Vorhaben ein Buch über meine Erlebnisse/Lebensgeschichte zu schreiben erzählte.

 

Als ich mit diesem positiven Ausgang der Untersuchung nach Hause kam konnte ich auch zu meiner großen Freude feststellen dass sich Bonnie zwar sehr freute mich zu sehen sie aber die ganze Zeit meine Mutter auch sehr gut auf Trapp gehalten hatte.

 

Beide (meine Mutter und Bonnie) hatten an diesem Vormittag viel Spaß und Unterhaltung zusammen wie mir meine Mutter anschließend erzählte.

 

26.06.2014 – Donnerstag , Tagebuch Teil 1

Obwohl ich bereits vor 9:00 Uhr aufgestanden bin habe ich heute bisher nur Dinge erledigen können die nach meiner Meinung unnötig waren und nur dazu dienten Menschen vom Jobcenter/u.a. zufrieden zu stellen.

 

Aber wenigstens konnte ich das wichtigste telefonisch klären so dass ich nächsten Donnerstag nicht zu dem Termin erscheinen muss sondern einen Gutachtertermin Anfang August direkt noch schriftlich mitgeteilt bekomme.

 

Anstelle das endlich mal eine dieser Stellen das Geld für eine Behandlung ausgeben würde werden scheinbar lieber im Abstand von 6 – 12 Monaten neue Gutachterkosten produziert die vom ersten Gutachten bis heute (über 5 Jahre danach) fast das gleiche feststellen und in ihren mehr oder weniger dicken Gutachten schreiben.

 

Gerade mal das ich noch rechtzeitig daran gedacht hab das ich ja heute auch noch frischen Brotteig fürs Wochenende machen muss und mein Mittagessen aus dem Kühlschrank stellen damit ich es nicht kalt so zwischendurch in mich hineinschaufeln muss.

 

Denn nun sitze ich hier wie bestellt und nicht abgeholt und warte dass irgendwann in den nächsten Stunden das Telefon klingelt mit den Handwerkern für den Abfluss im Bad.

 

Damit diese nachher auch gut arbeiten können habe ich heute Morgen auch das Bad aufgeräumt und alles soweit vorbereitet das sie nur noch an den Abfluss ran muss und sehr wahrscheinlich in 15 – 30 Minuten fertig sind (das hoffe ich wenigstens).

 

Anschließend kann ich sehr wahrscheinlich erst einmal das Bad putzen so wie ich diese Art von Handwerkern kenne.

 

Wenigstens ist aber das Wetter wieder etwas besser geworden und mit 25 Grad Celsius und Sonne lässt sich das ganze etwas leichter ertragen  — was ich auch nun für die nächsten 30 – 45 Minuten auf meinem Balkon machen werde.

 

08.10.2013 – Nachtrag zum Gutachtertermin am Montag — Teil 2

So gegen 14:30 Uhr brach ich langsam vom Café auf und ging gemütlich Richtung Institutsambulanz wo ich den Gutachtertermin hatte.

Da die Wegstrecke nicht so lang war kam ich dort gute 20 Minuten vor meinem Termin an und machte es mir im Wartezimmer gemütlich.

Leider musste ich dort bis fast 15:30 Uhr warten bis endlich der Gutachter kam um mich zum Gespräch abzuholen. Meine Stimmung war zu diesem Zeitpunkt schon etwas gereizt denn warum mache ich extra einen festen Termin wenn ich doch warten muss und was würde der Gutachter gesagt haben wenn ich einfach 30 Minuten zu spät gekommen wäre.

Nicht gerade der beste Anfang für ein entspanntes Gespräch dachte ich mir und bemühte mich diese negativen Gedanken wegzuschieben. Schließlich war es zwischenzeitlich doch noch ein so schönes Wetter (Sonne – fast wie im Sommer und ich mit meinem gefütterten Regenmantel, Regenschirm, Handschuhen) geworden und über was sollte ich mich da noch aufregen.

So entspannt ging ich hinter dem Gutachter einen Stock höher in sein Zimmer und harte gelassen der Dinge die da auf mich zukommen würden.

Nach einem kurzen Vorgespräch erklärte er mir das er eine Reihe von Fragebögen und Tests vorbereitet habe und jeden einzelnen vorher genau mit mir besprechen würde.

Insgesamt waren es dann in den nächsten 2 Stunden so circa 500 – 600 Fragen in 4 – 5 Fragenkatalogen mit dazwischen einzelnen kleineren Testbögen oder Einzeltests.

Ich kam mir dabei eher vor wie beim Eignungstest der Marine oder einem Assessment-Verfahren bei der Bewerbung für eine Führungsposition.

In dieser Art und weiße hatte bisher noch keiner der begutachtenden Ärzte sich Mühe gegeben eine korrekte Einschätzung meines Zustandes zu machen.

Auch der Umgang des Gutachters mit mir während der ganzen Zeit war recht angenehm und ich könnte mir ohne weiteres vorstellen (wenn er in meiner Nähe eine Praxis hätte) das ich einige Zeit seine Hilfe in Anspruch nehmen würde.

Allerdings hatte ich das auch vom letzten internistischen Gutachter gedacht und wurde böse vom Inhalt des Gutachtens überrascht. Der Tenor war das ich mehr oder weniger voll Arbeitsfähig wäre und es an dem Willen meiner Mitarbeit bei verschiedenen Test gemangelt hätte – in klaren Worten ich wäre ein Simulant (wobei er diese Wort tunlichst mied aber den Begriff den er dafür benutzt das gleiche bedeutet).

Aber da ich nichts von dem jetzigen Gutachter erwarte kann mich eigentlich (außer das mich meine Menschenkenntnis mal wieder täuschte) nichts erschüttern. Also hoffe ich auf ein ordentliches Gutachten egal ob positiv oder negativ.

08.10.2013 – Nachtrag zum Gutachtertermin am Montag — Teil 1

Nachdem ich doch gestern nach meinem Gutachterbesuch in Darmstadt recht geschaft war hier der Nachtrag über diesen Tag:

Da der Termin erst am späten Nachmittag angesetzt war beschloss ich gemütlich so gegen 11:15 Uhr loszugehen um in aller Ruhe meine Tagesfahrkarte zu kaufen und dann auf den Zug zu warten. In Darmstadt würde immer noch so rechtzeitig ankommen um in aller Ruhe zu Mittag zu essen.

Entgegen aller Erwartungen waren beide Fahrkartenautomaten frei und so war ich bereits um 11:35 Uhr fertig mit allem. Um mir die Wartezeit etwas zu verkürzen schaute ich in der Bahnhofsbuchhandlung vorbei und schaute nach den neue erschienen Bücher.

Allerdings war ich noch bereits 10 Minuten damit durch und so machte ich mich auf den Weg zum Bahngleiß um auf dort auf den Zug zu warten da es nicht so kalt wie erwartet war hatte ich von dort eine schöne Aussicht über den Bahnhofsvorplatz und einen Teil der Stadt. Leider waren aber alle Sitzplätze belegt und so musste ich wohl oder übel stehen.

Kurz bevor der Zug kam so etwa 11:50 Uhr bekam ich auf einmal ohne Vorwarnung ganz weiche zittrige knie so dass ich mich an dem Fahrplanschaukasten festhalten musste sonst wäre ich umgefallen.

Auch im Zug ging es mir nicht viel besser. Erst als ich in Darmstadt ganz langsam etwas aß ging es mir wieder etwas besser.

Zwischenzeitlich war auch die Sonne herausgekommen und ich genoss es einige Zeit vor dem Geschäft in der Sonne zu sitzen. Allerdings wurde es mir doch recht warm in der gewählten Kleidung, ich war eigentlich auf kalte 10 – 12 Grad und Regen bzw. Nässe eingestellt und nicht auf 18 Grad mit Sonne.

Bis zur Weiterfahrt mit dem Bus in Richtung Gutachter hatte ich jede Menge Zeit und so ließ ich das ganze Ruhig angehen.

26.09.2013 – Donnerstag – Tagebuch Teil 1 (dämliche Gutachter dämliche… aber mir geht es schon wieder besser *g)

Die Nacht war, nach dem gestrigen Nachmittag und Abend, nicht gerade erholsam aber immerhin geht es mir heute Morgen schon wieder etwas besser.

Noch bevor ich mit dem Wuschel zum morgendlichen Spaziergang aufgebrochen bin habe ich versucht den Gutachter telefonisch zu erreichen (ich sollte entweder vor 9 Uhr oder nach 11 Uhr anrufen) aber er war noch nicht im Haus um 08:50 Uhr.

Gerade hatte ich jedoch die Wohnungstüre geöffnet zum Rausgehen klingelte das Telefon und der Gutachter war dran (08:55 Uhr) wegen Terminabstimmung.

Da er aber so auf die Schnelle nicht sehen konnte (muss ja einen riesigen Terminkalender haben) wann er einen besser passenden Termin hätte für mich versprach er mich nach seiner Gruppensitzung (also nach 11 Uhr) anzurufen.

Zwischenzeitlich habe ich den Brotteig bereits 2-mal geknetet und ruhen lassen aber um 12:10 Uhr noch immer kein Rückruf des Gutachters.

Ich warte noch bis 15 Uhr ab und dann rufe ich nochmal an, vielleicht braucht er ja auch ein Mittel gegen Vergesslichkeit oder Überarbeitung *g.

Wie man lesen kann geht es mir heute bereits wieder besser und ich bin auch bereits wieder soweit das mir der ganze Stress von gestern fast unverständlich ist.

Wieso rege ich mich eigentlich über solche Dumpfbacken immer wieder auf obwohl ich doch genau weiß dass es nichts bringt. Man Vater sagte dazu immer „Da kannst du auch einem Rindvieh ins Horn kneifen, das merkt auch nichts davon“.banghead.gif von smiliesuche.de

Beim Gutachter am Montag (26.08.2013)

So gut ausgeruht und ausgeglichen machte ich mich ca. 30 Minuten vor meinem Termin auf zum Gutachter damit ich auf jeden Fall rechtzeitig da bin.

Am Empfang wurde als erstes mein Personalausweis verlangt und Fotokopiert, was ich nur mit einem leichten Stirnrunzeln zur Kenntnis nahm ganz nach dem Motto „Wenn sie es brauchen sollen sie es eben machen“.

In dieser doch recht ausgeglichenen Stimmung ging ich ins Wartezimmer und harte dort der weiteren Dinge. Die während der Anreiße und dem Anschließenden gemütlichen zweiten Frühstück getroffen Entscheidungen machten mir es relativ einfach so ruhig und gelassen zu sein/bleiben auch wenn einige Patienten die später kamen vor mir dran genommen wurden.

Und dann war es endlich soweit das der Gutachter mich sogar persönlich aus dem Wartezimmer abholte, mich freundlich anlächelnd mit Handschlag begrüßte (so als wenn wir alte Bekannte wären) und wir gemeinsam Plaudernd (wie war die Anfahrt, habe ich es gut gefunden, das Wetter hat sich ja gottseidank auch gehalten,…) zu seinem Arztzimmer gingen.

Nach den Anfänglichen allgemeinen Fragen kam er jedoch relativ schnell auf den Punkt.

Die vordringliche Frage des Gutachters war „Warum wurde bisher noch nichts unternommen zur Behandlung meiner Probleme die zur Erwerbsunfähigkeit führten“. Dabei konnte ich feststellen dass er bewusst oder unbewusst vermied eine Krankheitsbezeichnung wie z.B. Burnout zu äußern.

Obwohl mir irgendwann der ganze Tenor des Gesprächs nicht so recht gefiel musste ich zugeben dass der Gutachter sich doch rechte Mühe gab meine Situation zu erfassen bzw. mir zumindest diese Gefühl zu vermitteln.

Außerdem nahm er sich auch gute zwei Stunden Zeit für dieses Gespräch, was ich von den anderen Gutachtern nicht gewohnt war.

Nur zum Ende des Gesprächs verwunderte es mich das er einen weiteren Termin für notwendig hielt mit dem Psychologen des Hauses. Bis zu diesem Zeitpunkt dachte ich noch dass er das wäre und war deswegen auch etwas verwundert als mir eröffnete mich jetzt noch körperlich Untersuchen zu müssen.

Mir drängte sich die Frage auf warum er mich gründlich körperlich untersuchen musste (Blutdruck messen, Lunge abhören, Reflexe an den Armen und Beinen testen, etc.) wenn es sich doch bei mir nicht um ein physisches sondern psychisch Problem handelte.

Oder ist Boreout/Burnout irgendwie äußerlich zu sehen wie z.B. durch wachsen einer Beule am Hinterkopf oder rasselnde Lungengeräusche?

So gesehen hat dieser Termin nicht dazu geführt mir Gewissheit zu verschaffen sondern eher meine Ungewissheit über das weitere in Bezug auf meine Erwerbsunfähigkeitsrente noch weiter gesteigert.

24.08.2013 – Samstag – Tagebuch Teil 1 (und wieder verschlafen :{

Fast habe ich es schon erwartet nachdem ich bereits gestern Abend den Zeitpunkt für den Hundespaziergang fast verschlafen hätte und prompt ist es heute Morgen auch wieder passiert obwohl ich gestern eigentlich genug geschlafen hatte.

Nachdem ich bereits eine Stunde vor dem Wecker wach war und mich noch einmal gemütlich bei schönem Sonnenschein umdrehte kann ich mich nicht daran erinnern den Wecker gehört zu haben.

Als ich dann das nächste Mal wach war und auf die Uhr schaute war es tatsächlich bereits 30 Minuten über der Weck Zeit und ich hatte nochmal richtig fest geschlafen.

Das darf mir aber auf keinen Fall am Montag passieren, da muss ich wenn ich früher wach werde eben gleich aufstehen und lieber 30 Minuten am Bahnhof auf den Zug warten als dem Zug hinterher zu sehen.

Zur Vorsicht werde ich heute Mittag und auch Morgen keinen Mittagsschlaf machen so dass ich nachts müde genug bin zum durchschlafen – mal sehen ob der Trick auch wirklich klappt oder ich vor lauter Anspannung trotzdem Sonntagnacht unruhig schlafen werde und Montag wie gerädert beim Gutachter auftauche.

Ich möchte jedoch dort nicht den Eindruck erwecken extra wenig geschlafen zu haben nur damit das Gutachten zu meinen Gunsten ausfällt — entweder bin ich erwerbsunfähig und bekomme meine volle Rente oder nicht aber dann möchte ich auch eine angemessene Erwerbstätigkeit ausüben können und nicht von einer sogenannten Maßnahme zur anderen vom Jobcenter geschickt werden.