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08.10.2013 – Nachtrag zum Gutachtertermin am Montag — Teil 2

So gegen 14:30 Uhr brach ich langsam vom Café auf und ging gemütlich Richtung Institutsambulanz wo ich den Gutachtertermin hatte.

Da die Wegstrecke nicht so lang war kam ich dort gute 20 Minuten vor meinem Termin an und machte es mir im Wartezimmer gemütlich.

Leider musste ich dort bis fast 15:30 Uhr warten bis endlich der Gutachter kam um mich zum Gespräch abzuholen. Meine Stimmung war zu diesem Zeitpunkt schon etwas gereizt denn warum mache ich extra einen festen Termin wenn ich doch warten muss und was würde der Gutachter gesagt haben wenn ich einfach 30 Minuten zu spät gekommen wäre.

Nicht gerade der beste Anfang für ein entspanntes Gespräch dachte ich mir und bemühte mich diese negativen Gedanken wegzuschieben. Schließlich war es zwischenzeitlich doch noch ein so schönes Wetter (Sonne – fast wie im Sommer und ich mit meinem gefütterten Regenmantel, Regenschirm, Handschuhen) geworden und über was sollte ich mich da noch aufregen.

So entspannt ging ich hinter dem Gutachter einen Stock höher in sein Zimmer und harte gelassen der Dinge die da auf mich zukommen würden.

Nach einem kurzen Vorgespräch erklärte er mir das er eine Reihe von Fragebögen und Tests vorbereitet habe und jeden einzelnen vorher genau mit mir besprechen würde.

Insgesamt waren es dann in den nächsten 2 Stunden so circa 500 – 600 Fragen in 4 – 5 Fragenkatalogen mit dazwischen einzelnen kleineren Testbögen oder Einzeltests.

Ich kam mir dabei eher vor wie beim Eignungstest der Marine oder einem Assessment-Verfahren bei der Bewerbung für eine Führungsposition.

In dieser Art und weiße hatte bisher noch keiner der begutachtenden Ärzte sich Mühe gegeben eine korrekte Einschätzung meines Zustandes zu machen.

Auch der Umgang des Gutachters mit mir während der ganzen Zeit war recht angenehm und ich könnte mir ohne weiteres vorstellen (wenn er in meiner Nähe eine Praxis hätte) das ich einige Zeit seine Hilfe in Anspruch nehmen würde.

Allerdings hatte ich das auch vom letzten internistischen Gutachter gedacht und wurde böse vom Inhalt des Gutachtens überrascht. Der Tenor war das ich mehr oder weniger voll Arbeitsfähig wäre und es an dem Willen meiner Mitarbeit bei verschiedenen Test gemangelt hätte – in klaren Worten ich wäre ein Simulant (wobei er diese Wort tunlichst mied aber den Begriff den er dafür benutzt das gleiche bedeutet).

Aber da ich nichts von dem jetzigen Gutachter erwarte kann mich eigentlich (außer das mich meine Menschenkenntnis mal wieder täuschte) nichts erschüttern. Also hoffe ich auf ein ordentliches Gutachten egal ob positiv oder negativ.

08.10.2013 – Nachtrag zum Gutachtertermin am Montag — Teil 1

Nachdem ich doch gestern nach meinem Gutachterbesuch in Darmstadt recht geschaft war hier der Nachtrag über diesen Tag:

Da der Termin erst am späten Nachmittag angesetzt war beschloss ich gemütlich so gegen 11:15 Uhr loszugehen um in aller Ruhe meine Tagesfahrkarte zu kaufen und dann auf den Zug zu warten. In Darmstadt würde immer noch so rechtzeitig ankommen um in aller Ruhe zu Mittag zu essen.

Entgegen aller Erwartungen waren beide Fahrkartenautomaten frei und so war ich bereits um 11:35 Uhr fertig mit allem. Um mir die Wartezeit etwas zu verkürzen schaute ich in der Bahnhofsbuchhandlung vorbei und schaute nach den neue erschienen Bücher.

Allerdings war ich noch bereits 10 Minuten damit durch und so machte ich mich auf den Weg zum Bahngleiß um auf dort auf den Zug zu warten da es nicht so kalt wie erwartet war hatte ich von dort eine schöne Aussicht über den Bahnhofsvorplatz und einen Teil der Stadt. Leider waren aber alle Sitzplätze belegt und so musste ich wohl oder übel stehen.

Kurz bevor der Zug kam so etwa 11:50 Uhr bekam ich auf einmal ohne Vorwarnung ganz weiche zittrige knie so dass ich mich an dem Fahrplanschaukasten festhalten musste sonst wäre ich umgefallen.

Auch im Zug ging es mir nicht viel besser. Erst als ich in Darmstadt ganz langsam etwas aß ging es mir wieder etwas besser.

Zwischenzeitlich war auch die Sonne herausgekommen und ich genoss es einige Zeit vor dem Geschäft in der Sonne zu sitzen. Allerdings wurde es mir doch recht warm in der gewählten Kleidung, ich war eigentlich auf kalte 10 – 12 Grad und Regen bzw. Nässe eingestellt und nicht auf 18 Grad mit Sonne.

Bis zur Weiterfahrt mit dem Bus in Richtung Gutachter hatte ich jede Menge Zeit und so ließ ich das ganze Ruhig angehen.