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26.01.2015 – Montag , Nachdenkliches

Während der letzten Tage, in dem ich mir viel Zeit zum Entspannen und Ausruhen gönnte, vielen mir einige Dinge, auf die ich zum Teil sehr stark verdrängt habe bzw. unbewusst umgangen.

 

Es ist nicht so einfach mit dem Burn-out und Boreout zurechtzukommen als Perfektionist, wobei ich diese Eigenschaft auch nicht so einfach ablegen kann.

 

Somit gestaltet sich vieles in meinem Alltagsleben, für einige bestimmt nur schwer nachzuvollziehen, recht kompliziert.

 

Ich versuche immer alles 100 % perfekt zu machen, und dort wo ich genau weiß, dass es mir nicht möglich ist, schiebe ich oftmals zu Erledigendes so lange vor mir her, bis es fast zu spät ist. Nur um dann festzustellen, dass es leichter war, als ich es vorher dachte.

 

Nur wie diese zur Perfektion neigenden Gedanken abstellen, dazu ist mir bisher noch keine Lösung eingefallen.

08.11.2013 – Freitag – Tagebuch Teil 2 (subjektives Zeitempfinden)

Nachdem ich mich heute Nachmittag für ein kurzes Mittagsschläfchen hingelegt hatte wurde ich wie bereits auch die letzten Tage bereits vor dem Weckerklingeln wach.

 

Im Gegensatz zu den anderen Tagen blieb ich heute jedoch noch liegen und döste so etwas vor mich hin.

 

Dabei konnte ich feststellen das es ein recht subjektives Gefühl ist wie man das verstreichen der Zeit wahrnimmt.

 

In den knapp 15 Minuten zwischen dem ersten auf die Uhr schaute und dem Weckerklingeln habe ich mindestens 5 mal nachgesehen da ich der Meinung war dien Wecker überhört zu haben.

 

Zu anderen Zeiten habe ich das Gefühl och viel Zeit übrig zu haben und stelle dann fest das ich entweder kurz vor oder nach dem angenommenen Zeitpunkt bin.

 

Das trifft aber nicht nur auf Minuten oder Stunden zu sondern in letzter Zeit musste ich öfters feststellen das es mir auch so mit Erinnerungen in Jahren geht.

 

Soweit ich mich erinnern kann ging es mir früher, vor meiner Erkrankung, nicht so sondern ich hatte ein relativ exaktes Zeitempfinden.

 

 

 

Zeitmanagement vs Burnout -Boreout Teil 9 — oder neuen Erkentnisse auf dem Weg zum Gutachter

Leider haben sich in den vergangenen 9 Wochen seit meiner Suche nach passenden Lösungsmöglichkeiten durch Zeitmanagement noch keine wirklich nutzbaren bzw. nutzvollen Ansätze ergeben.

Allerdings hatte ich zu Beginn dieser Woche einen erneuten Termin bei einem weiteren Gutachter, diesmal vom Gericht bestellt wegen meiner Klage gegen meinen Rentenbescheid, und bereits auf der Fahrt zu diesem kamen mir einige wichtige Erkenntnisse.

Bis kurz vor der Abfahrt mit dem Zug hatte ich starke Probleme bzw. Ängste ich könnte z.B. den Zug verpassen und dadurch zu spät kommen, wie wird das Wetter sein – sollte ich einen Regenschirm zur Vorsicht mitnehmen oder nicht, etc.

Als ich jedoch pünktlich an diesem Morgen aus dem Bett kam, der Hundespaziergang auch so gut ablief das ich sogar noch einen Zug vor dem 1. geplanten nehmen konnte passierte etwas vollkommen Unerwartetes.

Ich hatte einen normalen Regionalzug genommen der an jeder Haltestelle (und das waren nicht immer Bahnhöfe) anhielt und irgendwie beruhigte mich das Zugfahren so dass ich in aller Ruhe die schöne Landschaft betrachten konnte.

Dabei fiel mir ein dass ich so etwas früher immer sehr genossen hatte und auch insgesamt eigentlich immer als eine in sich selbst Ruhende Person von anderen angesehen wurde.

Wo war das die letzten Jahre geblieben, warum war ich heute so leicht in Stress zu versetzen ging mir so durch den Kopf und trotz dieser Gedanken fühlte ich mich irgendwie gut. Fast so als wenn ich irgendwie erleichtert wäre und keine Sorgen um mich bzw. in meinem Kopf herumschwirrten. Übrigens hatte ich weder Drogen noch Tabletten noch irgendwelche andere Rauschmittel zu mir genommen und habe auch nicht vor dies zukünftig zu tun — aus Erfahrung in meiner Jugend haben diese Dinge keinerlei Wirkung auf mich gehabt.

Ob mir diese heitere Gelassenheit bei meinen Problem helfen würde war mir in diesem Moment ganz gleichgültig und ich hatte das Gefühl diesen Zustand auf Dauer behalten zu wollen. Zwar nicht unbedingt die idealen Bedingungen um wieder arbeiten zu können aber das war bzw. ist mir im Moment nicht das wichtigste.

Zuerst muss ich mal an der körperlichen und geistlichen Gesundheit von mir arbeiten, der Rest kommt dann schon von ganz alleine.

Für mich ist damit der Versuch mein Boreout/Burnout mittel Zeitmanagement in den Griff zu bekommen erledigt, denn ein enges Zeitkorsett schnürt nur meine Fähigkeiten im wahrsten Sinne des Wortes ein.

Beim Gutachter am Montag (26.08.2013)

So gut ausgeruht und ausgeglichen machte ich mich ca. 30 Minuten vor meinem Termin auf zum Gutachter damit ich auf jeden Fall rechtzeitig da bin.

Am Empfang wurde als erstes mein Personalausweis verlangt und Fotokopiert, was ich nur mit einem leichten Stirnrunzeln zur Kenntnis nahm ganz nach dem Motto „Wenn sie es brauchen sollen sie es eben machen“.

In dieser doch recht ausgeglichenen Stimmung ging ich ins Wartezimmer und harte dort der weiteren Dinge. Die während der Anreiße und dem Anschließenden gemütlichen zweiten Frühstück getroffen Entscheidungen machten mir es relativ einfach so ruhig und gelassen zu sein/bleiben auch wenn einige Patienten die später kamen vor mir dran genommen wurden.

Und dann war es endlich soweit das der Gutachter mich sogar persönlich aus dem Wartezimmer abholte, mich freundlich anlächelnd mit Handschlag begrüßte (so als wenn wir alte Bekannte wären) und wir gemeinsam Plaudernd (wie war die Anfahrt, habe ich es gut gefunden, das Wetter hat sich ja gottseidank auch gehalten,…) zu seinem Arztzimmer gingen.

Nach den Anfänglichen allgemeinen Fragen kam er jedoch relativ schnell auf den Punkt.

Die vordringliche Frage des Gutachters war „Warum wurde bisher noch nichts unternommen zur Behandlung meiner Probleme die zur Erwerbsunfähigkeit führten“. Dabei konnte ich feststellen dass er bewusst oder unbewusst vermied eine Krankheitsbezeichnung wie z.B. Burnout zu äußern.

Obwohl mir irgendwann der ganze Tenor des Gesprächs nicht so recht gefiel musste ich zugeben dass der Gutachter sich doch rechte Mühe gab meine Situation zu erfassen bzw. mir zumindest diese Gefühl zu vermitteln.

Außerdem nahm er sich auch gute zwei Stunden Zeit für dieses Gespräch, was ich von den anderen Gutachtern nicht gewohnt war.

Nur zum Ende des Gesprächs verwunderte es mich das er einen weiteren Termin für notwendig hielt mit dem Psychologen des Hauses. Bis zu diesem Zeitpunkt dachte ich noch dass er das wäre und war deswegen auch etwas verwundert als mir eröffnete mich jetzt noch körperlich Untersuchen zu müssen.

Mir drängte sich die Frage auf warum er mich gründlich körperlich untersuchen musste (Blutdruck messen, Lunge abhören, Reflexe an den Armen und Beinen testen, etc.) wenn es sich doch bei mir nicht um ein physisches sondern psychisch Problem handelte.

Oder ist Boreout/Burnout irgendwie äußerlich zu sehen wie z.B. durch wachsen einer Beule am Hinterkopf oder rasselnde Lungengeräusche?

So gesehen hat dieser Termin nicht dazu geführt mir Gewissheit zu verschaffen sondern eher meine Ungewissheit über das weitere in Bezug auf meine Erwerbsunfähigkeitsrente noch weiter gesteigert.

29.08.2013 – Donnerstag – Tagebuch Teil 2 (Entschleunigung funktioniert im Laufschritt ;)

Es ist schon erstaunlich aber das mit dem Endschleunigen klappt hervorragend. Gerade so als wenn ich einen Schalter im Kopf umgelegt hätte.

Gestern noch war ich voller Zeitpläne, alles musste/sollte genau organisiert ablaufen und jeder Tag in der Woche genau geplant. Mit diesem starren Korsett wollte ich mein Burnout / Boreout in den Griff bekommen und musste immer wieder Niederlagen einstecken dabei.

Ich werde zwar jetzt nicht alles umwerfen und einfach nur so in den Tag hinein leben aber neben den Routinearbeiten werde ich mich mehr bzw. Hauptsächlich darum kümmern zufrieden zu sein.

Dazu brauche ich keine Pillen oder sonstige Hilfsmittel sondern muss nur meine persönlichen Glückshormone hegen und pflegen. Als visueller Menschentyp fällt mir das nicht besonders schwer, wie ich aus Erfahrung seit meiner Kindheit weiß.

Wenn ich mir da den heutigen Tag so ansehe kommt es mir so vor als wenn ich gerade vor kurzem noch mit dem Hund spazieren war und schon ist wieder Nachmittag. Außer den Brotteig und ein paar Blogbeiträge/-kommentare habe ich nur noch etwas im Internet gesurft, meine eMail-Postfächer bearbeitet und mich an einige schöne Dinge aus meiner Vergangenheit erinnert.

Mir drängt sich dabei die Frage auf: „Ist das das was jemand hat wenn er Alkohol, Drogen, irgendwelche bunte Pillen vom Psycho-Doktor, o.ä. nimmt“ …. denn ich weiß es nicht da ich aus Erfahrung auf solche Dinge keine Reaktion bei mir bemerken konnte.

Ich komme schon in eine solche Heitere Losgelöste Stimmung wenn ich nur daran denke am Strand einer einsamen Insel in der Sonne mit dem Wuschel zu sitzen und drauf zu warten das die Sonne langsam untergeht.

Für alle die die es nicht bereits mitbekommen haben Wuschel ist der Hund meiner Nachbarin den ich die meiste Zeit am Tag betreue und den ich bisher immer nur als den Hund bezeichnet habe um meine emotionale Bindung zu hm in Grenzen zu halten.

Aber auch damit ist nun Schluss denn sowohl der Wuschel als auch ich haben das nicht verdient unsere Gefühle unterdrücken zu müssen.

Erkenntnisse bei der Zugfahrt nach Darmstadt am Montag (26.08.2013)

Nachdem der Beginn meiner Zugreise nach Darmstadt am Montag (26.08.2013) zu gut angefangen hatte konnte ich ganz entspannt dem weiteren Tag entgegensehen.

Zwar Regnete es ab und zu leicht aber mit einem Regenschirm bewaffnet war es gut zu bewältigen und ich hatte sogar auf meinen Regenmantel zu Gunsten einer leichten Windjacke verzichtet. Das sollte ich am weitern Tag auch als die besser Lösung herausstellen, denn mit dem Mantel wäre ich ganz schön ins Schwitzen geraden.

Wegen des Regnerischen Wetter hatte ich auch bei meiner Bekleidung Zugeständnisse beim Schuhwerk gemacht, da ich nicht vor hatte mit nassen Füßen durch Darmstadt zu gehen bzw. beim Gutachter aufzutauchen.

Leider habe ich noch keine passenden regentüchtigen Frauenschuhe in meiner Schuhgröße gefunden und so musste ich auf meine alten Herrenhalbschuhe zurückgreifen.

Da ich mir für die Fahrt nach Darmstadt zwischen 09:00 Uhr und 11:00 Uhr mehrere Zugvarianten ausgesucht hatte konnte ich den gemütlichsten Zug um 08:52 Uhr nutzen.

So bin ich dann mit einem Regionalzug der an jeder Haltestelle (und nicht nur an jedem Bahnhof) stoppte über Bensheim-Auerbach, Zwingenberg, Alsbach-Hähnlein, Bickenbach, Darmstadt-Eberstadt, Darmstadt Hauptbahnhof dahingetuckert und konnte dabei nach langer Zeit mal wieder die schöne Landschaft der Bergstraße genießen.

Während des andauernden anhalten/anfahren/gemütlichen vorbeiziehen der mir sehr gut bekannten und vertrauten Landschaft erinnerte ich mich wie ich es früher genossen habe meine doch recht vollgepackte Zeit damit zu Endschleunigen das ich ganz bewusst mit einem Regionalzug in den Odenwald ohne bestimmtes Ziel gefahren bin.

Vielleicht ist das, nicht unbedingt Zugfahren, aber das Endschleunigen die besser Option mein Burnout/Boreout in den Griff zu bekommen. Alle anderen Versuche hatten ja bisher keine Übergroßen Erfolge gebracht.

Zeitmanagement vs Burnout -Boreout Teil 8

Leider haben sich in den vergangenen 8 Wochen seit meiner Suche nach passenden Lösungsmöglichkeiten noch keine wirklich nutzbaren bzw. nutzvollen Ansätze gegeben.

Im Gegenteil wurde ich immer wieder durch Kleinigkeiten wie z.B. erneuter Gutachtertermin von der Rentenversicherung wegen der Berufsunfähigkeitsrente in meinen Bemühungen ausgebremst.

Zurzeit warte ich wieder auf einen Termin den ich am 26. August 2013 habe, diesmal aber vom Sozialgericht bestellter Gutachter wegen meiner Klage gegen die Rentenversicherung.

Schon alleine die Planung der Anreiße, obwohl nur ca. 30 km von mir entfernt stellt sich als großes Problem da. Ohne die Möglichkeit selbst mit einem Auto dort hin zu fahren, meine Mutter oder jemand anderen möchte ich damit nicht belästigen, bin ich auf die öffentlichen Verkehrsmittel angewiesen.

Das ganze versetzt mich in einen solchen Stress das ich bereits jetzt ein ganz flaues Gefühl im Magen bekomme wenn ich nur daran denke was da alles schief gehen kann und wo ich eventuell beim Umsteigen hängen bleiben könnte.

Wahrscheinlich wird sich im Nachhinein herausstellen das es alles halb so schlimm war aber diese fast schon Gewissheit hilft mir leider nicht weiter.

Ich habe bestimmt 5 – 6 alternativ Fahrpläne zusammengestellt damit ich wenn ich einen Anschluss verpasse noch immer rechtzeitig zum Termin komme und das obwohl ich noch 3 Wochen Zeit habe bis dahin.

So wie ich es im Moment sehe wird das Ganze für mich ein Tagesausflug, Aufstehen um 7 Uhr (da ich ja morgens noch vorher mit dem Hund raus muss) danach spätestens um 8:30 Uhr losgehen zum Bahnhof. Wenn alles gut geht Abfahrt um 9 Uhr Richtung Darmstadt und dort nur 8 Minuten von der Ankunft bis zur Abfahrt des Busses.

Da ich aber nicht weiß wo der Bus losfährt und ich auch noch eine Busfahrkarte vorher lösen muss gehe ich davon aus das ich den nächsten Bus nehmen muss. D.H. mindestens 30 – 60 Minuten Zwangspause.

Wenn alles gut geht bin ich 1 – 2 Stunden vor meinem Termin an der Arztpraxis und habe genug Zeit gemütlich etwas vorher zu essen. Da ich nicht weiß wie lange das ganze Dauert ist das auch nötig um eine Unterzuckerung zu vermeiden.

Die Rückfahrt ist zwar nicht mehr so Zeitlich kritisch; außer das ich nach Möglichkeit vor 19 Uhr zurück sein möchte um mit dem Hund gemütlich seinen Abendspaziergang zu machen — den werde ich wahrscheinlich auch nötig haben zur Entspannung.

Und mit diesem Ängsten/Zwängen/Stress muss ich nun bis zum 26. August 2013 zurechtkommen — da bin ich mal gespannt ob es sich etwas bessert oder zu richtigen Panikattacken führt.

Zeitmanagement vs Burnout -Boreout Teil 7

Seit Beginn meiner Suche nach Lösungsmöglichkeiten für meine aktuelle Lebenssituation bzw. der schriftlichen Fixierung sind nun knapp 2 Monate vergangen und es geht immer wieder einige Zeit aufwärts aber auch öfters mal steil bergab.

Eine wirklich befriedigende Lösung, noch nicht einmal ansatzweise, zeichnet sich bisher nicht ab oder ich kann sie nicht selbst erkennen.

Leider habe ich aber bisher auch noch keine wirkliche Unterstützung von ärztlicher Seite erhalten da ich eine reine medikamentöse Einstellung (weder kurzzeitig noch auf Dauer) ablehne und eine andere Art von Therapie nicht von meiner privaten Krankenkasse bezahlt werden würde laut Aussage eines der Fachärzte.

Würde ich mich auf eine reine medikamentöse Therapie einlassen, dann müsste ich jetzt bereits über 10 Jahre Insulin spritzen und hätte es nicht durch Ernährungsumstellung in den Griff bekommen entgegen der Aussage eines Diabetesfacharztes.

Allerdings war bei dem Diabetes das Krankheitsbild auch eindeutig und konnte daher von mir mit Hilfe einer Ernährungsberaterin und intensiver Studien meinerseits im Bereich der Ernährungsumstellung gezielter in Angriff genommen werden.

Die aktuelle Wetterlage ist für mich auch keine große Hilfe, da ich weder eine richtige Urlaubsstimmung aufkommen lassen kann als auch die recht warme/schwüle Temperatur nicht gerade das ideale für jemand mit Bluthochdruck ist aktiver zu werden. Und das nicht nur in physischer sondern auch psychischer Hinsicht.

Zeitmanagement vs Burnout -Boreout Teil 6

Nachdem nun bereits fast 2 Monate vergangen sind seit ich damit begonnen habe mein Verhalten in Bezug auf Zeitmanagement und den körperlichen bzw. geistigen Leistungen zu hinterfragen bin ich leider nicht in allen Bereichen zufrieden mit den Ergebnissen.

Körperliche konnte ich bereits nach kurzer Zeit eine gute Steigerung feststellen und werde dies wohl auch weiterhin im gleichen Maße fortführen.

Die geistige Leistungsfähigkeit hängt immer von meiner Tagesform ab und wird leider durch jede Kleinigkeit extrem beeinflusst.

Dabei kann es auch passieren das meine körperliche Fitness unter den leichten depressiven Verstimmungen, so würde ich es mal laienhaft bezeichnen, auch leidet.

Vielleicht muss ich wirklich von Tag zu Tag jeden noch so kleinen Gewinn als positive Aktion betrachten. So ist es ja auch eine Leistung jeden Morgen pünktlich aufzustehen und den Hund zu versorgen bevor ich einen Spaziergang mit ihm mache. Egal wie ich mich körperlich und/oder geistig fit fühle.

Besser ein paar kleine Schritte und sicher stehen als einen großen Schritt und wieder auf die Nase fallen oder auch nur ins straucheln zu kommen.

Zeitmanagement vs Burnout -Boreout Teil 5

Diese Woche musste ich lernen das es besser ist nicht so viel und so weit voraus zu planen, denn jedes nicht erledigte wirft mich um einiges in meinem Zustand zurück.

Ganz schnell bin ich dann bereits einfach für den Rest der Woche alles auf die kommende Woche zu verschieben, da ich ja sowieso nichts Wichtiges zu erledigen habe.

Auch wenn dabei wirklich mal etwas ist das Terminlich gebunden fertig werden muss wird es dadurch öfters bis auf den letzten Drücker hinausgeschoben.

Nur selten ist das ganze körperlich bedingt, wie z.B. diese Woche als ich auf einmal seltsame Krämpfe in den Schienbeinmuskeln hatte und dadurch kaum schlafen konnte. Was natürlich dazu führte das ich einige Tage nicht so recht voran kam und einiges einfach auf die kommenden Tage verschob.

Aber meist liegt es daran das ich mir einfach im Überschwang eines sehr guten aktiven Tages zu viel für die nächsten Tage vorgenommen habe und bei der ersten Schwierigkeit dann gerne bereit bin den Rest auf kommende Wochen zu verschieben. Ganz nach dem südländisch gebräuchlichen „Mañana“ ….

Das möchte ich aber zukünftig vermeiden und daher werde ich nur noch in kleinen überschaubaren Schritten Dinge planen bzw. in Angriff nehmen und zwar immer nur 1 – 2 zusätzlich zu den täglichen Routineabläufen.

Sobald ich diese täglichen Routinearbeiten erledigt habe werde ich dann sehen wie es mir geht und wie spät es ist. Danach wird von Fall zu Fall entschieden ob und was ich noch an diesem Tag anfange bzw. beende (von eventuell am Vortag begonnen Tätigkeiten).

Längerfristige und Umfangreichere Planungen/Vorhaben wird es vorerst nicht mehr geben, denn diese behindern mehr als das sie mich voran bringen. Das ist so als wenn ich mir vornehmen würde jetzt und sofort beginne ich meine fast fertig Geschichte „Erwischt“ fertigzustellen — so klappt das nicht und die Gefahr das es dann wieder 1 – 2 Jahre herumliegt ist größer als das ich es tatsächlich erledige.

Ich muss mich eben daran gewöhnen immer nur das zu machen wonach im Moment gerade Lust habe und zusehen dass ich es zu einem zufriedenstellenden Abschluss bringe bevor es halbfertig, für wie lange, herumliegt.

Jede nicht erledigte bzw. erfolgreich beendete Arbeit wirft mich immer wieder in meiner jetzigen Situation zurück und ich muss daher zusehen solchen Momenten möglichst aus dem Weg zu gehen.

Davon ausgenommen ist natürlich alles was unbedingt erledigt werden muss wie z.B. die Steueranmeldungen für meine Firmen (alle 3 Monate pünktlich sonst kommt das Finanzamt noch auf die Idee mal wieder eine Steuerprüfung vor Ort durchzuführen), sonstige amtliche Erledigungen, Arzttermine, etc.