Mentale Erfahrungen

Schon als kleines Kind konnte ich mich mit offenen Augen zwischen der Realität und einer anderen Gedankenwelt gleichzeitig bewegen.

Meistens wurde dies von den Erwachsenen als Tagträumen angesehen.

Wobei ich, auch wenn ich in Gedanken, wo ganz anders war, doch alles in der realen Welt um mich herum wahrnahm.

Spätestens als ich mit dem autogenen Training bzw. Meditation begann, wurde mir dieser Zustand bewusster.

Aber noch konnte ich ihn nicht richtig zuordnen, denn leider gab es als Informationsquelle lediglich sehr spärliche Literatur in meiner Nähe.

Es machte mich neugierig, damit zu experimentieren, um herauszufinden, was sich dahinter verbarg.

Manchmal fühlte es sich an, als würde ich mich in einem Zug befinden, der sich langsam von dem betrachtenden entfernt oder ich darauf zufuhr.

Um das Ganze weiter zu steigern, fing ich an, während ich konzentriert las, gleichzeitig fernzusehen.

Ich wusste anschließend sowohl die Handlung des Buches, als ebenso des Filmes, wiederzugeben.

Und dies nicht nur oberflächlich, sondern bis in kleinste Details.

Etwas, das ich schon vom Auswendiglernen für die Schule kannte.

Wenn ich das Entsprechende kurz vorm Schlafengehen lass, war ich am nächsten Tag in der Lage es, exakt wie aufgeschrieben, in meinen Erinnerungen abzurufen.

Mit der Zeit gelang es mir sogar, einen weiteren dritten Gedankenstrang in eine völlig andere Richtung zu lenken.

Dies weckte immer mehr mein Interesse, tiefer in diese Materie einzusteigen.

Ich hoffte, außerhalb meiner kleinen Heimatstadt eventuell Kontakt zu gleichgesinnten zu finden, die sich nicht durch Drogen in anderen Sphären bewegten.

Bis es jedoch soweit wäre, würde ich weiter mit meinen bisherigen erfolgversprechenden Experimenten machen.

Je länger ich mich damit beschäftigte, um so mehr wurde es ein Teil meines normalen Alltags, ohne dass ich noch gezielt irgendwelche Übungen machte.

Nach außen hin muss ich da öfters einen verträumten, geistesabwesenden Eindruck gemacht haben, was mich indes nicht großartig weiter interessierte.

Weitere Erinnerungen:
Inhaltsverzeichnis – spirituelle Suche/Reise

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10 Antworten zu “Mentale Erfahrungen

  1. Ich sehe da aber keinen Zusammenhang mit Spiritualität, wenn ich ehrlich sein darf. Das zeugt nur von einer extremen Merkfähigkeit, einem analytisch logischen Denken und einem grossen räumlichen Vorstellungsvermögen. Alles zusammengefasst vermute ich hier einen IQ von sicher über 130.

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  2. Man sagt auch Autisten ähnliche Fähigkeiten nach und diese leben wohl noch mehr nach innen, weiß aber nicht, ob deine Fähigkeiten damit etwas zu tun haben. Natürlich durch bewusste Übung kann man die Hirnleistung enorm steigern. In gewissen Grenzen hab ich auch die Fähigkeit zu Multitasking. Ich kann mich auf eine komplizierte Aufgabe konzentrieren und etwa daneben noch Fragen beantworten. Hab mich oft gewundert, dass andere das nicht konnten. Da hies es dann, wenn ich was fragte: „Eins nach dem anderen!“.

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    • So wie man den Körper trainieren kann, gleichzeitig unterschiedliche Dinge zu tun, so ist es auch mit dem Gehirn.
      Aber es ist wie mit einem Computer, ohne die richtigen Programm läuft nicht oder nur die Standardroutinen.

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      • Jepp und eigentlich geschieht es nicht gleichzeitig, sondern man wechselt so schnell zwischen den Aufmerksamkeiten für das eine und andere, dass man es nur als gleichzeitig empfindet. Der Computer ist eigentlich dem Hirn nachempfunden, ähnlich aufgebaut, nur einfacher. Hab ich mal gelesen ..

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        • Auch wenn wir nur einen geringen Teil unseres Gehirns nutzen können, so geschehen viele Dinge gleichzeitig.
          In etwa so wie in einem Multiprozessor-System mehrere Rechnerkerne verbunden sind, um gleichzeitig nebeneinander unterschiedliche Prozesse ablaufen und steuern zu können.
          Vieles im alltäglichen Leben passiert gleichzeitig, ohne das wir wirklich Notiz davon nehmen.
          Eine der ersten Grundlagen, die ich in der elektronischen Datenverarbeitung lernte, schon das einfach zubereiten eines Kaffees benötigt mehr einzelne Schritte, als wir ohne Probleme aufzählen können.

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