Meine Marinezeit – mein 3. Auto – Teil 1

Mein alter Opel Kadett hatte nun weit über 15 Jahre auf dem Buckel und wurde auch nicht unbedingt schonend von mir gefahren.

Meist hatte ich viel zu wenig Zeit zwischen meinem Heimathafen und zuhause an der Bergstraße, sodass ich leider den Motor mehr als einmal über sein Limit belastete.

Bei knapp über 600 km versuchte ich die Fahrzeit möglichst unter 5 Stunden zu halten, was sogar für ein neueres Auto keine optimale Nutzung wäre.

Und dann war es soweit, kurz vor der Autobahnausfahrt hörte ich einen heftigen Rums und anschließend dröhnte der Motor, wie von einem Bergepanzer.

So rasch als möglich steuerte ich den Standstreifen an und schaute ganz vorsichtig unter die Motorhaube.

Auf den ersten Blick war jedoch nichts Besorgniserregendes zu sehen, allerdings zog sich eine Ölspur hinter meinem Auto, soweit ich blicken konnte.

Während ich noch überlegt, was jetzt am besten zu tun wäre, hielt schon ein Polizeifahrzeug hinter mir.

Der Polizist wollte besonders witzig sein und fragte „Klingt ihr Motor immer so“.

Ich fand es alles anders als zum Lachen und erwiderte „Eigentlich nur, wenn er in einem Bergepanzer eingebaut ist“.

Dies hat er dann wiederum nicht verstanden, jedenfalls verging ihm daraufhin erst mal das grinsen.

Weiterfahren durfte ich so nicht mehr und daher bestellte er für mich einen Abschleppwagen.

Eigentlich müsste ich mich um die Beseitigung der Ölspur kümmern, klärte er mich noch auf.

Aber dies würde, da es von mir nicht mutwillig verursacht wurde, von der Straßenmeisterei kostenlos gemacht.

Nun wurde er mir doch langsam sympathischer und ich war froh über diese Hilfe.

Zum Glück war ich, direkt nachdem ich meinen Führerschein gemacht hatte, in den ADAC eingetreten, sodass diese den Abschleppkosten übernahmen.

Der Mechaniker meinte, da wäre mir eine Pleuelstange durch den Motorblog geschlagen und bei dem Alter meines Fahrzeuges würde sich bestimmt eine Reparatur nicht mehr lohnen.

Da mein Fahrzeug nicht mehr zu reparieren war, musste ich mir irgendetwas einfallen lassen, wie ich übers Wochenende einen fahrbaren Untersatz bekomme.

Weitere Erinnerungen aus meiner Marinezeit:
Inhaltsverzeichnis – Lebenserinnerungen – Marine
Inhaltsverzeichnis – Lebenserinnerungen – Marine – 1. Dienststelle

4 Antworten zu “Meine Marinezeit – mein 3. Auto – Teil 1

  1. Das sind so „kleine“ Erlebnisse, die man nie vergisst .. Kadett war kein schlechtes Auto. Ich bin damals Käfer gefahren 🙂

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  2. PS: Hier in Mühlheim am Main gibt es jedes Jahr ein Käfertreffen und am Ort gibt es einen Händler, der alte Käfer aufmotzt. Da sah ich kürzlich einen schwarzen Käfer fahren mit Brezelfenster, aber tiefer gelegt und mit Breitreifen und dem Klang eines V8 Mustang ..

    Gefällt 1 Person

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