31.03.2022 – Donnerstag , Tagebuch Teil 2 (Gedankensplitter)

Ich bin mir nicht ganz sicher, was davon Traum oder Nachdenken war.

Auf jeden Fall befand ich mich, wie das letzte Mal, an das ich mich erinnere, Anfang der 70er-Jahre, im großen Kreis meiner Familie mütterlicherseits.

Wie immer bei solchen Anlässen gab es reichlich zu essen und viel Gelegenheit für die Älteren etwas zu erzählen.

Wir Kinder hörten entweder gespannt zu oder beschäftigten uns miteinander.

Insgesamt ein sehr harmonisches Zusammentreffen, zumindest meistens.

Ganz eindeutig ein Teil des Halbwachtraumes war, dass ich einfach nicht dazu kam, etwas Essbares zu erhaschen.

Jedes Mal kurz davor kam jemand mit einem Anliegen zu mir, wobei ich im Alter zwischen jugendlich und erwachsen schwankte.

Es waren nicht alle Familienmitglieder da, einige wohnten einfach zu weit entfernt, um mehr als einmal im Jahr zu solchen Treffen zu kommen.

Auch für uns war es manchmal eine kleine Weltreise, mit Bus, Bahn und Straßenbahn, besonders wenn es zur Familie meines Vaters ging.

Aber seltsamerweise wurden solche Zusammentreffen im großen Kreis, von bis zu dreißig Personen, immer weniger, je mobiler die einzelnen wurden.

Nachdem fast jeder über ein eigenes Auto verfügte, hatte man scheinbar andere Ziele am Wochenende.

Später hatte ich kaum Zeit, Kontakte zu pflegen oder war zu sehr mit anderem beschäftigt.

Noch bis zu meiner Frankfurter Zeit Anfang der 80er-Jahre schrieb ich regelmäßig zumindest Postkarten zu besonderen Anlässen wie zum Beispiel Geburtstag, Weihnachten, Neujahrswünsche, aus dem Urlaub.

Nun sind von dieser Seite alle meine Onkel und Tanten bereits gestorben, die Cousinen und Cousin unbekannt verzogen.

Eigentlich schade, wie sich so die Gesellschaft entwickelt hat in den letzten vier bis fünf Jahrzehnten, heute kennt man oftmals nicht mal die Menschen, in der nächsten Nachbarschaft.

Ohne weiteres könnten so nahe Verwandte gleich um die Ecke leben und man wüsste nichts voneinander.

Eine der letzten, die ich kannte, war meine Mutter, die sowohl von ihrer Familienseite als auch von meines Vaters, zu den meisten persönlichen Kontakt pflegte.

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