Meine 1. Operation – (letzte Tage im Krankenhaus)

Die nächsten Tage verbrachte ich die meiste Zeit mit schlafen und ausruhen.

Ich wartete eigentlich bei der Visite zu erfahren, dass endlich der OP-Katheter entfernt wird.

Bisher war ja noch unklar, ob die Operation auch den gewünschten Erfolg gebracht hatte.

Dies würde ich endgültig erst wissen, sobald sich die Blase ohne Hilfsmittel in normalem Umfang entleeren würde.

Hoffentlich dann ohne Probleme wie z.B. Inkontinenz.

Leider dauerte es bis Samstag, dann war der Urin lediglich gelegentlich leicht rosa gefärbt und der Arzt meinte, man könne es nun probieren ohne Katheter.

Das Entfernen war, wie bereits gewohnt, innerhalb weniger Minuten erledigt.

Zur Kontrolle sollte ich eine Art Tagebuch führen, welches mir von einer Krankenschwester kurz erklärt wurde.

Allerdings wusste sie nicht über alle Spalten der Tabelle Bescheid und so trug ich einfach nach gut Glück meine Daten ein.

Eigentlich hätte ich jede Stunde gehen sollen, zumindest bis 22 Uhr, damit ich die Menge festhalten kann, die mit oder ohne Harndrang entleert wird.

Am Sonntag war der Bereitschaftsarzt dennoch zufrieden mit dem, was ich aufgeschrieben hatte und meinte, ich könne heute entlassen werden.

Zuvor wolle er allerdings noch ein Ultraschall machen, um sicherzustellen, ob wirklich alles ordentlich funktionierte.

Wie befürchtet sah es schlecht aus, denn es befand sich noch zu viel Resturin in der Harnblase.

Er schickte mich für einen weiteren Entleerungsversuch zurück auf die Toilette und meinte, ich solle mir viel Zeit nehmen, er würde inzwischen meinen Bettnachbarn zur Entlassung fertigmachen.

Ich wollte schon aufgeben und hatte mich damit abgefunden, erneut mit einem Katheter nach Hause geschickt zu werden, aber mein Körper fand diese Idee, nebst den weiteren Optionen, wenig berauschend.

Wie von Geisterhand löste sich ein dickes Blutgerinnsel, mit anschließendem wasserfallartigem Urinstrahl.

Nun war ich mir sicher, dass sie völlig entleert war, was der Urologe nach erneuter Sonografie bestätigte.

Mit den Worten „Nach dem Mittagessen hätte er die Entlassungsschreiben für uns beide fertig“, verabschiedetet sich ein zufriedener Doktor.

Mir blieb jetzt ausreichend Zeit, in aller Ruhe meine Sachen zu packen und mich auf die Rückkehr in meine Wohnung vorzubereiten.

Viel hatte ich sowieso nicht ausgepackt, sondern nur das Nötigste, sodass ich recht schnell damit fertig war.

Nach kurzer Überlegung beschloss ich diesmal mit dem Taxi nach Hase zu fahren und nicht meinen Neffen dafür zu bemühen.

Anders als das letzte Mal fühlte ich mich stabiler auf meinen Beinen.

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