Meine 1. Operation – (die 1. Nacht danach)

Die Narkose hatte ich gut überstanden, zumindest konnte ich mich nicht daran erinnern und gleichfalls keine körperlichen Nebenwirkungen feststellen.

Alles fühlte sich so an, als wäre kein Schlauch durch meine Luftröhre gezwängt worden, was ja meine größte Angst bei der ganzen Operation war.

Das Einzige, was mir in diesem Augenblick etwas Sorgen bereitete, war, dass die Spülung in der Blase noch sehr stark rot gefärbt aussah.

Bei der Abendvisite des Chirurgen sah er sich dies ebenfalls mit einer zweifelnden Mine an.

Er meinte, wenn es über Nacht nicht besser würde, müsse er eventuell am nächsten Morgen nochmal im OP nachschauen.

Daraufhin und seiner entsprechenden Weisung bekam ich die nächsten 12 Stunden jede Stunde einen 5 Liter Beutel mit Spülflüssigkeit an den Katheter gehängt.

Eine leicht unangenehme Sache, aber durchaus im erträglichen Bereich, zumindest bis gegen Mitternacht.

Von einem Moment auf den anderen bekam ich einen heftigen Krampf im Unterleib, der den Nachtpfleger veranlasste, mir ein Schmerzmittel und Entkrampfungsmittel per Infusion zu verabreichen.

Leider sollte dies nur bis in die frühen Morgenstunden reichen, danach kamen die Schmerzen genauso heftig zurück.

Inzwischen füllte sich am Kathetereintritt alles so an, als hätte ich einen Eiszapfen dort.

Auf meinen entsprechenden Hinweis, wurde mir bloß mitgeteilt, dass dies nicht möglich sei, da die Beutel Zimmertemperatur hätten.

Allerdings bin ich der Meinung, dass es extrem damit zusammenhängt, da die Temperatur meines Körpers deutlich über den 20 Grad Celsius liegt, die im Zimmer waren.

Aber wenigstens hatte inzwischen die Spülflüssigkeit eine deutlich hellere Rotfärbung.

Ein gutes Zeichen, dass endlich die Blutung nachlässt.

Die diensthabende Ärztin verabreichte mir nach ihrer Visite eine Blasenspülung, eine nicht minder schmerzhafte Angelegenheit.

Wobei am wichtigsten dabei war, es lösten sich einige dicke Blutpfropfen, was sie zuvor im Ultraschall gesehen hatte.

Anschließend wurde die Spülung so niedrig eingestellt, dass lediglich alle 2 – 3 Stunden ein neuer Beutel benötigt wurde.

Wenn die Flüssigkeit ganz klar wäre, bekäme ich den Katheter am nächsten Tag gezogen und könnte Samstag oder Sonntag aus dem Krankenhaus entlassen werden.

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5 Antworten zu “Meine 1. Operation – (die 1. Nacht danach)

  1. Lieber Dieter,
    sei froh, dass es so glimpflich verlaufen ist. Ich hatte nach meiner Prostata-OP eine massive Einblutung in die Blase, musste notoperiert werden, verlor sehr viel Blut und nur zwei Bluttransfusionen haben mir wieder auf die Beine geholfen. Klopf auf Holz!

    Gefällt 1 Person

    • Ich war auch sehr froh, als endlich die Blutung aufhörte, ohne erneuten OP besuch. Da habe ich lieber die Kältetherapie in der Nacht durchgestanden.
      Allerdings musste ich bis Sonntagmittag warten, um zu erfahren, ob ich mit oder Katheter das Krankenhaus verlasse (kleiner Spoiler vom nächsten Teil 🙂 )

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