21.07.2021 – Mittwoch , Tagebuch Teil 2 (Gedankensplitter)

Nun scheint zeitweise ein kleiner Sommer im Anmarsch sein, wobei sich die Temperatur um 27 Grad Celsius wohl nur für meinen Körper unangenehm warm ist.

So haben wir den Großteil des Vormittags gemütlich auf dem Sofa vor uns hin dösen verbracht und einige Gedanken eingefangen.

Früher, so um die 60er/70er-Jahr war nicht alles schöner, aber wenn ich mich richtig erinnere, zumindest in meinem Wohnumfeld bestand eine hohe Achtsamkeit.

Nicht aus Neid oder anderen schlechten Beweggründen gegenüber den anderen, sondern einfach, um alle in eine große Gemeinschaft einzubinden.

Man half sich bei jeder Gelegenheit, ohne eine Gegengabe zu erwarten.

Im Gegenteil hätten es viele sogar als beleidigend empfunden.

Das Erste, was man machte, mindestens den direkten Nachbarn einen kurzen Anstandsbesuch abstatten.

Bei jeder Gelegenheit wurden ein paar Worte, auch wenn es nur im Vorbeigehen, gewechselt.

Man schaute mehr auf das, was der andere als Mensch ist und weniger auf materielle Dinge.

Natürlich würde auch Teilweise hinter dem Rücken getratscht, besonders von den Frauen.

Ich denke mit ein Grund, warum dies damals alles so gut funktionierte, es war gemischt vom Bankdirektor, über Handwerksbetriebe, Apotheker, Ärzte, normale Arbeiter bis hin zu Sozialhilfeempfängern und vertriebene aus dem Sudetenland.

Keiner wurde wegen seines sozialen Status ausgegrenzt und sogar die ersten Gastarbeiter waren ein gern gesehene Bereicherung der Nachbarschaft.

Irgendwie wünsche ich mir einen Teil dieses Gemeinschaftsgefühls zurück.

Wobei es neben Vorzügen natürlich auch Verantwortung mit sich bringt.

4 Antworten zu “21.07.2021 – Mittwoch , Tagebuch Teil 2 (Gedankensplitter)

  1. Ich kenne das auch, aber dieses Gemeinschaftsgefühl ist es gearde, wa sie gegenwärtige Politik nicht braucht um zu herrschen!

    Gefällt 2 Personen

  2. So kenne ich es auch noch aus meiner Kindheit. Man schaute aufeinander. Wir hatten alle gleich wenig, Neid war also nicht da. Auf der anderen Seite wurde viel gemacht, um ein Schein für die Nachbarn aufzubauen. Es gab viele ungeschriebene Regeln, zum Bsp. musste Samstag die Straße vorm Haus gefegt werden. Alles etwas spießig in den 70zögern, 80zögern, aber auch nett. Kleine überschaubare Welten.

    Gefällt mir

  3. 70zigern…. 🥴

    Gefällt mir

Über einen Kommentar freue ich mich (ACHTUNG: Wenn Ihr hier kommentiert, speichert WordPress Eure IP-Adresse und bei Angabe auch Eure E-Mail. Der Antispamdienst Akismet und Gravatar nutzt diese Daten zur Prüfung. )

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s