Meine Marinezeit – die erste Woche an Bord (Teil 1)

Die Mannschaftsstärke waren wegen der Werftliegezeit stark reduziert und so gab es in der Rechnungsführerei für drei Personen nicht genug zu tun.

Mein Vorgänger war überwiegend damit beschäftigt, seinen kurz bevorstehenden Abschied vorzubereiten.

Daher hatte ich die Möglichkeit, mich sofort ans Erlernen der Tagesgeschäfte zu machen.

Wobei mir meine guten fachlichen Voraussetzungen und Berufserfahrung sehr behilflich waren.

Bisher nicht gelerntes konnte ich durch rasche Auffassungsgabe und Einsatzwille ausgleichen.

Ich denke, dass dies der Grund dafür war, dass ich mich mit dem Rechnungsführerbootsmann auf Anhieb gut verstand.

Zufrieden sah ich deswegen dem ersten Wochenende in Kiel entgegen, wo ich mir in aller Ruhe die Stadt ansehen wollte.

Da ich dies jedoch abseits des Soldatentrubels tun gedachte, machte ich mich schon am Samstag früh mit dem Auto auf den Weg in die Innenstadt.

Dort erkundete ich Straße für Straße zu Fuß, um mir alles gründlich einzuprägen, denn immerhin würde ich die nächsten Jahre hier leben, wenn ich nicht auf See war.

Zur Mittagszeit schaute ich beim Essen im Hafenrestaurant den ein- und ausfahrenden Schiffen zu, voller Spannung auf die vielen Erlebnisse, die mich bald selbst auf See erwarteten.

Am Nachmittag besuchte ich das in der Nähe des Hafens gelegene Amüsierviertel, das einer kleinen Reeperbahn glich.

Zumindest nach meinen Vorstellungen und was man so im Fernsehen oder Filmen darüber sah.

Ein bisher für mich unbekanntes Terrain, das ich mit offenen Augen, aber auch gehöriger Vorsicht beäugte.

Von den langen Fußmärschen erschöpft kam ich am Abend in die Kaserne zurück und beschloss, früh im Bett zu verschwinden.

Noch ahnte ich nicht, was in dieser Nacht von den anderen Kameraden geplant war.

Weitere Erinnerungen aus meiner Marinezeit:
Inhaltsverzeichnis – Lebenserinnerungen – Marine

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