Meine Jugend – Marine – Sommer auf Sylt

Wir waren richtig froh, die Fachausbildung im Sommer genießen zu können.

Denn wenn wir die aus der Grundausbildung und militärischen Maatenausbildung sahen, konnten wir gut die Strapazen erkennen, die sie hinter sich hatten.

Bei dieser Hitze hilft auch keine frische Brise von der Nordsee, wenn man zum Beispiel in vollem Kampfgepäck durch die Dünen robbt.

Uns reichte schon der morgendliche Frühsport, wenn die Sonne langsam erwachte.

Da wir uns die Sportteile aussuchen konnten, entschied ich mich, einer Gruppe Langläufer anzuschließen.

Für mich fängt der Spaß beim Laufen erst ab 400 Meter an und nach 5.000 bin ich gut aufgewärmt.

Besonders wenn das Ganze nicht rund um den Sportplatz geht, sondern einer auf die Idee kommt, man könne ja einen kleinen Hindernislauf am Strand daraus machen.

Morgens ist es dort fast menschenleer und ich hatte noch nie die Sonne über einem Wasser aufgehen sehen.

Dies entschädigte wenigstens zum Teil den vielen Sand, der sich von den Sportschuhen bis in die letzte Haarspitze breitmachte.

Anschließend eine erfrischende Dusche vorm Frühstück und der Tag mit dem nicht immer so interessanten Unterrichtsstoff konnte beginnen.

Schon etwas spannender fand ich die Unterrichtseinheiten, die wir als zukünftige Hilfssanitäter erhielten.

Der Hauptbootsmann, welcher den Chor leitete, war da unser Fachausbilder und er hatte nicht bloß theoretische Kenntnisse vorzuweisen.

In unserer Freizeit genossen wir den Sommer meistens am Lister Strand, der weniger überlaufen war, wie Westerland oder Kampen.

Ein paar Mal fuhr ich am Wochenende mit den heimischen Fischern raus zum Fischfang.

Nachdem ich einige Samstage am Fischereihafen den Sonnenaufgang erwartete und mit großen Augen den Arbeiten auf den Fischerbooten zusah.

Irgendwann erbarmte sich endlich einer und fragte, ob ich gerne mitfahren würde.

Wobei ich keinesfalls Gast war, sondern so gut ich konnte kräftig mit anpackte.

Dafür konnte ich mir dann ein paar Fische zum Grillen kostenlos mitnehmen, zur Freude meiner Kameraden, welche nur zu gerne zulangten.

Und somit vergingen die 3 Monate viel zu schnell, zumindest nach meinem Gefühl.

Weitere Jugenderinnerungen:
Inhaltsverzeichnis – Lebenserinnerungen – Jugend
Inhaltsverzeichnis – Lebenserinnerungen – Marine

2 Antworten zu “Meine Jugend – Marine – Sommer auf Sylt

  1. Man sagt ja: Sylt -entweder man liebt die Insel, oder hasst sie. Ich habe vor ein paar Jahre Urlaub auf Sylt gemacht und ich liebe sie.

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