Meine Jugend – Marine – Schwimmen lernen

Gleich zu Beginn der militärischen Unteroffiziersausbildung mussten wir eine gründliche Untersuchung nebst Physical Fitness Test über uns ergehen lassen.

Bisher hatte noch niemand danach gefragt, wer schwimmen kann bzw. wer nicht mindestens das Freischwimmabzeichen besitzt.

Zwar war ich einige Zeit im örtlichen Schwimmverein, aber die Prüfungsgebühren für diese Leistungsabzeichen waren mir zu teuer gewesen.

Bei dem schönen Wetter würde eine Stunde im Schwimmbad, um die Mittagszeit, ganz angenehm sein, dachte ich mir und so meldete ich mich als teilweise Nichtschwimmer.

Außer mir kam noch ein weiterer hinzu, der allerdings überhaupt nicht schwimmen konnte.

Während wir also gemütlich im kühlen Wasser uns vergnügten, durften unsere Kameraden, dem Willkür der Ausbilder ausgesetzt, teilweise ihren halben Spind nach und nach auf dem Exerzierplatz präsentieren.

Der Bademeister, ein älterer leicht rundlicher Mann, zeigte uns kurz, wie die Arm- und Fußbewegungen richtig auszuführen wären, um anschließend in Ruhe seine Zeitung zu lesen.

Während mein Kamerad am Beckenrand übte, schwamm ich langsam ein paar Runden.

Anschließend ging ich meiner Lieblingsbeschäftigung im Wasser nach, nämlich dem Tauchen.

Schon früher in der Kindheit bemerkte ich, dass ich relativ lange unter Wasser bleiben konnte.

Als ich es einmal schaffte, das große Schwimmbecken der Länge nach und nur eine Handbreit vom Boden entfernt durchzutauchen, pfiff mich der Bademeister heraus.

Dann nahm er mich zur Seite und erzählte mir, dass er als ehemaliger Kampfschwimmer recht schnell erkannte, welche guten Voraussetzungen ich als Marinetaucher hätte.

Und ich bei Interesse die Ausbildung als Kampf- bzw. Marinetaucher nach der Unteroffiziersausbildung zusätzlich machen könnte.

Allerdings müsste dann die Dienststelle ein Schiff sein und eine Einsatzplanstelle bestehen.

Als ich ihm mein Interesse bestätigte, ging er keine Zeitung mehr lesen, sondern trieb mich an, das bestmögliche beim Schwimmen aus mir herauszuholen.

Wobei ich letztendlich nicht bloß die Prüfung für Freischwimmer, sondern auch den Fahrtenschwimmer mit Rettungsübung bestand.

Weitere Jugenderinnerungen:
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