Meine Jugend – Marine – Maatenausbildung (Kameradendiebstahl Teil 2)

An den ABC Schutzräumen im Kellergeschoss angekommen erklärten sie mir, dass ich nun fünf Minuten für ein persönliches Gespräch unter vier Augen bekomme.

Anschließend würden sie ihn zur Hauptwache bringen, wo er in einer Arrestzelle bis zur Entscheidung, was weiter passiert, verbringen würde.

Leider war er flink und wendig wie ein Wiesel.

Kaum als die anderen den Raum verließen, hing er schon am oberen Lüftungsschacht.

Dazu muss er fast senkrecht die Wand hinaufgerannt sein, denn mir war es nicht möglich ohne Leiter dorthin zu gelangen.

Was mir einen dermaßen komischen Anblick bescherte, dass ich Mühe hatte, nicht in lautes Gelächter zu verfallen.

Ihn da herunter zu holen war mir zu aufwendig, denn in der Zwischenzeit war mein Zorn längst verraucht.

Dennoch machte ich ihm ruhig aber deutlich klar, dass er beim nächsten Mal einige Zeit im Sanitätsbereich verbringen würde.

Wozu es aber nicht kommen konnte, da das Disziplinargericht beschloss, ihn unehrenhaft zu entlassen.

Mir persönlich erschien dies etwas zu heftig, es hätte ausgereicht ihm eine Verwarnung mit Eintrag in die Personalakte zu erteilen.

Ein sehr schweres Urteil für ihn, da er gerade vor ein paar Tagen seine Zulassung als Zeitsoldat erhalten hatte.

Es würde bestimmt schwerfallen, bei einem Einstellungsgespräch, diesem seltsamen Zeitraum bei der Marine zu erklären.

Dabei hätte er mich lediglich um ein kleines Darlehn bitten brauchen, bis sein erstes Gehalt kommt.

Schon einigen meiner Kameraden hatte ich kurzfristig aus finanziellen Problem geholfen.

Vielleicht kam ihm der Gedanken sich selbst zu bedienen im Glauben, den einen Schein würde ich nicht vermissen.

Er konnte ja nicht ahnen, dass ich sehr genau über meine Einnahmen und Ausgaben seit Kindheitstagen Buch führte.

Weitere Jugenderinnerungen:
Inhaltsverzeichnis – Lebenserinnerungen – Jugend
Inhaltsverzeichnis – Lebenserinnerungen – Marine

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