Meine Jugend – Marine – Grundausbildung (der erste Heimaturlaub – Samstag)

Wie ich bereits erwartet hatte, wachte ich Punkt 6 Uhr auf.

Doch die sofortige Kenntnisnahme, nicht in der Kaserne zu sein, ließ mich nochmals tief und fest einschlafen.

Nach einem gemütlichen späten Frühstück machte ich mich auf den Weg in die Stadt, meinen Musiklehrer zu besuchen und neue Blättchen für mein Saxophon zu kaufen.

Da meine Mutter meinte, das Oberteil der Uniform durchwaschen zu müssen, ging ich in Zivilkleidung los.

Die aber meinen neu erlernten Gang und die dazugehörige Haltung scheinbar nicht mehr änderte, was mir von vielen Seiten auch bestätigt wurde.

Mein erstes Ziel war mein Musiklehrer, um mit ihm über Einsatzmöglichkeiten mit dem Saxophon in einem Shanty-Chor zu sprechen.

Nur zu gerne nahm er sich sogleich, zwischen zwei Unterrichtseinheiten, die Zeit, um meine Fragen zu beantworten und einige Tipps zu geben.

Es war deutlich zu sehen, wie es ihn freute, dass ich weiterhin bei der Musik bleibe und bemüht bin, mich in ein neues Terrain einzufügen, was seiner Meinung nach einen guten Musiker ausmacht.

Als der nächste Schüler hereinkam, verabschiedeten wir uns mit meiner Zusage zur Essenseinladung bei ihm Zuhause, in sechs Wochen.

Obwohl ich nur noch wenig Zeit bis zum Mittagessen hatte, kam ich nach dem Musikgeschäft sogar noch dazu, bei meinem Boxtrainer vorbeizuschauen.

Aber danach freute ich mich auf zu Hause und dem leckeren Mittagessen meiner Mutter.

Abends würde dann der eine oder andere Verwandte vorbeischauen, wurde ganz nebenbei während des Essens erwähnt.

Wobei ich mit Sicherheit wusste, dass dies längst organisiert und fest eingeplant war.

Spätestens jetzt wurde mir klar, warum sie die Uniform picobello haben wollte, was mich ein Schmunzeln kostete.

Nach einem gemütlichen Mittagsschläfchen, ging es dann wie versprochen, in der gewaschenen und gebügelten Uniform zum Kaffee und Kuchen bei meiner Oma.

Rechtzeitig zu der mit viel Aufwand vorbereiteten Party, mit einem exzellenten Buffet, war ich wieder zurück.

Mein Wohlbefinden so im Mittelpunkt zu stehen, hielt sich sehr in Grenzen.

Doch wurde ich dafür mit dem Strahlen in den Augen meiner Mutter und dem zufriedenen Lächeln meines Vaters, mehr als entschädigt.

Irgendwie hatte ich das Gefühl, als wäre ich von einer jahrelangen Weltreise zurückgekommen.

Die kleine Familienfeier dauerte etwa bis Mitternacht und ich fiel anschließend todmüde ins Bett, schon am Schlafen, bevor mein Kopf das Kissen berührte.

Weitere Jugenderinnerungen:
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