Meine Jugend – Marine – Grundausbildung (1. Etappenziel erreicht)

Nach 4 Wochen hatten wir endlich das ersehnte Ziel erreicht und durften uns in der kargen Freizeit frei in der Kaserne bewegen.

Nachdem wir die restlichen Ausrüstungsgegenstände wie Feldanzüge, ABC-Maske, Stahlhelm, Schlafsack, Klappspaten, erhalten hatten, war uns klar, warum der Spind so akkurat eingeräumt sein musste.

War er vorher schon relativ voll, blieb nun kaum noch Platz für private Bekleidung.

Nur die Gewehre wurden in einer zentralen Waffenkammer aufbewahrt, wo die Pflege natürlich ebenso von uns, auch ohne Schießen, durchgeführt werden musste.

Jetzt hatten wir, neben dem exakten Grüßen, die üblichen Bewegungsarten der Marine des Gehens, Laufens und Marschierens in der Kolonne gelernt und dass ebenso in der Freizeit von uns ein strammes Fortbewegen erwartet wurde.

Ein gemütliches dahin Schlendern in Uniform, womöglich noch mit den Händen in der Tasche und einer Kippe im Mund, wie es unser Zugführer formulierte, war undenkbar.

Ebenso wurden wir in Maschineschreiben und Geschäfts-/Schriftverkehr der militärischen Dienststellen unterrichtet und in erweiterter erster Hilfe ausgebildet.

Das waren aber lediglich die Grundlagen für den Stabsdienst der Marine.

Wobei nur wenig wirklich neues für mich dabei war.

Daher freute ich mich bereits auf die zweite Hälfte der Ausbildung, mit Schwerpunkt militärischer Kampftechniken.

Allerdings sollte dies erst nach meinem Heimaturlaub ein paar Wochen später beginnen.

Immerhin waren wir in der Zwischenzeit kein Haufen Jugendlicher mehr, die wild durcheinander liefen, sondern einigermaßen gut durchorganisiert.

Den meisten machte es mittlerweile sogar richtig Spaß, sodass sich ein starkes Gruppengefühl entwickelte.

Für die, die sich jedoch nicht zu integrieren vermochten, wurde die Zeit immer unerträglicher.

Ich nutzte die Abendstunden, so weit es möglich war aus, mich nach weiteren Betätigungsfeldern umzusehen.

Und so begab ich mich auf die Suche nach dem Chor, den ich regelmäßig von meinem Zimmer aus hörte, in der Hoffnung, hier meine musikalischen Kenntnisse einbringen zu können.

Weitere Jugenderinnerungen:
Inhaltsverzeichnis – Lebenserinnerungen – Jugend
Inhaltsverzeichnis – Lebenserinnerungen –Marine

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