Meine Jugend – Marine – Ordnung im Spint (Zeugdienst)

Die am Vormittag erhaltenen Bekleidungsstücke befanden sich noch immer im Seesack.

Nach dem Abendessen wurden wir mit dem Befehl, diese geordnet auf den Kojen auszubreiten, entlassen.

Für mich keine große Herausforderung.

Ich hatte sowohl in meinem Beruf beim Lager aufräumen und gleichermaßen zu Hause seit Kindheit für meine eigene Ordnung gesorgt.

Also packte ich alles in der Reihenfolge der Bekleidungsliste von links beginnend auf meiner Koje aus.

Dadurch konnte ich ebenfalls gleich kontrollieren, ob alles vorhanden war, für das ich bei der hektischen Ausgabe unterschreiben musste.

Meine Stubenkameraden schauten mir einen Moment zu, um dann meinem Beispiel zu folgen.

Daher fand unser Gruppenführer, wider seinen Erwartungen, bei allen einen geordneten Zustand vor.

Somit war es ihm ein Leichtes, uns in aller Ruhe zu erklären und zeigen, wie unser Spind eingeräumt sein muss, um bei einem Alarm auch im Dunkeln die richtigen Bekleidungsstücke in Sekunden zu finden.

Anschließend bekamen wir genaue Anweisungen, unsere Bekleidungsstücke mit Wäscheschildern zu kennzeichnen, die wir über die Wäscherei bestellen könnten.

Neben mir las lediglich ein weiterer auf der Stube dies in unserem Marschbefehl und sich entsprechend vorher welches besorgt.

Nähzeug zum Einnähen hatten wir bekommen und ich ebenfalls vorsorglich von zu Hause mitgebracht.

Als die Sprache auf das Nähen kam, gingen fast alle Augen direkt in meine Richtung, mit einem großen Fragezeichen darin abzulesen.

Dementsprechend wusste ich, dass es mir und auch meinen Kameraden in nächster Zeit kaum jemals langweilig werden würde.

Allerdings hatte ich nicht vor, dies nun für alle auf meiner Stube zu erledigen, sondern ihnen zu zeigen, wie sie es selbst machen können.

Ebenso wie es sich mit dem Bügeln der Uniformteile verhielt, denn ich hatte mein eigenes Bügeleisen in meinem Gepäck.

Ansonsten gab es ein einziges für die komplette Ausbildungsdivision, welches man beim Unteroffizier vom Dienst ausleihen musste.

Zumindest für die Zeitsoldaten wäre es zu teuer gekommen, dies durch die Wäscherei erledigen zu lassen.

Die Wehrpflichtigen bekamen diese Dienstleistung umsonst, aber nur jeden Freitag.

An den restlichen Tagen mussten sie selber für ordentliche Bekleidung sorgen.

Ein weiterer Begriff hielt damit Einzug in unser Leben und zwar „Zeugdienst“, was soviel bedeutete, wie unsere Ausrüstungsgegenstände in Ordnung zu halten.

Weitere Jugenderinnerungen:
Inhaltsverzeichnis – Lebenserinnerungen – Jugend
Inhaltsverzeichnis – Lebenserinnerungen –Marine

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