Meine Jugend – Abschied von meiner Lehrfirma

Nun war es also so weit, dass die Zeit in meiner Lehrfirma zu Ende war und ich musste mir überlegen, wie ich mich von meinen Arbeitskollegen verabschieden möchte.

Nachdem ich nicht wusste, wie die neue Firmenleitung es sah, wenn man innerhalb der Arbeitszeit eine kleine Feier ausrichtet, nahm ich am letzten Arbeitstag Urlaub.

So konnte ich in aller Ruhe im Pausenraum einen großen Berg Brötchen mit Wurst, Schinken, Käse, Gewürzgürkchen belegen.

Unerwarteterweise bekam ich sogar Unterstützung von der mir zu Anfang meiner Lehrzeit nicht unbedingt wohlgesonnen Empfangsdame.

Mit voll belegten Tabletts und einer großen Kaffeekanne besuchte ich dann eine Abteilung nach der anderen.

Dabei achtete ich aber darauf, nirgends länger als 10 – 15 Minuten zu verweilen, um sicher sein zu können, den Arbeitsablauf nicht zu stören.

Kurz vor Mittag hatte ich mich dann von allen Arbeitskollegen verabschiedet und mein Versprechen zurück gelassen, gelegentlich mal etwas von mir hören zu lassen.

Die zum Teil sehr herzlichen Verabschiedungen, vermittelten mir ein Gefühl, dass ich nicht nur einen Arbeitsplatz verlasse, sondern eher ein Teil meines Lebens abschließe.

Immerhin verbrachte ich dort 4 Jahre und wurde von einem unsicheren Jugendlichen zu einem selbstbewussten jungen Mann, der sicher war, dass er jede Aufgabe die sich ihm stellt meistern zu können.

Vollgepackt mit Abschiedsgeschenken ging es nun zurück nach Hause, um alles weitere für meinen Beginn bei der Marine vorzubereiten.

Weitere Jugenderinnerungen:
Inhaltsverzeichnis – Lebenserinnerungen – Jugend

5 Antworten zu “Meine Jugend – Abschied von meiner Lehrfirma

  1. Du warst eben damals schon beliebt ….
    Liebe Grüße von Herz zu Herz!
    M.M.

    Gefällt 1 Person

  2. Ich habe ja leider nie einen „anständigen Lehrberuf“ erlernt, weil ich nach dem Abitur ein Studium angefangen habe nach dem Abschluss dann ins Berufsleben eingetreten bin, insofern kenne ich diese Art von Abschied, wie du ihn nach deiner Lehrzeit hattest, nicht. Wobei man das vielleicht doch mit der Beendigung meiner Studienzeit vergleichen kann, denn ich hatte damals auch das Gefühl, einen Lebensabschnitt hinter mir zu lassen. Wobei ich mein gesamtes Studium immer nebenbei gearbeitet habe – anders hätte ich mich gar nicht finanzieren können und das, obwohl ich Unterhalt von meinen Eltern bekam und in meiner Heimatstadt Hamburg geblieben bin.

    Gefällt 1 Person

Über einen Kommentar freue ich mich (ACHTUNG: Wenn Ihr hier kommentiert, speichert WordPress Eure IP-Adresse und bei Angabe auch Eure E-Mail. Der Antispamdienst Akismet und Gravatar nutzt diese Daten zur Prüfung. )

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.