05.08.2020 – Mittwoch , Tagebuch Teil 2

Ich habe es tatsächlich geschafft und den Einkauf, bevor es nun erneut jenseits 33 Grad Celsius sind, erledigt.

Von den meisten anderen Einkäufern/innen kann man im Großen und Ganzen nichts Negatives sagen.

Aber einige wenig ausnahmen, zumindest die mir auffielen, benehmen sich wie die Wildschweine im tiefsten Urwald.

Keine Anstandsregeln beachtend und weit davon entfernt die coronabedingten Abstandsverordnungen einzuhalten.

Über die meisten gehe ich mit einem Bedauern in den Augen kopfschüttelnd hinweg.

Jedoch der Mann hinter mir an der Kasse entging nur sehr knapp einem körperlichen Verweis von mir.

Wobei die Kassiererin nicht ganz unschuldig daran war.

Ist sie mir doch schon öfters aufgefallen, wegen ihrer Art, um sich herum, Hektik zu verbreiten.

Normalerweise warten die Kassiererinnen immer, bis man alles aufs Band gelegt hat, bevor sie mit dem Einscannen beginnen.

Bei dieser jedoch kam ich kaum nach, meine Einkaufsartikel aufs Band zu legen und im selben Moment waren sie eingescannt.

Der Hintermann, natürlich mit herabgezogener Gesichtsmaske, meinte, sich über meine scheinbare Langsamkeit aufregen zu müssen.

Ich ignorierte ihn zuerst, mit einem gelangweilten Blick und Schulterzucken.

Allerdings als von ihm dann an mein Ohr drang „Man müsste nach vorne kommen und mal kräftig beim Einkaufswagen ausräumen helfen“, wäre ich am liebsten über unsere beiden Wägen gesprungen, um ihm eine schallende Ohrfeige zu versetzen.

Meine Augen sowie die gerunzelte Stirn müssen meine Gedanken verraten haben, denn plötzlich zog er seine Maske wieder hoch und verstummte.

Sogar als ich extrem langsam dann den Zahlungsvorgang abwickelte und umständlich den Kassenbon in meiner Hosentasche verschwinden ließ.

Er zog es sogar vor einen Umweg über den Bäcker, wo er nichts kaufte, ich hatte ihn die ganze Zeit im Auge, zu nehmen, zum Verlassen des Geschäftes.

Wenigstens half mir das Adrenalin, die konstant höher steigende Außentemperatur weitgehendst zu ignorieren, auf dem Weg nach Hause.

2 Antworten zu “05.08.2020 – Mittwoch , Tagebuch Teil 2

  1. Mein Leben ohne Psychopharmaka

    Irgendwie ein Trost zu lesen, dass so ungute Leutln nicht nur in Wien leben.
    Es gibt kaum einen Einkaufstag, wo ich nicht heilfroh bin, wieder zu Hause zu sein, weil ich ständig mit rücksichtslosen und unguten Menschen konfrontiert werde.
    Einmal tippte ich einer Dame auf die Schulter, die mit dem Rücken zu mir stand, und sagte ihr, dass hier Maskenpflicht ist.
    Da schrie die wie eine Furie auf, rannte zum Kassier und sagte dem, dass ich sie geschlagen hätte.
    Der sagte darauf hin, wenn sie nicht sofort eine Maske aufsetzen, dann schmeiss ich sie hinaus.
    Da schrie sie weiter: „das muss ich mir nicht gefallen lassen, Hier wird man geschlagen und angeschrien, das werde ich sofort melden“.
    Aber ich denke Affenhitze und Corona ist wohl für sehr viele Menschen eine Nervenzerreissprobe. Und jeder rastet auf eine andere Art aus.

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