Meine Jugend – Bewerbung bei der Marine

Kurzer Zeit, nachdem ich die Briefe wegen der Möglichkeiten einer der drei Teilstreitkräfte beizutreten verschickt hatte, bekam ich ein kleines Päckchen von der Marine.

Etliche Broschüren und ein Video über die verschiedenen Verwendungsgebiete, vom einfachen Matrosen des Borddienstes bis zum fachlich hochqualifizierten Unteroffizier.

Damit konnte ich mir einen guten Überblick verschaffen, jedoch hoffte ich, bei den anstehenden Beratungsgesprächen, mehr Details zu erfahren.

Ebenso waren bereits die Bewerbungsunterlagen dabei und ein frankierter Briefumschlag, mit dem ich diese ausgefüllt zurücksenden konnte.

Ein gründliches Studium des mir gesandten Materials ergab, dass ich keine weiteren Informationen benötigte für eine Bewerbung.

Somit konnte ich sofort damit beginnen, alles nötigen zu besorgen bzw. zu erledigen.

Dass eine wirkliche Entscheidung erst nach den stattfindenden Einstellungstests an der Marinestammdienststelle erfolgen kann, war mir klar.

Also wollte ich keine Zeit mehr verlieren und schickte die Unterlagen, sofort nach Erhalt der ärztlichen Atteste, ab.

Während ich auf Antwort wartete, klärte ich in meiner Firma ab, wie es ablaufen würde bzw. könnte, ginge ich für länger, als die damals üblichen 18 Monate, zur Bundeswehr.

Kurze Zeit später erhielt ich, zusammen mit der Einladung, ein Ticket für eine Bahnfahrkarte, in das rund 600 km entfernte Wilhelmshaven.

Da ich gut ausgeruht und sowohl geistig als auch körperlich Fit bei der mehrtägigen Prüfung sein wollte, ließ ich mir am Bahnhof die genau Fahrtroute heraussuchen.

Dabei achtete ich besonders darauf, dass alle Umsteigeorte gut beschrieben waren, Ankunfts- und Abfahrtsgleis, Wartezeit, alternativen, falls ich einen Anschluss verpassen sollte.

Außerdem plante ich die Ankunft so, dass ich rechtzeitig vorm Abendessen im Stützpunkt wäre.

Meiner ersten größeren Reise, alleine ohne jemand aus der Familie, bereitete mir ein leicht unruhiges Gefühl im Magen.

Dies legte sich indes relativ schnell, nachdem ich erst einmal im Zug saß.

Für die doch sehr lange Bahnfahrt hatte ich mir belegte Brote, gekochte Eier, Obst und Kaffee in einer Thermoskanne mitgenommen.

Somit gut vorbereitet konnte ich das große Abenteuer starten und bis zur Zielankunft die Reisezeit genießen.

Bei jedem Halt schaute ich, ob mir eventuell bei den einsteigenden Reisenden, jemand auffiele, der danach aussah, dass gleiche Reiseziel zu haben.

Ansonsten genoss ich die Zugfahrt, mit den Vorbeiziehenden, für mich oftmals neuartigen Landschaften.

Ohne gestresst zu sein und voller Tatkraft traf ich, wie geplant, am späten Nachmittag ein, wo wir von Marinesoldaten eingesammelt wurden.

Vor dem Bahnhof warteten Marinebusse auf uns, die nochmal einige Zeit unterwegs waren, bis wir dann endlich am Stützpunkt ankamen.

Weitere Jugenderinnerungen:
Inhaltsverzeichnis – Lebenserinnerungen – Jugend
Inhaltsverzeichnis – Lebenserinnerungen –Marine

Eine Antwort zu “Meine Jugend – Bewerbung bei der Marine

  1. Hach, das weckt gerade Erinnerungen bei mir… 🙂

    Gefällt 1 Person

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