Meine Jugend – Ende der Lehrzeit

Langsam ging es dem Ende meiner Lehrzeit zu, wo die Arbeiten im Einkauf weitgehendst gut durchorganisiert und die Lager aufgeräumt waren.

Meine täglichen Arbeiten liefen demnach wie von alleine, und neues, für mich Interessantes, konnte ich nicht mehr entdecken.

Also blieb nur noch die Vorbereitungen für meine Abschlussprüfung bei der Industrie- und Handelskammer.

Zur besseren Vorbereitung hatte ich mir die Fragebögen für praktische Betriebswirte besorgte und sorgfältig durchgearbeitet.

Denn lieber etwas mehr Wissen haben, als zu wenig vorbereitet sein, war meine Devise.

Zusammen mit ein paar anderen aus meiner Berufsschulklasse, ging es am entsprechend Tag, mit dem Zug, in die knapp 20 km entfernte größere Stadt.

Während die anderen versuchten, ihr Wissen auf Lücken zu überprüfen, genoss ich die Zugfahrt mit der vorbei eilenden schönen Landschaft.

Denn ich wusste damals schon, dass eine gelebte Ruhe und Gelassenheit, ein paar Stunden vor einer Prüfung, eine bessere Gehirnleistung zur Folge hat.

Als einer der ersten konnte ich meine Prüfungsbogen mit ruhigem Gewissen abgeben.

Die anschließende Wartezeit verbrachte ich dann entspannt im Betriebscafé, bei einem Stückchen Kuchen und einer großen Tasse Milchkaffee.

Während ich mir ziemlich sicher war, bestanden zu haben, wurde beim gemeinsamen Mittagessen wild spekuliert, wer noch zur mündlichen Prüfung müsse.

Daher wunderte ich mich entsprechend, als ich auf dieser Liste meinen Namen entdeckte, was mich in eine leichte Nervosität versetze, bis ich den Grund dafür erfuhr.

Die Prüfer waren der Meinung, dass meine fundierten schriftlichen Antworten und die ihnen vorliegenden Unterlagen meiner Ausbildungsfirma, für einen Kaufmannsbrief, anstelle eines Gesellenzeugnisses ausreichten.

Damit hätte ich die Möglichkeit nach 3 – 4 Jahren praktischer Erfahrung, gleich zur Prüfung als praktischer Betriebswirt zugelassen zu werden.

Nur zu gerne stellte ich mich dieser Herausforderung.

Nach über einer Stunde intensiven Befragens der 5 Prüfer jedoch genauso froh, als es vorbei war und ich auch dieses geschafft hatte.

Ohne das gründliche Vorbereiten, was in etwa dem Wissensstand eines Handelsfachschulabschlusses entsprach, hätte ich das meiste kaum beantworten können.

In der Firma, vom Personalchef und meinem direkten Vorgesetzten am nächsten Tag gefragt, meinte ich lediglich, dass es ganz ordentlich gelaufen sei.

Um so überraschter waren alle, als dann das schriftliche Ergebnis eintraf.

Wobei meine Übernahme als Angestellter ja bereits vorher mit dem Firmeninhaber schriftlich festgehalten wurde.

Er hatte sich nicht geirrt in meiner Einschätzung und somit wurde ich direkt nach der Ausbildung zum stellvertretenden Einkaufsleiter.

Weitere Jugenderinnerungen:
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5 Antworten zu “Meine Jugend – Ende der Lehrzeit

  1. Super Leistung – Herzlichen Glückwunsch nachträglich 👍

    Gefällt 1 Person

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