Meine Jugend – Mein Kleinkraftrad

Nachdem langsam mein 16. Geburtstag näherkam, wurde mein Wunsch nach einem Kleinkraftrad aktuell.

Wie bereits mein Vater so entschied ich mich für ein Zündapp und wollte natürlich das größtmögliche, eine KS 50 Super Sport Cross, die ich in meinem Alter fahren durfte.

Die dazu nötige Führerscheinprüfung war eine reine Formsache, da ich kurz zuvor mit meiner Mutter zusammen für ihre Autoführerscheinprüfung gelernt hatte.

Ich brauchte bloß die Mindestzahl der theoretischen Stunden in der Fahrschule absitzen, um mich zur offiziellen Prüfung anzumelden, sodass ich am Tag nach meinem Geburtstag meinen Führerschein abholen konnte.

Die damals nicht notwendige praktische Prüfung ersetzte mein Vater, der sich regelmäßig samstags ein Kleinkraftrad auslieh und mit mir auf den Örtlichen ADAC-Übungsplatz ging.

Dort zeigte er mir aus seiner langjährigen Erfahrung, wie man brenzlige Situationen meistert, aber ebenso einen vernünftigen defensiven Fahrstil im normalen Alltagsstraßenverkehr.

Welchen beachtlichen Vorteil ich dadurch hatte, zeigte eindeutig, dass ich während der ganzen Jahre nur einen Unfall hatte und der war unverschuldet.

Mein neues Fortbewegungsmittelkam schon einige Zeit vor der Führerscheinprüfung beim Händler an.

Nachdem ich einiges an technischer Erfahrung, bei der Hilfe meines Vaters Moped, sammeln konnte, erlaubte der Zweiradmeister mir, die gewünschten Änderungen selbst vorzunehmen.

Unter anderem einen Motocross Hochlenker, verlängerte Rückenlehne, verstärkte Bremsen, Sturzbügel, schnellere Rennübersetzung, zusätzliche höhere Spiegel auf beiden Seiten.

Anschließend erfolgt von ihm, als TÜV-Sachverständiger, die technische Abnahme.

Für das erste Austesten, meines zum Easy Rider modifizierten Gefährtes, musste ich allerdings warten, bis ich meinen Führerschein vorzeigen konnte.

Vorher war er nicht bereit gewesen, mir die Schlüssel dafür auszuhändigen.

Mein Kleinkraftrad (Leider kein Bild meiner Maschine, kommt aber auch von der Farbe sehr Nahe)

Mir kam es weniger auf die Erhöhung der Geschwindigkeit an, sondern ich wollte meine langen Beine gemütlich unterbringen.

Deswegen saß ich meistens, wenn ich alleine fuhr, auf dem Soziussitzplatz gemütlich an die Rückenlehne gelehnt.

Mit einem Handgriff konnte ich den Lenker nach hinten klappen und damit die Maschine unter Kontrolle halten.

Die seitlichen, offenen, Motorschutzbügel, dienten mir mehr als einmal zur Steigerung meiner Bequemlichkeit, indem ich meine Füße darauf ablegte.

Um die Freiheit richtig genießen zu können hatte ich mir einen leichten Römerhelm gekauft, der lediglich bis zu den Ohren reichte und mit einem Kinnriemen befestigt war.

Nur bei starkem Wind, Regen oder Schneetreiben benutzte ich die dazugehörige Schutzbrille.

Römer Halbschalenhelm

Weitere Jugenderinnerungen:
Inhaltsverzeichnis – Lebenserinnerungen – Jugend

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