Meine Jugend – neue Mobilität

In den ersten beiden Jahren meiner Lehrzeit legte ich die Strecke zur Arbeit und wieder nach Hause überwiegend zu Fuß zurück.

Die nächste Bushaltestelle lag zu weit entfernt, um den Preis der Fahrt für mich zu rechtfertigen.

Ich war es sowieso gewohnt notwendigen Erledigungen oder Besuche bei Freunden, Bekannten, Verwandten ohne technische Hilfsmittel zu machen.

Was meine Bewegungsfreiheit auf 10 – 15 Kilometer meistens beschränkte.

Bei guten Wetterbedingungen oder wenn ich Stadtdienst hatte, konnte ich ein Klappfahrrad benutzen, welches allerdings über keine Gangschaltung oder Rücktritt verfügt.

Dadurch war es zwar schneller, aber leicht anstrengender, als wäre ich die Strecke gelaufen.

Das änderte sich dann im dritten Lehrjahr zu meinen Gunsten, denn da ging das Mofa meiner Schwester in meinen Besitz über.

Da ich dies von Anfang an gut in Schuss hielt, weil sie sich um nichts kümmerte, war ich bereit es zu übernehmen, als sie es nicht mehr haben wollte.

Mit Übernehmen war gemeint, es ihr abzukaufen, auf die Idee, mir etwas zu schenken, wäre sie nie gekommen.

Und sicherlich hätte ich es als ein Geschenk auch nur ungern angenommen.

Nachdem ich gute 20 cm größer war als sie, und nicht wie ein Affe auf dem Schleifstein auf diesem kleinen Ding, ein DKW Mini Mofa, sitzen wollte, musste ich einige Umbauten vornehmen.

Das erste war also eine Lenker- und Sattelverlängerung, und um das zusätzliche Gewicht auszugleichen, eine kleine Poweraufrüstung des Motors.

Neue stärkere Bremsen und zwei lange Spiegel rundeten das Ganze ab.

Zum Glück hatte ich schon von klein auf meinem Vater helfen dürfen, seine Motorräder zu reparieren und zu warten, was mir diese Arbeiten deutlich erleichterten.

Mofa 
Mit diesem neuen Gefährt, das immerhin gute 25 Stundenkilometer, auf gerader Strecke, schnell war, konnte ich ebenfalls mein Lebensumfeld, in meiner Freizeit, auf rund 30 km ausdehnen.

Sicher hätte ich auch größere und weiter entfernt liegende Städte erreicht.

Ich begnügte mich jedoch mit den kleineren und den im Nahbereich liegenden Dörfern im Odenwald mit seinen schönen Tälern.

Weitere Jugenderinnerungen:
Inhaltsverzeichnis – Lebenserinnerungen – Jugend

8 Antworten zu “Meine Jugend – neue Mobilität

  1. Schickes Teil. Und Du warst sicher vorn dabei.

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  2. Sieht super aus, und die Farbe gefällt mir!!!
    Wir wünschen dir ein schönes Wochenende, lieber Dieter, bleib gesund und liebe Grüße
    Monika und Mimi.

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  3. an die dinger erinnere ich mich auch noch. offiziell fahren durfte ich sie aber nie, weil ich ja schon immer sehbehindert war. aber erinnerungen rufst du damit auf alle fälle wach…

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