Meine Jugend – Lehrzeit – Personalabteilung Teil 2

Nach dem Zwischenfall mit dem Firmeninhaber verlief die weitere Zeit in der Personalabteilung relativ ruhig.

Das einzige wirklich noch erwähnenswerte war, dass für alle kaufmännischen Angestellten, das Gehalt nicht mehr in Bar, sondern auf ein Bankkonto gezahlt wurde.

Eine größere Entlastung für den Personalchef, der bloß noch das Urlaubsgeld zusätzlich überweisen lassen musste.

Oder wenn es eine Gehaltserhöhung gab, die Daueraufträge anzupassen.

Wobei die eigentliche Arbeit in der Buchhaltungsabteilung erfolgt und er lediglich eine schriftliche Meldung dorthin brachte.

Das Weihnachtsgeld gab es Nach wie vor vom Firmeninhaber bei der Weihnachtsfeier in Bar per Briefumschlag und einem kleinen Geschenk.

Ich hatte nun einen guten Überblick bekommen, was es an Routinearbeiten im Personalbereich eines mittelständigen Unternehmens gab.

Wo es möglich war, den einen oder anderen Ablauf zu optimieren, tat ich das, mit Einverständnis des Personalchefs.

Wegen meiner zuvor in Eigeninitiative geleisteten Arbeit für die Lehrlinge, wurde ich, nicht gerade überraschend, von der Gewerkschaft als Jugendvertreter der Lehrlinge zur Wahl aufgestellt und einstimmig gewählt.

Dadurch gelang es mir ebenfalls für die handwerklichen Lehrlinge einige Änderungen durchzusetzen.

Unter anderem bekamen sie einen Lohnzuschlag, zur Reinigung ihrer, beruflich bedingten, stärker verschmutzten Bekleidung.

Mit dem Wechsel der Bezeichnung von Lehrling auf Auszubildende (Azubis) änderte sich gleichfalls grundlegendes in der Ausbildungsverordnung der Industrie- und Handelskammer.

Bisher wurde zum Abschluss der Ausbildung, pro Abteilung, ein Tätigkeitsbericht, in Form eines Aufsatzes, gefordert.

Nun mussten zusätzliche Tagesberichte in Kurzform mit eingereicht werden.

Natürlich hatte keiner mehr im Kopf, was er vor Monaten irgendwo im Betrieb im einzelnen tat.

Meine, vom ersten Tag an gemachten, Notizen über die einzelnen Tätigkeiten, konnten daher die meisten der kaufmännischen Auszubildenden gut gebrauchen.

Mir kam es fast so vor, als würde der Personalchef mich nur widerwillig in die nächste Abteilung abgeben wollen.

Mehr als einmal hörte ich ihn laut fluchen, über seinen nächsten Ausgebildeten, der ohne direkte Anweisung scheinbar nichts alleine tat.

Weitere Jugenderinnerungen:
Inhaltsverzeichnis – Lebenserinnerungen – Jugend
Inhaltsverzeichnis – Lebenserinnerungen – Jugend – Schule/Ausbildung
Inhaltsverzeichnis – Lebenserinnerungen – Berufsleben

Über einen Kommentar freue ich mich (ACHTUNG: Wenn Ihr hier kommentiert, speichert WordPress Eure IP-Adresse und bei Angabe auch Eure E-Mail. Der Antispamdienst Akismet und Gravatar nutzt diese Daten zur Prüfung. )

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.