Meine Jugend – Lehrzeit – Personalabteilung Teil 1

Mit leicht unruhigem Gefühl in der Magengegend trat ich meine Tätigkeit im nächsten Ausbildungsbereich, der Personalabteilung, an.

Denn ich hatte bereits einiges von dem Abteilungsleiter gehört, der ein sehr straffes Regiment zu führen gewohnt war und ich grundsätzlich Probleme mit zu viel Autorität hatte.

Aber nicht nur, dass ich dort ein sehr vielfältiges Aufgabenspektrum vorfand, verstand ich mich auf Anhieb ausgesprochen gut mit dem Personalchef.

Er nahm sich viel Zeit für mich, um mir alle meine Fragen zu beantworten.

Und freute sich, wie mir schien, über jede Tätigkeit, die er mir selbstständig übergeben, oder mit mir gemeinsam erledigen konnte.

So wurden dort zum Beispiel noch jeden Tag die Stechkarten für die Arbeiter mit Hand bearbeitet, um die Akkordzulagen zu berechnen.

Was nicht nur einen erheblichen Zeitaufwand darstellte, sondern immer innerhalb kürzester Zeit fertiggestellt sein musste.

Bereits nach einem Monat war ich in der Lage, ihm einen Teil dieser Tätigkeit dabei abzunehmen.

Zwar prüfte er zu Beginn noch meine Arbeiten nach, vertraute mir aber rasch, da er keine Fehler fand.

Bald schon machten wir sogar einen kleinen Wettbewerb daraus, wer wohl schneller mit seinen Karten und Listen fertig würde.

Was mich am meisten begeisterte, war, dass er für jeden Verbesserungsvorschlag ein offenes Ohr hatte.

Dies beflügelte mich noch mehr, nach kleinen Optimierungsmöglichkeiten Ausschau zu halten.

Bereits in den vorangegangenen Abteilungen war mir aufgefallen, dass mit ein paar kleinen Änderungen, vieles schneller und einfacher zu erledigen wäre.

Doch keiner der darauf angesprochenen Abteilungsleiter hatte Interesse an meinen Ideen gezeigt.

Wie sollte ein Lehrling, der nicht von der Handelsfachschule kommt und außerdem so jung ist, im ersten Lehrjahr mehr wissen als sie.

Zumindest erschien es mir so, dass dies die überwiegende Meinung wäre.

Recht schnell wurden der Personalchef und ich, ein richtig gut eingespieltes Team.

Ich fühlte mich mehr als sein Assistent, der noch in die eine oder andere Aufgabe eingearbeitet werden muss.

Das erste Mal hätte ich mir vorstellen können, in dieser Abteilung später zu arbeiten.

Allerdings kam es in dieser Zeit zu einem Vorfall, der mich befürchten ließ, meine Lehrzeit in dieser Firma vielleicht nicht zu Ende bringen zu können.

Weitere Jugenderinnerungen:
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2 Antworten zu “Meine Jugend – Lehrzeit – Personalabteilung Teil 1

  1. Das nennt man einen Cliffhanger! Jetzt bin ich echt gespannt auf die Fortsetzung.
    Liebe Grüße
    Monika und Mimi.

    Gefällt 1 Person

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