Meine Jugend – Lehrzeit – Versandabteilung

Leider waren die drei letzten Ausbildungsabteilungen weniger interessant für mich gewesen.

Wohl aber nötig, um ein umfassendes Wissen im kaufmännischen Bereich zu erhalten.

Zumindest hakte ich diese Zeit unter diesem Gesichtspunkt ab und starte mit neuem Elan, nach meinem Sommerurlaub, in der Versandabteilung.

Bereits auf den ersten Blick erkannte ich, dass es hier weniger um kaufmännische Schreibtischarbeit geht, sondern darum die Waren zu verpacken und auszuliefern.

Eine kleine Abteilung, die in Export, Spedition und Post aufgeteilt wie ein Uhrwerk ablief.

Aus dem Lager kamen die Bestellungen über ein Rollband an, wurden vom Abteilungsleiter auf Vollständigkeit geprüft und den jeweiligen Teilbereichen zugeordnet.

Bevor ich selbstständig in einer der Bereich mitarbeiten konnte, musste ich erst lernen, die einzelnen Verpackungseinheiten den jeweiligen Warenmengen zuzuordnen.

Die meiste Arbeit war im normalen Postversand und so wurde ich dort entsprechend zur Unterstützung eingeteilt.

Zuvor jedoch erhielt ich einen Tag lang eine gründliche Einweisung durch den Leiter der Abteilung.

Danach fing ich langsam und noch etwas unsicher an, die ersten Päckchen zu packen, unter dem wachsamen Blick einer älteren Angestellten.

Wobei älter für mich jede Person über 40 war, zu dieser Zeit.

Nachdem diese Frau erkannte, dass ich sowohl gründlich und mit sorgfältig an meine Arbeit ging, durfte ich ab der zweiten Woche voll mitarbeiten.

Meine erste Aufgabe am Morgen, bevor die Waren aus dem Lager kamen, bestand darin, einen Vorrat an Verpackungen zu falten und zu heften.

Dadurch wurde später der weitere Ablauf nicht immer dadurch unterbrochen, denn wenn es erst einmal losging, war es fast Akkordarbeit.

Das Lager versuchte immer das Band voll zu halten und wir es möglichst rasch zu leeren, um eine kleine Verschnaufpause einlegen zu können.

Es war auf Dauer anstrengend, einen nicht zu großen oder kleinen Karton auszuwählen, um die Portokosten so gering wie möglich zu halten.

Darin die Teile ordentlich zu verstauen, den Adressaufkleber mit der Schreibmaschine zu schreiben und aufzukleben, bevor das Ganze zugeklebt wurde.

Zum Schluss mit der Maschine frankieren und bereitstellen für den Abtransport.

Dies musste für die Tagesbestellungen bis 15 Uhr erledigt sein, dann begann das Einladen in den LKW, für den Transport zum Hauptpostamt.

Im ersten Monat merkte ich noch abends deutlich, welche ungewohnte körperliche Anstrengung diese Arbeit bedeutete.

Wobei ich, anders als die ältere Versandmitarbeiterin auch bei der Beladung unseres Transporters behilflich war.

Zwar waren dies lediglich Päckchen und Pakete bis maximal 10 Kg, aber bei einigen hundert pro Tag, machte sich dies schon bemerkbar.

Im zweiten Monat begann ich bereits die Suche nach weiteren interessanteren Aufgaben, die mich bis ins Lager und zur Warenzusammenstellung führen sollten.

Bedauerlicherweise bekam ich nur einen sehr kurzen oberflächlichen Blick in den Exportbereich, die dortige Sachbearbeiterin wurstelte lieber alleine vor sich hin.

Bei den großen Paketen, musste ich feststellen, dass dort ein ganz anderes System zum Einräumen benutzt wurde und relativ viel an Füllmaterial Verwendung fand.

Insgesamt bekam ich einen guten Einblick, in alle Abläufe, die bei der Auslieferung anfallen, jedoch konnte ich mir diese Tätigkeit nicht auf Dauer vorstellen.

Gespannt sah ich dem nächsten Ausbildungsbereich, der Personalabteilung, entgegen.

Weitere Jugenderinnerungen:
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