Meine Jugend – Die Band – Teil 4 (der lange Weg)

Nach diesem optimistischen Gespräch mit meinem Musiklehrer und ich sowieso kein Freund langen Grübelns war, entschloss ich mich, diese Herausforderung anzunehmen.

Allerdings nicht, ohne gleich zu Beginn klar zu stellen, dass entweder nach meinen Regeln gespielt wird, oder eben ohne mich.

Ein paar Tage später kam dann der Anruf, mit dem nächsten Probentermin und der Zusage, vom Sponsor abgeholt zu werden.

Meine Vorschläge und Vorstellungen, wie diese Abende verlaufen sollten, wurden von allen Beteiligten zustimmend akzeptiert.

Und so verlief die Probe für alle, wie es mir schien, dementsprechend zufriedenstellend.

Die nächsten Monate wuchsen wir langsam aber beständig zu einer recht guten Band zusammen.

Auch ohne eigene Songs, entwickelten wir doch sehr bald einen persönlichen musikalischen Charakter, der uns von einer üblichen Tingel-Tangel-Band unterschied.

Mit einer Brise Swing, Jazz und Blues, ließen sich aus dem lahmsten Schlager etwas völlig Neues erschaffen.

Damit kreierten wir unseren eigenen kleinen Big-Band-Sound.

Um allen gerecht zu werden, achtete ich stets darauf, dass jeder mindestens einen Solopart am Abend hatte.

Also keiner mehr und keiner weniger, was ebenfalls für mich galt.

Dem Bandleader wollte ich seine Position nicht streitig machen, da er und alle anderen im gleichen Ort wohnten und ich ja nur zu unseren Treffen da war.

Aber als musikalischer Leiter, als der ich von allen anerkannt wurde, gab es natürlich Situation, wo ich um ein Machtwort nicht herum kam.

Sei es, dass sich jemand benachteiligt fühlte und eigenmächtig aus der Reihe tanzte.

Oder, dass einer das Üben vernachlässigte und damit den Fortschritt behinderte.

Die meisten Probleme hatte ich mit den Gitarristen, da ich selbst dieses Instrument nicht spielen konnte.

Daher musste ich mich selber ein bisschen in die Thematik einarbeiten und zumindest ein paar einfache Griffe lernen.

Ein knappes halbes Jahr später, waren wir dann, mit einem entsprechenden Repertoire ausgestattet, um eine Tanzveranstaltung, ohne viele Songwiederholungen, gestalten zu können.

In dieser Zeit nutzte ich, wenn nötig, gerne die Hilfe meines Lehrers und hielt ihn regelmäßig auf dem Laufenden, wie ich mit der Band vorankam.

Weitere Jugenderinnerungen:
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2 Antworten zu “Meine Jugend – Die Band – Teil 4 (der lange Weg)

  1. Swing, Jazz und Blues, diese Kombination hört sich spannend an.

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