Meine Jugend – Lehrzeit – Buchhaltungsabteilung

Bis auf die hektischen Tage an den Monatsenden, wenn die Mahnungen hinaus mussten, verlief jeder Tag im gleichen Rhythmus.

Jedenfalls kam mir dies so vor.

Daher war ich stets am Beobachten dessen, was die anderen taten, um nichts zu verpassen, was interessant sein könnte für mich.

Wollte ich doch soviel wie möglich aus jedem meiner Ausbildungsbereiche lernen.

Außerdem verging der Arbeitstag dadurch wie im Flug.

Nicht nur einmal schaute deshalb meine mich betreuende Sachbearbeiterin verzweifelt gen Himmel, wenn ich mal wieder neben ihr stand und nach Arbeit fragte.

Wenn ich jedoch Fragen hatte, nahm sie sich jedes Mal viel Zeit, um mir alles genauestens zu erklären.

Ihre Kollegin allerdings freute sich, soviel wie möglich, ihrer Routinearbeiten, an mich abgeben zu können.

Denn umso mehr Zeit blieb ihr, sich mit ihrer Freundin, aus der Vertriebsabteilung zu unterhalten.

Dass sie damit weder den dortigen Leiter der Abteilung, noch unseren Personalchef erfreute, war letztendlich nicht meine Sorge.

Da aber dies noch nicht ausreichte, meinen Arbeitseifer zu befriedigen, wurde mir erlaubt, bei der Vorkontierung und Zusammenstellung der dafür nötigen Unterlagen, mitzuhelfen.

Was mir ein Wissen vermittelte, mit dem ich imstande war, helfend einzuspringen, als eines Tages der Maschinenbuchhalter wegen Krankheit ausfiel.

Lediglich beim Einspannen und Justieren des Buchungsjournals in die Maschine musste mir geholfen werden.

Beim abendlichen Kontenabstimmen kamen zu Beginn kleinere Zahlendreher bei den Pfennigen vor.

Was den anderen ebenso schon mal passierte, wie mir der Abteilungsleiter insgeheim verriet.

Als der Buchhalter gesund zur Arbeit zurückkam, war er mehr als überrascht, wie er seinen Arbeitsplatz vorfand.

Da lag nicht ein Berg offener Arbeiten, welchen er durch Überstunden aufarbeiten müsste.

Die in diese Wochen fallende Stadtwoche verschob ich auf den kommenden Monat, was sich später als eine gute Idee herausstellen sollte.

So wurden insgesamt der Aufenthalt in der Buchhaltung interessant und abwechslungsreich.

Aber nach 6 Monaten drängte es mich die weiteren Ausbildungsplätze kennenzulernen.

Irgendwie hatte ich das Gefühl, dort nicht mehr viel Neues zu entdecken.

Weitere Jugenderinnerungen:
Inhaltsverzeichnis – Lebenserinnerungen – Jugend
Inhaltsverzeichnis – Lebenserinnerungen – Jugend – Schule/Ausbildung
Inhaltsverzeichnis – Lebenserinnerungen – Berufsleben

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