Meine Jugend – Schulzeit – letzte Klasse / letztes Schuljahr

Wie jedes Schuljahr begann dieses damit, dass wir unsere neuen Schulbücher erhielten.

Es waren meistens gebrauchte der Vorjahresklasse und man konnte an dem Ein-/Ausgangsstempel sehen, wer diese alles vorher hatte.

So kam es vor, dass ein Buch bereits von einem Elternteil eines Mitschülers benutzt wurde, was oft zu interessanten kleinen Neckereien führte.

Meine Eltern waren beide in anderen Städten zur Schule gegangen, sodass mir dies nie passierte.

Ich hatte höchstens das fragwürdige Vergnügen, ein Schulbuch meiner Schwester zu ergattern.

Die erste Woche verlief meist damit, dass wir einen groben Überblick darüber bekamen, was als Schwerpunkt zum Lernen vorgesehen war.

In diesem Schuljahr betraf dies jedoch nur das erste Halbjahr.

Danach kam bloß ein großes Fragezeichen mit dem Hinweis „Hinführung zur Arbeit“.

Auch unser noch junger Lehrer konnte uns nicht sagen, was damit gemeint sei, und so machten wir uns gemeinsam auf ein spannendes Abschlussjahr gefasst.

Wobei ansonsten alles wie üblich in gewohnten, zumindest für mich, eintönige Bahnen verlief.

Außer dass ich in diesem Jahr nicht den Vorteil hatte, durch die Schulunterlagen meiner Schwester zu wissen, was an Lehrstoff auf mich zukommt.

Sie war ein Jahr zuvor auf eine Handelsfachschule gewechselt.

Die sie nach kurzer Zeit abbrach, um doch noch oder besser gesagt, wenigstens ihren Hauptschulabschluss zu bekommen.

Für mich war diese Option auf eine Fachschule zu wechseln, da es in meiner Stadt keine für den technischen Bereich gab.

Außerdem hatte ich keine Lust und Geld, jeden Tag 30 Minuten mit der Bahn nach Darmstadt zu fahren.

Dort hätte ich Auswählen können zwischen Technikerfachschule oder Konservatorium.

Aber ich wollte endlich Geld verdienen und auf eigenen Beinen stehen, wobei dies immerhin weitere drei Jahre 1 Tag Berufsschule bedeutete.

Weitere Jugenderinnerungen:

Inhaltsverzeichnis – Lebenserinnerungen – Jugend

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