Meine Kindheit – der zweite Musiklehrer – Teil 2

Das erste, was ich bei dem neuen Musiklehrer lernen musste, war, dass die Noten exakt einzuhalten sind und zwar so, wie sie auf dem Papier stehen.

Als Hilfe bekam ich einen Taktzähler (Metronom) von ihm mit nach Hause und Übungsstücke, die ich ohne Musikinstrument, nur taktmäßig durcharbeiten sollte.

Taktzähler (Metronom)

So etwas hatte ich bisher noch nie gemacht, zwar schon mal im Fernseher gesehen, und dabei als lustiger Scherz betrachtet.

Aber nun saß ich selbst am Küchentisch und sang laut Noten vor, mit einem Metronom vor der Nase und wippendem Fuß, um ein Gefühl für den Takt zu bekommen.

Die ersten Male war es mir noch etwas peinlich, ausschließlich per Stimme, diese Musikstücke vorzutragen, wie z.b. da da da daaaa pause da da da daaaa.

Wobei auch die Pausen laut genau ausgezählt werden mussten.

Etwas störend empfand ich es ebenfalls, dass meistens einige der anderen Schüler mit in dem Übungsraum befanden.

Schon nach wenigen Tagen fühlte es sich irgendwie gut an, die Musik auf diese neue Art und Weise zu verstehen bzw. zu begreifen.

Natürlich konnte ich mich nicht zurückhalten, diese neuen Erkenntnisse, zumindest alleine Zuhause, auf dem Saxophon zu erproben.

Und daher war es für mich kein großes Problem, nach den ersten Unterrichtsstunden, mein Können, auf meinem Instrument zu präsentieren.

Da ich gleich zu Beginn sagte, dass ich nicht vorhabe in der Stadtkapelle aktiv mitzuspielen, wurde das Programm meiner Übungsstücke daraufhin abgestimmt.

Nun hatte ich überwiegend schwierigere Partitionen aus einer Kombination klassischer und moderner Musik zu erlernen, was für mich eine neue Herausforderung mit viel Spaß bedeutete.

Um ein Gefühl für das Zusammenspiel mehrerer Instrumente zu bekommen, spielte der Stadtkapellmeister teilweise auf seiner Trompete mit mir zusammen, wenn ich das entsprechende Musikstück alleine gut genug, nach seiner Meinung, konnte.

Weitere Kindheitserinnerungen:
Inhaltsverzeichnis – Lebenserinnerungen – Musik

Inhaltsverzeichnis – Lebenserinnerungen – Kindheit

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