Meine Kindheit – mein erstes Musikinstrument – Teil 1

Wie vieles in meinem Leben, kam auch mein erstes Musikinstrument auf mich zu, ohne dass ich danach suchte.

Meine Schwester wollte eines Tages unbedingt ein Akkordeon.

Ihre beste Freundin hatte eines und war damit in einem Musikverein, wo meine Schwester, ohne Instrument nicht mit hingehen konnte.

Außerdem meinte sie, dass dadurch ihre Note im Musikfach auf eine 1 steigen würde, was aber nur zugetroffen wäre, hätte sie wirklich gelernt, es zu spielen.

Bei nächster Gelegenheit erkundigte sich mein Vater, was denn ein entsprechendes Akkordeon kostet, es musste natürlich ein neues von „Hohner“ sein.

Ein anderes hätte meine Schwester nicht akzeptiert.

Darüber wie das Ganze bezahlt wird, machte sie sich keine Gedanken, das würden die Eltern schon irgendwie hinbekommen.

Also gingen wir, die gesamte Familie, am folgenden Samstag ins örtliche Musikgeschäft.

Mein Vater meinte dort, ich solle mich ruhig umsehen, ob es vielleicht auch für mich ein Musikinstrument gäbe, das mich interessieren würde.

Während ein passendes Kinderakkordeon für meine Schwester ausgesucht wurde, stöberte ich so durch das Geschäft um alles, was es da gab, anzusehen, jedoch ohne etwas Bestimmtes zu suchen.

Die Gitarren waren mir zu gewöhnlich, Klaviere zu groß für die kleine Wohnung, Schlagzeug schon interessant, aber das hätte ebenfalls zu viel Platz benötigt.

Geige, Bass und die anderen Saiteninstrumente fand ich gleichfalls uninteressant.

Ebenso waren die Blasinstrumente (Trompete, Posaune, Klarinette, Querflöte, etc.) irgendwie nicht so sehr ansprechend für mich.

Bis ich ein seltsam gebogenes Instrument sah, das im Schaufenster stand und golden schimmerte.

Wenn ich schon von der Form begeistert war, so faszinierten mich noch mehr die Töne, die der Verkäufer diesem Instrument entlocken konnte.

Das musste es sein, dachte ich mir, nur leider fehlte uns das Geld für ein neues Saxophon.

Nachdem der Verkäufer allerdings meine strahlenden Augen gesehen hatte, meinte er, dass er etwas sehr günstiges für mich habe, das zumindest für den Anfang ausreichend wäre.

Und so bekam ich ein altes, leicht zerbeultes silbernes Es-Alt-Saxophon, welches von einem amerikanischen Soldaten in Zahlung gegeben worden war.

Bevor ich dies benutzen konnte, musste es jedoch gründlich aufgearbeitet werden.

Aber da würde der Verkäufer, der Inhaber des Geschäftes, selbst Musiker und gelernter Instrumentenbauer, mir helfend zur Seite stehen, versprach er.

altes-Es-Alt-Saxophon-Silber

Weitere Kindheitserinnerungen:
Inhaltsverzeichnis – Lebenserinnerungen – Musik
Inhaltsverzeichnis – Lebenserinnerungen – Kindheit

6 Antworten zu “Meine Kindheit – mein erstes Musikinstrument – Teil 1

  1. Oha was sagten denn die Nachbarn zu der musikalischen Untermalung?

    Gefällt 2 Personen

    • Soweit ich mich erinnere hatte sich nie jemand beschwerd.
      Wobei ich zu Anfangs meist ein Staubtuch in den Trichter steckte und später hatte ich einen Schalldämpfer dafür.
      Das hat mir auch mein Hund Freddy gedankt, nachdem er beim ersten Versuch ohne Schalldämpfung Ruckzuck unterm Sofa verschwunden war. 😀

      Gefällt 3 Personen

  2. Saxophon ist ein schönes Instrument, Dieter, klasse, daß du es spielen kannst. Ich kann nur Blockflöte, aber das recht gut. Und mein Sohn hat sich mal an Dudelsack gewagt, die ersten Übungen zuhause waren ein voller Lacherfolg von meiner Seite, hihihi, das hört sich „göttlich“ an, wenn man dem Instrument unbedarft die ersten Töne entlockt!
    Liebe Grüße
    Monika und Mimi.

    Gefällt 2 Personen

  3. Schön wenn man ein musikalisches Talent hat.
    Mir ist das leider nicht gegeben. Ich spielte gerne auf meiner Bontempi Orgel. Jedoch ohne das irgendjemand jemals ein Lied erkennen konnte 😥

    Gefällt 1 Person

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