Freddy Teil 2 – das kleine Schlitzohr geht alleine nach Hause

Die ersten Wochen mit meinem Hund Freddy verliefen sehr aufregend denn jeder Tag brachte neues/unbekanntes für mich und wohl auch Freddy.

So mussten wir beide uns erst einmal daran gewöhnen wer das sagen hatte – meistens ich (dachte ich zumindest) und manchmal ließ ich jedoch auch Freddy seinen Kopf durchgehen, denn er sollte ja nicht ein stumpfsinnig neben mir her trottender dressiertes etwas sein sondern seinen eigen Kopf und Charakter haben.

Für einen kleinen Jungen der noch nie einen eigen Hund hatte eine recht große Herausforderung und auch Verantwortung denn Freddy würde mal ein großer kräftiger Schäferhund Mischling werden wie mir mein Vater gleich zu Beginn sagte.

Aber sehr rasch hatten wir eine gute Basis gefunden denn Freddy war schlau und gelehrig so dass die meisten der Grundkommandos die notwendig waren um zusammen einigermaßen zurecht zu kommen schon nach 1 –- 2 maligem Gebrauch von ihm ordentlich ausgeführt wurden (wenn er Lust dazu hatte).

Nicht immer jedoch sah er wohl das eine oder andere Kommando ein wie man aus der Nachfolgenden Geschichte erkennen kann.

Nach einigen Wochen in dehnen Freddy ganz schön gewachsen war dachte ich es wäre Zeit mal einen größeren Ausflug in einen Nahe gelegenen wilden Park zu machen so das er sich mal so richtig austoben könne.

Also zogen wir nachdem ich meine Hausarbeiten für die Schule fertig hatte los – wie immer bisher Freddy ordentlich an der Leine laufend.

Zum richtigen toben und erkunden des verwilderten Parks wollte ich ihn jedoch von der Leine lassen da ich fest der Meinung war das er immer zu mir kommt wenn ich ihn rufe was ja bei den bisherigen Versuchen auch sehr gut klappte.

Dort angekommen liefen wir erst einmal etwas zusammen mit Leine durch die Wiesen und Büschen was Freddy sichtlich Spaß machte wobei er sich immer wieder mit der Leine verhedderte so das ich Beschloss ihn loszulassen.

In der nächsten Stunde toten wir dann auch ausgelassen durch den Park und Freddy kam immer gleich wenn ich nach ihm rief.

Doch urplötzlich war Freddy verschwunden und ich konnte soviel Rufen wie ich wollte er tauchte einfach nicht auf.

Ich durchsuchte einige Zeit den kompletten Park und kroch dabei auch durch fast jede Hecke unter der er sich vielleicht versteckt haben könnte.

Nach einer mir endlos erschienen Zeit machte ich mich langsam auf den Heimweg und überlegte ob meine Eltern wüssten was wir noch machen könnten um Freddy zu suchen.

Keinen Moment dachte ich darüber nach das ich bestimmt Ärger bekommen würde weil Freddy mir weggelaufen ist denn viel wichtiger war den kleinen Kerl wieder in Sicherheit zu wissen für mich.

Zuhause angekommen war meine Mutter schon zurück von der Arbeit und bereits in der Küche am Vorbereiten des Abendessens denn es war wirklich bereits der ganze Nachmittag vergangen.

Gerade als ich meiner Mutter beichten wollte das ich nicht wüsste wo Freddy abgeblieben war schaute zwischen ihren Beinen eine vorwitzige Fellnase hervor und legte nur kurz den Kopf etwas schief als ich ihn rief bevor er ganz unschuldig Blickend auf mich zu trottete so als wenn nichts gewesen wäre.

Ich konnte ihm natürlich nicht böse sein, denn eigentlich fand ich es toll das er ohne Probleme nach hause gefunden hat nachdem wir ja das erste mal etwas weiter weg waren in einer für ihn fremden Gegend, aber versuchte ihm doch klar zu machen das er etwas falsches gemacht hat mich so alleine zu lassen.

Er saß dann auch ganz Schuldbewusst mit geknickten Ohren vor mir bis ich ihn tröstenden in die Arme nahm.

Das war aber auch das erste und einzige Mal das er sich alleine auf den Weg machte sondern das nächste mal als er keine Lust mehr hatte drehte er sich einfach Richtung Heimweg und schaute auffordern über die Schulter so als wenn er sagen wollte „„Na komm“, wir gehen nach Hause“.

Fortsetzung folgt……

zu den vorhergehenden Teilen der Erlebnisse mit Freddy:
https://dieka56welt.wordpress.com/2015/08/01/index-erlebnisse-erster-hund-freddy-19348274/

 

2 Antworten zu “Freddy Teil 2 – das kleine Schlitzohr geht alleine nach Hause

  1. Mein liebster Dieter

    Der kleine Freddy hat offensichtlich schon damals eine gesunde Portion Selbstbewusstsein gehabt.
    Denn Dich einfach stehen zu lassen und nach Hause zu gehen, weils ihn plötzlich ned mehr gfreit hot finde ich stark.
    Der hat Dich nicht als sein Herrchen sondern als seinen Kumpel gesehen, der Dich nicht zwingen möchte auch schon nach Hause zu gehen. :yes:

    Deine Michi

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    • Meine geliebte Michelle

      Genau so wollte ich ja auch meinen besten Freund haben — nur das er nicht so einfach gehen darf musste ich ihm klar machen und er hat scheinbar auch schnell verstanden das er besser in meiner Nähe bleibt wenn wir unterwegs sind. :yes:

      Dein Dieter

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