Meine Kindheit – mein Vater und der Vogelfilm

Während wir gemeinsam auf der Suche nach Koki, unserem entflogenen Wellensittich waren, kamen wir auch beim örtlichen Vogelschutzverein vorbei.

Wir durften unser per Hand erstellte Suchanzeige aushängen und wurden beruhigt, dass er gute Aussichten hätte, im freien zu überleben.

Es gäbe bereits einige beobachteten Wellensittichkolonien in unserer Region und dort würde er bestimmt Anschluss finden.

Mein Vater entdeckte am schwarzen Brett einen Anschlag, dass jemand gesucht wird, der mit einer Filmkamera, die regionalen Vögel aufnehmen würde.

Nachdem die Filmmaterialkosten übernommen würden und man kein Mitglied im Verein sein musste, ein interessantes Projekt für uns beide.

Allerdings war ich dabei lediglich derjenige, der das Equipment schleppen durfte, was den Spaß für mich dennoch nicht beeinträchtigte.

Es war spannend im Unterholz zu warten, bis sich die gesuchten Objekte zeigten und als geübter Beobachter, konnte ich eine gute Unterstützung sein.

Vom Verein bekamen wir Karten mit den bekannten Nistplätzen und Bilder der dort üblicherweise vorzufindenden Vögel.

Bevor wir jedoch den Auftrag bekamen, mussten wir einen Kurzfilm drehen und aus den dann eingereichten, bekäme der Beste den Zuschlag.

Was wir zu diesem Zeitpunkt nicht wussten, das Ganze war ein Teil einer Bundesausschreibung, mit einem entsprechend dotierten Geldpreis.

Wie üblich ging mein Vater die Sache professionell an und holte sich einiges an Ratschlägen bei dem alten Fotografen, für den er schon längere Zeit im Labor aushalf.

Von diesem hatte er sowohl sein eigenes Fotolabor und ebenso die Filmkamera.

Dieses Projekt beschäftigte uns beide für fast ein Jahr, meistens an den Wochenenden oder Feiertagen.

Soweit ich mich erinnere, hatten wir sogar Zwischentexten, die mein Vater in seiner gewohnte künstlerischen Art gestaltete.

Meine Aufgabe war, die Texttafeln möglichst still zu halten, bis mein Vater diese auf Film gebannt hatte.

Die ersten Übungsfilme hab ich erst wieder 2018 entdeckt und 2019 digitalisieren lassen.

Den fertigen Film hat leider der Vogelschutzverein vereinnahmt und damals war es nicht so einfach, davon Kopien zu ziehen bzw. sehr teuer, also für uns unerschwinglich.

Weitere Kindheitserinnerungen:

https://dieka56welt.wordpress.com/category/lebenserinnerungen/kindheit/

Eine Antwort zu “Meine Kindheit – mein Vater und der Vogelfilm

  1. Ich habe übrigens gerade darüber gebloggt das ich selten weine. Als mein geliebter Wellensittich Morgens Tod im Käfig lag, habe ich es getan. Hätte ich nicht schon in die Berufsschule gemusst, meine Mutter hätte mich den Tag zu Hause behalten.

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