Meine Kindheit – Koki auf eigenen Wegen (in die Freiheit)

Eines Tages kam ich später als üblich von der Schule nach Hause und musste feststellen, dass der Käfig von Koki offen war.

Ich suchte ihn in der ganzen Wohnung, wobei mir auffiel, dass eines der Fenster weit offen Stand.

Meine Schwester beteuerte, den Vogelkäfig nicht geöffnet zu haben.

Mir fiel ein, dass ich vor ein paar Tagen bemerkte, das dies scheinbar Koki gelernt hatte, es selbst zu tun.

Wahrscheinlich hatte er die Geräusche im Nebenraum gehört und als niemand nach seinen Lockrufen ankam, einfach nachgeschaut, wer da ist.

Beim Anblick des offenen Fensters machte er sich dann vielleicht auf die Suche nach mir.

Den ganzen Nachmittag verbrachte ich damit, ihn in der Nachbarschaft zu suchen.

Jeden, den ich traf, fragte ich, ob sie meinen kleinen Wellensittich gesehen hätten.

Mein Vater erstelle mehrere kleine Suchplakate, die ich überall verteilt.

Aber leider waren alle meine Bemühungen umsonst.

Also stellte ich Futter und Wasser aufs Fensterbrett, hoffend er würde eventuell, wenn er Hunger bekäme, sich dort sehen lassen.

Es fehlt zwar jeden Tag etwas davon, jedoch sollte ich Koki nicht wiedersehen, auch wenn ich manchmal dachte ihn zu hören.

Meine einzige Hoffnung bestand darin, zu glauben, dass er sich in der Freiheit zurechtfindet und eine Partnerin fand.

Denn laut örtlichem Vogelschutzverein würden immer mal wieder welche entwischen und hätten eine gute Chance zu überleben.

Weitere Lebenserinnerungen mit Koki:
https://dieka56welt.wordpress.com/category/lebenserinnerungen/koki/ 

 

5 Antworten zu “Meine Kindheit – Koki auf eigenen Wegen (in die Freiheit)

  1. Jetzt habe ich Tränen in den Augen, denn ich weiss, dass er keine Chance hatte.
    Wellensittiche und andere Ziervögel haben hierzulande in der freien Natur kaum Überlebenschancen. Daher sollten Vogelhalter schnell handeln, wenn sie entwischen. Wikipedia

    Gefällt 2 Personen

  2. Ach, das ist ein trauriges Ende deiner Geschichte mit Koki, aber ich glaube auch, daß er draußen zurecht gekommen ist, und das finde ich einen schönen Gedanken, daß er vielleicht eine Familie gegründet hat!
    Hab einen schönen Sonntag und liebe Grüße
    Monika und Mimi.

    Gefällt 2 Personen

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