Meine Kindheit – Nudelkochen verunglückt

Inzwischen war ich mit meinen 7 Jahren recht geschickt beim Aufwärmen und teilweise verfeinern des Mittagessens geworden.

Meine Mutter konnte dadurch ihre eigene Mittagspause zum Erholen nutzen und musste nicht von ihrer Arbeit Nachhause kommen, um für uns Kinder das Essen bereitzustellen.

Eines Tages, fürs Abendessen war eine Nudelpfanne mit Ei und Fleischwurst vorgesehen.

Ich dachte ihr ein bisschen helfen zu können, indem ich die Nudeln bereits koche.

Oft genug hatte ich ihr zugesehen und fand es alles andere als schwer.

Einfach einen Topf mit ausreichen Wasser zum Kochen bringen und dann die Nudeln hinein.

Allerdings achtete ich nicht auf die genaue Garzeit und bevor ich mich versah, befand sich nur noch ein Nudelbrei im Kochtopf.

Auf der einen Seite interessant zu sehen wie der Urzustand von Nudeln ist, nämlich ein einfacher Teig, der in verschiedene Formen gebracht, getrocknet wird.

Zumindest erklärte es mir meine Mutter etwas später in dieser Art.

Ich hatte diesen Zustand ungeplant hervorgerufen und so wartete ich gespannt, was meine Mutter dazu sagen würde.

Alles andere als begeistert, nahm sie die Bescherung in Augenschein, wusste jedoch wie immer Rat, denn Essen wegwerfen, kam auf keinen Fall in Frage für sie.

Ihr Motto lautete „Man kann aus allem noch etwas Vernünftiges machen, wenn man ein bisschen Fantasie hat“.

Also schnitt sie den Brei in Form von Spätzle zurecht und machte daraus eine Spätzlepfanne mit Gewürzgurken, Fleischwurst und Eierhaube.

Mein Vater wunderte sich zwar beim Abendessen über die seltsam aussehenden Spätzle, aber die Hauptsache war, dass es schmeckte.

Meine nächsten Kochexperimente machte ich dann ausschließlich unter Aufsicht meiner Mutter.

10 Antworten zu “Meine Kindheit – Nudelkochen verunglückt

  1. Das passiert mir manchmal heute noch

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  2. …da hattest du aber Glück das genug Wasser im Topf war 😊
    ….mit blauen🐘 Grüßen

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  3. Da kann man doch schreiben, Experiment voll geglückt. Die Nudeln waren richtig gar. 😀

    Gefällt 2 Personen

  4. Unvergessen auch mein erster Versuch Götterspeise zu machen!
    Ich habe das Wasser abgemessen. Die Herdplatte angeschaltet und vergessen. Meine Mutter entdeckte es bevor der Topf durchbrannte 😱

    Gefällt 1 Person

  5. Ich hab herzlich gelacht über deine verunglückten Nudeln, ähnliches ist mir mal passiert mit Frikadellen selber machen, ich war der Ansicht, lediglich das Hackfleisch in Form bringen würde reichen, du kannst dir denken, wie fein die Masse in der Pfanne auseinandergebröselt ist, lach, da auch Nudeln dazu angedacht waren, hat meine Mama das angebratene Hackfleisch halt so unter die Nudeln gerührt, das Wirsinggemüse, welches sie dazu kochen wollte, kam auch mit rein und so hatten wir auch ein neues Gericht! Lachen muß ich auch heute noch über meine Frage an Mama, wann man denn wüßte, wann Wasser kocht, hihihihihi!
    Danke für die schönen Erinnerungsanschübe, wir wünschen einen feinen Abend, liebe Grüße
    Monika und Mimi.

    Gefällt 1 Person

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