Wie alles begann

Schon meine Geburt verlief etwas anders; wie mir erzählt wurde.

War ich zwar dabei, jedoch mit meinem Erinnerungsvermögen darüber, hapert es nun doch ein wenig.

Es war keine Hausgeburt, wie bei meiner Schwester, aber auch keine übliche Krankenhausgeburt, sondern eine Art Zwischendurchgeburt.

Meine Mutter stellte morgens noch die Kochwäsche im großen Topf auf den Holzherd, als ich Bescheid gab, dass es Zeit würde ins Krankenhaus zu gehen.

Also brachte sie noch schnell meine damals fast 1 Jahr alte Schwester zu ihrer Mutter, um dann zu Fuß, quer durch die Stadt, ins Krankenhaus zu kommen.

Dort erblickte ich dann, innerhalb der nächsten halben Stunde, das Licht der Welt.

Und nachdem die Kochwäsche ja so langsam vom Herd musste, machte sich meine Mutter gleich wieder, mit meiner dick eingepackten Wenigkeit, auf den Nachhauseweg.

Als mein Vater am Abend nach Hause kam, fragte er wie immer sofort, wie ihr Tag verlaufen ist.

Da nahm sie das kleine Bündel auf, welches die ganze Zeit über dicht neben ihr gelegen hatte, sagte „alles bestens“, und ob er nicht mal nach seinem Sohn sehen möchte.

Anders als meine Schwester, die sich 2 Wochen Zeit ließ, hatte ich es ein bisschen eiliger, wodurch ich 14 Tage im Jahr im gleichen Lebensalter wie sie bin.

Ein 3. Dezember ohne besondere Vorkommnisse, zumindest für mich.

5 Antworten zu “Wie alles begann

  1. meine Tante hat ihr 8. Kind während dem Mittagessen kochen geboren. Kochlöffel weglegen, schnell gebären und alles sauber machen, Baby ins Bettchen und weiterrühren…haha

    Gefällt 4 Personen

  2. Meine Hochachtung vor all unseren Müttern!
    VG 🙂

    Gefällt 3 Personen

    • Das habe ich mir auch eben gedacht, Rolf. Eine tiefe Hochachtung auch meiner Grossmutter und Mutter, wie die mit so unglaublich Wenig ihr Leben gemeistert haben. Bei der Vorstellung so mein Leben fristen zu müssen, stehen mir die Haare zu Berge – und doch !!!! und doch weiss ich, dass diese Menschen in ihrer Todesstunde ehrlichen Herzens sagen konnten, dass sie alles gaben, was sie hatten.
      Das kann ich von mir nicht behaupten 😥
      Ganz liebe Grüsse aus Wien, da so hoch hinauf in diese so grossartige Stadt Hamburg 😀

      Gefällt 1 Person

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