Der gestohlene Wachhund

Anfangs der 70er Jahre ereignete sich folgende kuriose Geschichte, die bis heute gerne erzählt wird, wenn es um meine Lehrfirma geht.

Ich befand mich gerade im ersten Lehrjahr, als ich montagmorgens in die Firma kam.

Dort stellte ich verwundert fest, dass vorm Gebäude der Verwaltung einige Polizeiautos standen.

In der Nacht oder den frühen Morgenstunden war eingebrochen worden, aber außer der Kaffeekasse der Buchhaltungsabteilung fehlt nur noch unser Wachhund.

An den Tresor wagten sich die Diebe scheinbar nicht heran, denn er stand unversehrt und ohne erkenntliche Beschädigungen an seinem Platz.

Das Bemerkenswerte an der ganzen Sache lag jedoch daran, dass keinerlei Spuren des gut ausgebildeten und prämierten Hundes unseres Spritzgussmeisters zu finden war.

Alle rätselten, was wohl mit ihm passiert sei.

Ist er so einfach mit den Dieben mitgegangen oder haben sie ihn eingeschläfert und mitgenommen, als wertvolle Beute?

Immerhin ein Tier, vor dem sogar ich Respekt hatte, was bei Hunden selten der Fall ist.

Aber wenn er so vor einem Stand erreichte sein Kopf ohne Probleme fast meine Hüfte und dies, obwohl ich mit meinen 1,88 Metern nicht der kleinste bin.

Obwohl er damit kein alltäglicher Schäferhund war, tauchte er, soweit ich mich erinnere nie wieder auf.

Wir hofften, dass es ihm gut ginge, weswegen hätten sie ihn mitnehmen sollen, wenn sie ihm etwas antun wollten.

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6 Antworten zu “Der gestohlene Wachhund

  1. Eine interessante Geschichte.
    Prämierte Wachhunde sind in der Tat wertvoll. Aber er muss doch einen der Täter gekannt haben, sonst wäre doch nicht mitgegangen.

    Gefällt 2 Personen

  2. Ein wirklich sehr interessantes und auch rätselhaftes Ereignis, das noch immer viele Fragen offen ließ, Dieter.
    Kann und möchte mir eigentlich nur vorstellen, dass es jemand nur auf den wertvollen Wachhund abgesehen hatte, den er wohl irgendwie gut kannte und den wahren Wert in sowie mit ihm sehr schätzte.
    Liebe Grüße von Hanne

    Gefällt 1 Person

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