Gismo – die Pflegekatze

Als ich eines Nachmittags im Jahr 2002 wie gewohnt nach Hause kam, hatte ich gleich im Hausflur ein seltsames Gefühl.

Aus der Gästetoilette meinte ich undefinierbare Geräusche vernommen zu haben, schob jedoch weitere Gedanken darüber zur Seite.

Meine damalige Lebensgefährtin lüftete dann beim üblichen gemeinsamen Nachmittagskaffeetrinken gleich das Geheimnis.

Eine gute Bekannte von ihr, die gerade in unser Wohnhaus eingezogen war, hatte ein kleines Problem mit ihren Katzen.

Obwohl Mutter und Tochter würden sie sich nicht vertragen, besonders nachdem die Mutter einige Zeit auf der Straße am herumstromern war.

Bis sich die beiden in die neue Umgebung eingewöhnt hätten, wäre sie froh, wenn wir uns um die älter kümmern könnten.

Nur zu gerne stimmte ich zu, denn die meiste Zeit in meinem Leben hatten wir Haustiere.

Lediglich meine arbeitsbedingte unstete Zeit in den Hotels hatte mich in den letzten Jahren davon abgehalten.

Kaum war das Türchen vom Transportbehälter offen, sauste ein Fellbündel quer durch die Wohnung ins Wohnzimmer unter das Sofa.

Nachdem sie sich auch durch leckere Käsestückchen nicht darunter hervorlocken ließ, machte ich es mir auf dem Teppichvorleger davor auf dem Boden liegend bequem.

Ich versuchte sie nicht durch direktes Anstarren zu verunsichern, sondern beobachtete sie aus den Augenwinkeln.

Während ich so ganz entspannt, mit ruhigen tiefen Atemzügen da lag, konnte ich sehen, wie die Katze sich anfing zu beruhigen und neugierig in meine Richtung schnupperte.

Vorsichtig kroch sie Stück für Stück näher an mich heran, aber immer bereit bei der ersten falschen Bewegung sofort die Flucht zu ergreifen.

Nach mehrfachem Umrunden des seltsamen Gebildes am Boden traute sie sich an die vor mir liegenden leckeren Käse- und Wurststückchen.

Anschließend kam sie noch näher und stupste mich mit ihrem Näschen an, sodass ich mich traute sie vorsichtig zu streicheln und kraulen.

Als ich mich dann entschloss noch ein bisschen auf dem Sofa zu ruhen, kam Gismo wie selbstverständlich hinter mir her und machte es sich auf den kleinen goldenen Kissen bequem.

2001.09.12 - Gismo auf dem Sofa

Dort war sie schnell eingeschlafen und genoss hörbar meine Handmassage.

Durch das angenehme Schnurren schlummerte ich ebenfalls für kurze Zeit ein.

Wir beide wurden erst aufgeschreckt durch der Ruf aus der Küche „Das Essen ist gleich fertig“.

Nach dem Abendessen wollte ich wie gewohnt ins obere Stockwerk, ins gemeinsame Arbeitszimmer und dachte, Gismo würde mir einfach folgen, wie vorher aufs Sofa.

Was leider nicht der Fall war. Sie blieb vor der ersten Stufe sitzen und jammerte kläglich.

Wie wir dieses Problem lösten, erzähle ich im nächsten Teil.

Fortsetzung folgt….

7 Antworten zu “Gismo – die Pflegekatze

  1. das packen wir auch noch, die zwei Tage bis zum Fest, Klaus

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  2. Ach, wie schön ist DAS denn 🙂
    LG Brigitte

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  3. Hach, das ist aber eine liebe und schöne Geschichte, wie Gismo zu dir kam, was für ein schönes Bild von ihr, auf dem goldenen Kissen ganz entspannt! Da freu ich mich schon sehr auf die Fortsetzung.
    Wir wünschen dir einen schönen und streßfreien letzten Tag vor dem großen Fest, liebe Grüße
    Monika und Mimi.

    Gefällt 1 Person

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