27.07.2017 – Donnerstag , Tagebuch Teil 2 (Gedankensplitter)

Während ich heute so vor mich hin sinnierte und auf besseres Wetter wartete, kam mir plötzlich ein Gedanke:

Schlafen Fliegen eigentlich in der Nacht?“

Nur sehr selten werde ich durch lästige Fliegen in meinem Nachtschlaf gestört und dass obwohl ich meist einen leichten Schlaf habe.

So werde ich bereits wach, wenn irgendjemand im Haus den Türöffner für die Eingangstüre zu lange drückt.

Und ich fange auch nicht alle Fliegen, bevor ich schlafen gehe.

Manche sind pünktlich zum Frühstück wieder da und andere finde ich zum Beispiel Tod auf dem Fensterbrett, wenn ich die Rollos hochziehe.

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5 Antworten zu “27.07.2017 – Donnerstag , Tagebuch Teil 2 (Gedankensplitter)

  1. „Schlafen Fliegen eigentlich in der Nacht?“

    Das ist eine Frage, wie sie Kinder stellen würden, die sich noch unbefangen trauen, die Welt zu hinterfragen und Kinder sind deshalb die besten Philosophen: Schon Nietzsche sprach in Zarathustra: Du musst wieder Kind werden.

    Ich mein das durchaus positiv, denn die meisten Fragen gehen an uns Erwachsenen vorbei, weil wir die Welt nehmen, wie sie uns scheint. Aber den Schein zu hinterfragen lohnt sich immer und nur hier beginnt alle Philosophie.

    Deshalb mein Lob an dich, lieber Dieter: Solche einfache Fragen taugen immer zum Aphorismus, denn sie zeigen, dass der Mensch hinter der Frage sich nicht abfindet mit der Welt, wie er sie vorfindet und „einfach“ ist hier in Gänsefü?chen zu setzen, denn diese Frage ist nicht von schlechten Eltern und erinnert mich an die Frage von Salinger, die er seinen Protagonisten Holden Caulfield stellen lässt: „Was machen eigentlich die Enten des Central Park im Winter?“

    Dabei könnte man diesem Aphorismus in Frageform auch noch einen tieferen Sinn unterstellen, denn Nietzsche sprach auch „Von den Fliegen des Marktes“ und meinte damit wohl als Metapher diese Menschen, die ständig über einen Ratschen und herziehen. Und er sagte dazu: „Ich bin keine Fliegenpatsche“ und meinte damit wohl, dass er nicht gegen sie vorgeht, weil es ihm etwa nicht als seine Aufgabe erscheint, sich überhaupt darum zu kümmern.

    In diesem Vergleich und im Bezug auf Nieztsches „Fliegen“, käme deine Frage, lieber Dieter, der Frage gleich: „Halten die Lästermäuler wenigstens in der Nacht ihren Schnabel und schlafen endlich?“

    Aber es gibt auch ein Werk von Sartre: „Die Fliegen“, aber ich will es hier nicht übertreiben, sondern nur aufzeigen, wie ein „einfach“ scheinender Aphorismus zum Weiterdenken anregt und was man alles in diesen reininterpretieren kann.

    Danke Dieter! Unbedingt in die Richtung weitermachen und die Umwelt hinterfragen. Du bist viel besser, als du denkst und deine Gedanken können eine Goldgrube sein für Nachdenker und denkende Menschen.

    Die volle Punktzahl. Weiter so und Daumen ganz hoch.

    LG Sven 🙂

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    • Danke für das Lob und ich werde weiterhin versuchen, jeden neuen Tag mit neuen offenen Augen zu betrachten.
      Vielleicht gelingt es mir auch, solche Gedankensplitter, die oft zwischen Schlafen und Aufwachen aufkommen, niederzuschreiben.
      Leider verfliegen sie meistens so schnell, wie sie kommen.
      VG Dieter

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      • Hermann Hesse führte ein Traumtagebuch, denn er hatte Papier und Bleistift neben dem Bett liegen. Durch Hesse kam ich zur Literatur, hatte vorher nur Comics gelesen, aber Hesse ist ein guter Einstieg. Versuchs mal mit „Unterm Rad“, wo ein Schüler dermaßen von Schule und Elternhaus unter Druck gesetzt wird, gute Noten zu bringen, bis dieser sich umbringt. Die sprachliche Wärme des Autors ist es, seine Empathie und sein Verständnis ist es, was den Friedensnobelpreisträger, Goethepreisträger und Träger des seltenen Pour le Mérite von anderen Autoren abhebt. Du kannst auch mit dem Steppenwolf anfangen, ein Buch, das von einem Dichter handelt, der sich mit 50 Jahren nochmal ins Leben stürzt und nebenbei seine eigene Seele erkundet. Aber ist keine leichte Kost, obwohl man sanft in den Roman reingezogen wird. Der Steppenwolf rechnet mit der Gesellschaft ab, lernt aber am Ende den Humor, um alles zu nehmen, wie es ist.

        Lass es dir gut gehen. LG 🙂

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  2. Ich glaub die Schlafen im Flug….und tot ist bei denen noch lange nicht tot…..

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