28.02.2017 – Dienstag , Tagebuch Teil 2 (Postamtsüberraschung)

Ich habe ja schon viel erlebt, aber das nachfolgende Erlebnis heute beim Postamt war dann doch sehr überraschend.

Nachdem ich vor einiger Zeit mein Postfach gekündigt hatte, sollte ich heute meine Schlüssel an der Postverteilerstelle abgeben.

Zur Vorsicht hatte ich gestern noch telefonisch nachgefragt, wann dort jemand erreichbar wäre.

Dabei wunderte ich mich, dass ich keine Telefonnummer meines örtlichen Postamtes fand, sondern bloß eine Zentralnummer in Bonn.

Allerdings kümmerte sich eine freundliche Person darum herauszufinden, zu welchen Zeiten ich meine Schlüssel hier im Ort abgeben kann.

Also machte ich mich gemütlich heute Morgen kurz nach 10 Uhr auf den Weg.

Dort traf ich jedoch niemanden an und so dachte ich, die Schlüssel eventuell einfach am Postschalter abgeben zu können.

Wie nicht anders zu erwarten war lediglich einer der 4 Schalter besetzt und so wartete ich, in aller Ruhe, bis ich an die Reihe kam.

Die dort arbeitende Postangestellte kümmerte sich in angenehmer Form um die Anliegen der Kundschaft.

Leider wurde dann ein weiterer Schalter besetzt und ich wurde mit einem harschen „Ja, bitte“ aufgefordert näher zu treten.

Kaum hatte ich mein Problem vorgetragen, kam nur eine kurze Antwort „Da sind wir nicht zuständig. Wir sind die Postbank. Dort ist jemand bis 8:30 Uhr anzutreffen.“

Ein kurzer Blick auf die Schalterbeschriftung zeigte mir, dass ich am richtigen Postschalter stand.

Ich sah ein, dass es keinen Sinn macht mit der Person vor mir zu diskutieren. Sie hatte bereits das nächste Opfer im Blickfeld und scheuchte mich mit einer Handbewegung weg.

Mit einem Schulterzucken wand ich mich zum Gehen und hörte gerade noch von der Kollegin des Nachbarschalters „Es tut uns leid, wir dürfen es wirklich nicht annehmen. Wünsche ihnen einen schönen Tag.“

Auch wenn dies mir nicht weiter half, war es wenigstens ein kleines Zeichen von Kundenorientierung und ließ meine aufsteigende Verärgerung ein bisschen abklingen.

Zum Glück traf ich zu Hause angekommen gerade noch unseren Briefträger. Ich fragte ihn, ob er eine Abhilfe wüsste, außer das ich vor 8:30 Uhr dort erscheine.

Er erklärte sich sofort gerne bereit meine Schlüssel morgen, wenn er die Post dort abholt, für mich abzugeben und wartete sogar, bis ich vom Anschreiben eine Kopie erstellte, damit er alle notwendigen Daten dazu hat.

Das zeigte mir wieder deutlich, dass es immer auf die einzelne Person ankommt wie gut oder schlecht man sich behandelt fühlt.

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11 Antworten zu “28.02.2017 – Dienstag , Tagebuch Teil 2 (Postamtsüberraschung)

  1. Pingback: 28.02.2017 – Dienstagabend , Tagebuch Teil 3 | Dieter's Welt

  2. Über die liebe Post könnte man echt Romane schreiben – aber keine netten 😉

    Gefällt 1 Person

    • Bisher hab ich mehr gutes als schlechtes dort erlebt, aber es sind eben Menschen die dort arbeiten. Wer weiß ob diese Frau heute nur einen schlechtern Tag hatte oder den falschen Beruf ausgesucht.

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      • Na ja.
        Unser Postbote ist wirklich ein ganz Netter. Neuerdings trägt er die Briefe nur alle zwei Tage (!) aus. Wahrscheinlich liegt es an Personalkürzungen, das geht nämlich schon seit Dezember so.

        Und unsere Postfiliale öffnet um 9.00 Uhr, keine Minute früher, auch wenn Menschenmassen vor der Tür stehen. Meistens sind von 4 Schaltern maximal 2 geöffnet; ein Typ ist total hochnäsig und glaubt, er hätte die Weisheit mit Löffeln gefuttert … usw. usf.

        Kundenservice ist m.E. etwas Anderes.

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  3. dobamoblog.wordpress.com

    Lieber Dieter
    In einem solchen Fall sollte man sich echt die Mühe machen, beide Angestellten um ihre Namen zu fragen.
    Und diese Geschichte an die Postzentrale weitergeben.
    Damit würde man bei der nächsten Personalkürzung mithelfen, denke ich mal, dass die Richtigen bleiben können.

    liebe Grüsse
    Doris und ihre Fellnasen ❤

    Gefällt 2 Personen

    • Liebe Doris
      Ich kann mich noch an Zeiten erinnern, da hingen in den Postämtern Briefkästen mit Kärtchen für Beschwerden oder Lob.
      Es gab auch eine Tafel mit der/dem monatlich besten Postbediensten der Dienststelle.
      Dort hätte ich einen entsprechenden Kommentar hinterlassen, aber so wollte ich mich nicht weiter aufregen.
      Ganz liebe Grüße nach Wien an Dich Doris und die beiden Fellnäschen
      Dieter

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  4. tzzzz, gibt nix was es nicht gibt, wa?
    …und daaa soll man ruhig bleiben ….

    du Dieter, mir ist gestern passiert das ich einen Kommentar gelöscht hab aus Versehen, tut mir leid 😉
    ich war wieder mal zu schnell ….

    hab einen guten Abend

    Gefällt 1 Person

    • Aufregen hilft da meistens nichts, im Gegenteil fühlen sich dann solche Personen oft noch gut darüber. Am einfachsten ignorieren, hab ich mit der Zeit gelernt.

      Das mit dem Kommentar Ist nicht weiter schlimm Percy…. so was kann schon mal passieren.

      Wünsche dir auch einen guten erholsamen Abend
      Dieter

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  5. Ja, leider gibt es bei der Post solche und solche. Am besten fand ich vor zwei Wochen, das die Öffnungszeit ohne Vorwarnung, um eine halbe Stunde, auf 9:00 Uhr verlegt wurde.

    Gefällt 1 Person

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