Wuschel Teil 26 — im Pflegeheim bei seiner Halterin

zu den vorhergehenden Teilen der Erlebnisse mit/von Wuschel:
https://dieka56welt.wordpress.com/2015/08/09/zusammenfassung-index-erzaehlungen-wuschel-19712468/

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Leider verging diese schöne Zeit mit Wuschel zu zweit viel zu schnell.

Denn nachdem es seiner Halterin besser ging, verlangte sie, dass er zu ihr ins Pflegeheim gebracht wird.

Bei diversen Telefonaten mit ihr erkannte ich deutlich, dass ihre geistige Gesundheit noch nicht wieder hergestellt war.

Und so befürchtete ich, dass sie sich nicht genug um den Wuschel kümmern würde, und verweigerte die Herausgabe des Tieres.

Erst auf massivem Druck ihres vom Amtsgericht eingesetzten Betreuers, der mir versicherte, dass Wuschel von einem heimeigenen Tierarzt sowie dem Personal des Pflegeheims betreut wird, war ich bereit, mich ihrem Wunsche zu beugen.

Also packte ich ein großes Futterpaket zusammen, sodass er mindestens für die nächsten 4 Wochen ausreichend versorgt sein sollte.

Für die Tierärztin und das Pflegepersonal erstellte ich eine Liste aller seiner Medikamente und der Augensalbe.

Schweren Herzens verabschiedete ich mich von Wuschel und versprach ihm, ihn so schnell wie möglich, zurück nach Hause zu holen. Was alles andere als leicht wurde.

Denn nachdem seine Halterin keine Familienangehörige besaß und über eine ausreichend hohe Pension verfügte, war man dort interessiert, sie als Dauerpatientin zu behalten.

Hier kam mir das Glück zu Hilfe, dass sie als eine starke Raucherin mit dem Taschengeld, was man ihr zur Verfügung stellte, für ihren Tabakkonsum, nicht hinkam.

Infolgedessen sank das Interesse ihrerseits sehr bald, ihr weiteres Leben in diesem Heim zu verbringen, und sie wollte auf schnellstem Wege wieder nach Hause.

Also kümmerte ich mich unverzüglich darum mit Hilfe meines Rechtsanwaltes, alles für sie in die Wege zu leiten. Nach etwa 6 Wochen durfte ich meinen geliebten Wuschel wieder in die Arme schließen.

Der Schock allerdings, als ich ihn erblickte, war enorm. Alle meine Befürchtungen, dass sich niemand wirklich um ihn kümmern wird, hatten sich bestätigt.

Wie es genau passierte, dass Wuschel scheinbar nach kürzester Zeit, von Räudemilben befallen, dermaßen erkrankte, konnte ich nicht in Erfahrung bringen.

Vermutlich durch Verletzungen, die er sich auf dem alten Bauernhof im tiefsten Odenwald zugezogen hatte, der zu diesem Pflegeheim ausgebaut wurde.

Oder aber es infizierten sich die, beim Trimmen durch einen unprofessionellen Hundefriseur abgeschnittenen, Hautwarzen.

Wuschel bot ein Bild des Erbarmems. Sein Kopf, der Nacken und sein Bauch waren übersät von nackten, entzündeten und verkrusteten Stellen.

Die ehemaligen Pudellocken hatten sich in strähnig herunter hängende Haare verwandelt und vom dichten dunklen Unterfell war nichts mehr vorhanden.

Seine Halterin meinte nur, als sie meinen schockierten Gesichtsausdruck wahrnahm, dass die Tierärztin sagte, man sollte ihn am besten von seinem Leid erlösen.

Ich sah das beileibe ganz anders und badete ihn erst einmal vorsichtig, um überhaupt sehen zu können, was Schmutz und was Wunden waren.

Und was ich dann zu sehen bekam ließ mich unverzüglich unseren Tierarzt um einen Nottermin anrufen, den er mir auch zugestand.

Also packte ich Wuschel in eine Decke und fuhr sogleich mit dem Taxi in seine Praxis.

Fortsetzung folgt ……

3 Antworten zu “Wuschel Teil 26 — im Pflegeheim bei seiner Halterin

  1. Pingback: 07.02.2017 – Dienstagabend , Tagebuch Teil 3 | Dieter's Welt

  2. Was für ein Glück für Wuschel und ich denke ihm konnte geholfen werden und er hat noch schöne Jahre bei Dir verleben können.

    Gefällt 1 Person

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