Wuschel Teil 17 – das erste mal Fellschneiden durch mich

zu den vorhergehenden Teilen der Erlebnisse mit/von Wuschel:
https://dieka56welt.wordpress.com/2015/08/09/zusammenfassung-index-erzaehlungen-wuschel-19712468/

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Gleich im ersten Winter, nachdem ich Wuschel kennen gelernt hatte, flog seine Halterin zu den Feiertagen in Urlaub, und fragte mich, ob er in dieser Zeit bei mir bleiben dürfe.

Natürlich durfte er, und so hatten wir endlich genug Zeit, um längere Ausflüge zu machen.

Zu dieser Zeit fing es gerade an zu schneien, und trotzdem starteten wir gleich am nächsten Tag zu einem langen Spaziergang über Wiesen und Felder.

Doch nachdem Wuschel‘s Fell zu lang war, dass es ihm über die Augen wuchs, konnte ich früher schon feststellen, dass er manches Mal ein Hindernis nicht rechtzeitig sah, und dagegen lief.

Dieses Mal hingegen hatten wir ein größeres Problem, und das waren seine überlangen Haare an den Pfoten.

Wir waren bereits ziemlich weit weg von Zuhause, als ich sah, dass der Schnee zu vielen kleinen Eisklümpchen gebildet, an diesen langen Haaren festklebte, und von Schritt zu Schritt immer mehr wurde.

Alle meine Versuche ihn davon zu befreien scheiterten, und daher musste ich dazuschauen, so rasch wie nur möglich den Heimweg anzutreten, bevor es Wuschel nicht mehr möglich war, mit diesem Ballast weiter zu laufen.

Zuhause angekommen sahen seine Beinchen aus, als ob sie in viel zu großen Wollstrümpfen steckten, die dabei sind runter zu rutschen.

Doch ebenfalls an vielen anderen Stellen hing der Schnee zu Eis gebildet an seinen langen Haaren, und die einzige Möglichkeit ihn davon zu befreien war, ihn ins warme Wasser zu stecken.

Damit hatte ich keine Probleme, da Wuschel es liebte von mir gebadet zu werden. Vor allem das Einmassieren des Shampoos und das Trockenrubbeln zum Schluss gefielen ihm ganz besonders.

Doch dieses Mal war es damit nicht getan, denn ich beschloss zum ersten Mal seine Haare selbst zu schneiden.

An den Pfoten und Beinchen in jedem Fall, und ebenso wollte ich, dass er endlich eine freie Sicht hat.

Das einzige Werkzeug, das ich zur Verfügung hatte, war eine kleine Schere, mit der ich früher immer meinen damaligen Vollbart stutzte.

Und so nahm ich Wuschel auf den Schoss, und begann ganz vorsichtig ein langes Haarbüschel nach dem anderen abzuschnipseln.

Nachdem er dabei zusehen konnte, und sehr bald merkte, dass er sich vor nichts fürchten musste, ließ er es ruhig geschehen.

Ganz so einfach war es allerdings nicht, als ich an seinem Gesicht weitermachen wollte.

Denn er versuchte bei jedem Schnippel sofort zuzusehen, was ich da mache, und drehte mir deshalb entweder das ganze Gesicht weg, oder hob blitzartig den Kopf nach oben, sodass ich ungemein aufpassen musste, ihn ja nicht zu stechen.

Es war ein schwieriges Unterfangen, bis ich es endlich geschafft hatte, ihm einen Pony zu verpassen, der seine Augen freiließ.

Aber auch das war mir dann, nach gefühlten Stunden an Arbeit, gelungen.

Von da an konnte ihm der Schnee nichts mehr anhaben, und ich erinnere mich, dass wir viele gemeinsame Ausflüge machten, und damit schöne Feiertage genießen konnten.

Eine Antwort zu “Wuschel Teil 17 – das erste mal Fellschneiden durch mich

  1. Ach der Wuschel. Das war auch so ein Süßer. Schön, dass ihr zwei zusammen gefunden hattet.

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