Das Jahr nachdem die Mauer fiel

Im Jahr 1990 hatte ich demnach nur noch diese beiden Hauptkunden in Frankfurt, aber so übers Jahr stiegen meine Arbeitsstunden trotzdem von 300 auf 400 pro Monat. Denn die Aufträge, die ich von diesen Kunden bekam, häuften sich immer mehr.

Die meiste Zeit war es für mich kein großes Problem, die in mich gesetzten Erwartungen zu erfüllen.

Denn soweit ich mich erinnere, kam es auch nur ein einziges Mal, während meiner gesamten beruflichen Laufbahn vor, dass ich ein Projekt nicht beenden konnte. Was aber nicht an meiner Leistung lag, sondern das Projekt wurde vom Betriebsrat des Kunden gestoppt.

Kurz vor Jahresende kam damals der Entschluss des Kunden, aus der exDDR alle ehemaligen Filialen des Konzerns wieder zu integrieren. Und da ich gerade dabei war, die Bilanzsoftware neu zu entwickeln, kam dann natürlich die Frage, ob ich diese Bilanzdaten auch noch irgendwie berücksichtigen könnte.

Zwar wisse man noch nicht, ob die Daten per Datenstrom oder manuell erfasst angeliefert würden, aber es sollte auf jeden Fall möglich sein, diese sowohl als Einzelbilanz und als Konzernbilanz darzustellen. Und das bis zum ersten öffentlichen Bilanzpressetermin, der in der ersten Januarwoche des neuen Jahres stattfand.

Nachdem das ganze Projekt zu groß für eine Person war, hatte ich mir bereits während des Jahres einige externe Kollegen mit ins Projekt geholt, und war deswegen zuversichtlich auch diese Aufgabe zufriedenstellend erledigen zu können.

Obwohl es noch eine Woche vor Weihnachten so aussah, als wenn wir alle ein gemütliches Weihnachten feiern könnten, so kam es letztlich aber ganz anders.

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2 Antworten zu “Das Jahr nachdem die Mauer fiel

  1. Das klingt irgendwo nach viel Streß, aber auch ziemlich spannend. Wie wurde es dann aufs Jahresende hin? Habt ihr euch damals im Büro einquartiert, um noch alles termingerecht zu schaffen? 🙂

    Liebe Grüße
    Macha

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    • Seltsamer Weise habe ich das damals nicht als Stress empfunden… wobei es bestimmt zu meinem späteren Burnout mit dazu beigetragen hat das ich mich immer öfters bis zum maximalen ausgepowert habe….

      Wie es weiterging kommt in Kürze in den noch folgenden zwei Teilen 🙂

      Liebe Grüße
      Uschi

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