Wuschel erzählt – Teil 10 – Das erste mal Baden bei meinem Freund Dieter

 

zu den vorhergehenden Teilen „Wuschel erzählt“:

 

https://dieka56welt.wordpress.com/2015/08/09/zusammenfassung-index-erzaehlungen-wuschel-19712468/

 

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(Wie immer wunderbar erzählt von meiner geliebten Michelle)

Eines Tages kam der Dieter und hatte ein Gespräch mit der Frau bei der ich wohnte. Ich hatte den Eindruck, dass es um etwas eher Wichtiges gehen musste.

Und dann hörte ich es auch gleich – das verhasste Wort „Baden und Fellschneiden“.

Jeden Monat wurde ich zu dieser groben Frau in den Hundesaloon gebracht. Solange die Frau, bei der ich wohnte, noch da war, säuselte sie freundliche Worte und kraulte mir den Kopf.

Doch kaum, dass ich mit der Tussi alleine war, begann sie schon mit ihrer Folter.

Sie packte mich grob und hievte mich in ein Waschbecken. Dann ließ sie einen viel zu stark und viel zu heiß eingestellten Wasserstrahl auf mich niederdreschen. Das Shampoo brannte immer ganz schrecklich in meinen Augen, und meistens wusch sie es dann auch nicht gut genug aus meinem Fell, sodass ich mich tagelang kratzen musste, weil es juckte.

Von dem schmerzhaften Zerren an meinen Haaren, das sie Durchbürsten nannte, will ich gar nicht reden.

Und jetzt zerstreuen sich auch noch meine Hoffnungen, dass ich das nicht mehr ertragen muss, weil ich schon sehr lange nicht mehr in diese Folterkammer gelandet war.

Mitten in meinen Horrorvisionen klickte dann die Leine in mein Halsband, und ich musste wohl oder übel hinter Dieter her trotten. Ich konnte ihn ja nicht kränken, indem ich mich weigerte mitzukommen.

Ja und wie bereits befürchtet ging es auch schnurstracks in Richtung Badezimmer.

Spätestens da verließ mich dann mein Mut und ich traute mich nicht mehr weiter. Also kam mein Freund auf die Idee mir ein Stückchen Blutwurst zu schenken.

Logisch ließ ich mich nicht zweimal bitten um es eiligst zu verdrücken. Obwohl mir klar war, dass es sich um ein Quid pro Quo handelte. Also ließ ich mich überreden, mal eine kurze Runde durchs Bad zu drehen, um dann aber wie der Blitz daraus zu entfleuchen, bevor mein Freund auf dumme Gedanken kommen könnte.

Es half jedoch nichts, denn er war sofort hinter mir und nahm mich scheinheilig sanft auf den Arm, damit ich glauben sollte, dass ich jetzt geknuddelt werden würde. Doch nix da.

Noch bevor ich einen Wuff sagen konnte, saß ich auch schon in der Badewanne. Und so ergab ich mich meinem Schicksal und konnte nur noch hoffen, dass mein Dieter nicht vergisst, dass wir Freunde sind.

Und natürlich hatte er das ganz und gar nicht vergessen.

Das Wasser, mit dem er mich nass machte hatte einen ganz sanften Strahl und war angenehm warm. Jetzt kommt das verhasste Shampoonieren, dachte ich mir und wurde stocksteif vor Angst, wie sehr das wieder in meinen Augen brennen wird.

Aber wie war es wirklich? Einzigartig!

Ganz vorsichtig verteilte mein Dieter es auf meinem Fell und dabei kraulte und massierte er mich, so dass sich jeder Muskel herrlich entspannte. Und nicht ein Tröpfchen kam in meine Augen, so gut passte er darauf auf. Leider war dieser Traum von einem Einschäumen irgendwann vorbei und das anschließende Abspülen war genauso angenehm, wie das Nassmachen zu Anfang.

Doch ich hatte schon mal gehört, dass Haare, die besonders schmutzig sind, noch ein zweites Mal eingeschäumt werden sollen. Und so war ich sicher, dass sich diese Wohltat jetzt natürlich wiederholen wird.

Leider aber hatte ich mich getäuscht. Denn mein Freund war schon dabei mich aus der Wanne zu heben, was natürlich meinen Widerwillen hervorrief. Also versuchte ich ihm mit Augenkontakt zu erklären, dass ich eine weitere Einschäumung bräuchte. Was aber nicht funktionierte. Und so musste ich wohl oder übel damit einverstanden sein aus der Wanne raus zu müssen.

Nachdem ich aber das Bedürfnis hatte, meine Enttäuschung abzureagieren, drückte ich mich, so patschnass wie ich war, ganz fest an ihn, und nahm mit Genugtuung zur Kenntnis, dass er jetzt auch abgeduscht war.

Das hätte ich allerdings nicht getan, wenn ich gewusst hätte, dass bereits das nächste Highlight auf mich wartet. Nämlich das Trockenrubbeln, und das Durchbürsten mit gleichzeitigem Föhnen.

Hach wenn ich nur daran zurück denke, wie die Bürste meinen Rücken kraulte, läuft mir ein Schauer durchs Fell.

Ja, so wunderschön war‘s, das Baden bei meinem herzallerliebsten Freund Dieter.

Fortsetzung folgt

2 Antworten zu “Wuschel erzählt – Teil 10 – Das erste mal Baden bei meinem Freund Dieter

  1. Danke für Dein Kompliment mein Herz.
    Es ist immer wieder schön für mich in die Rolle unseres geliebten Wuschels schlüpfen zu dürfen. :yes:

    Deine Michi

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