19.08.2014 – Dienstag , Tagebuch Teil 1

Heute Morgen bin ich zwar früh wach gewesen aber hatte dafür auch das erste Mal seit Längerem starke Wadenkrämpfe, so dass ich erst kurz vor 9:30 Uhr aus dem Bett kam.

 

Außerdem quälte mich schon den ganzen Morgen die Frage was ich eigentlich am Mittwoch kochen wollte denn außer Kohlrabi und Kartoffeln hatte ich nichts zu Hause.

 

Ich wusste nur, dass ich am vergangenen Freitag etwas Leckeres mit meiner Mutter besprochen hatte, das ich damit zubereiten wollte.

 

Nach dem Frühstück setzte ich dann erst einmal den Vorteig fürs Mittwochsbrot an und grübelte die ganze Zeit, was ich vergessen hatte, dass ich kochen wollte.

 

Aber da ich nicht darauf kam, ging ich erst einmal einkaufen in der Hoffnung das mir im Lebensmittelgeschäft etwas Passendes einfallen würde.

 

Erst nachdem ich Karotten und Lauch eingekauft hatte, fiel es mir wieder ein, dass wir darüber gesprochen hatten, schon längere Zeit keine Linsen mehr gegessen zu haben.

 

Dabei war nicht von einer Linsensuppe die Rede, sondern von einer Linsenpfanne mit Kartoffeln, Karotten und Kohlrabi.

 

Ich bin froh, dass diese Art von Totalausfall meines Erinnerungsvermögens nur selten in dieser extremen Form vorkommt.

 

Als kleine Belohnung und vor Erleichterung habe ich mir einen Amerikaner vom Bäcker als kleine Zwischenmahlzeit mitgenommen.

 

0 Antworten zu “19.08.2014 – Dienstag , Tagebuch Teil 1

  1. Hmmmm….lecker…Amerikaner…habe ich lang nicht mehr gegessen.

    Solche Gedächtnisausfälle sind furchtbar, mir wird immer ein bissel mulmig, wenn ich so einen habe.

    Ich dachte an Kartoffel-Kohlrabi-Gratin, oder Kartoffeln mit panierten Kohlrabischnitzeln 😉

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    • Ich weiß nicht, ob ich dieses Jahr schon überhaupt einen Amerikaner gegessen habe, aber manchmal muss es eben einfach sein 🙂

      Als friedfertiger Mensch wünsche ich ja niemandem etwas Schlechtes, aber so einen Moment würde manchem beim Amt oder der Rentenversicherung mal gut tun, um diese Art der Erkrankung begreifen zu lernen.

      Das wäre auch gegangen und ich hätte auch irgendetwas zusammen bekommen morgen, aber meine Mutter hatte ja einen Essenswunsch geäußert (was sie sehr selten macht) und ich wollte sie nicht anrufen, um zu fragen.

      Denn damit würde ich sie eventuell nur beunruhigen, wegen meinem Gesundheitszustandes und das wäre das Letzte, was ich möchte.

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      • Ich habe schon fünf Jahre keinen mehr gegessen, seit ich die Diabetes-Diagnose habe…zuviel Kohlehydrate…seufz…

        ja, so manchem Gutachter könnte es zu denken geben, wenn er sowas mal erleben würde.

        Wie machst du denn die Linsen dann zu den Kohlrabi, oder mischst du alles zusammen zu einem eintopf?

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        • Ich probierte so nach und nach aus was ich vertrag und was nicht, immer mit dem Blutzuckermesser im Auge.

          Schon der Professor in der Klinik schickte mich in der ersten Woche einfach sonntags in ein Restaurant, um mir zu zeigen, dass ich alles essen kann/darf und nur auf wenig Achten muss.

          Ich denke mal das mir, das und manches andere von dem Professor half, so gut mit meiner Diabetes zurechtzukommen.

          Die Linsen werden so ähnlich wie Reis in Wasser bissfest gegart und anschließend mit den Kartoffeln und dem anderen Gemüse in der Pfanne zusammengemischt.

          Das habe ich vor Jahren so in Schwaben als Linsengemüse mit Spätzle in einem Restaurant gegessen.

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          • So ein Einweisung hatte ich auch, habe mich genau daran gehalten, mit dem Ergebnis, dass ich eine diabetische Retinopathie entwickelt habe, und eine beginnende Polyneuropathie in den Füssen.
            Mein Hausarzt schlug die Hände über dem Kopf zusammen und meinte, ob mir niemand gesagt hat, dass Kohlehydrate extrem schädlich seien….nööööö, hatte mir DER Diabetologe, der eine Kapazität im Rhein-Main-Gebiet sein soll, nicht gesagt, eher im Gegenteil.

            mit Reduzieren der Kohlehydrate sind die Augen und Füsse nach einem Jahr wieder ganz in Ordnung….puhhhhh.

            Ich mach es jetzt so, dass ich nur morgens Kohlehydrate esse, mittags wenn, dann ganz wenig, ich merke, wenn ich mittags KH´s esse, werde ich unheimlich müde und schlapp, auch wenn es nur eine halbe Kartoffel ist.
            Ohne KH´s mittags habe ich das nicht.
            Hat lang gedauert bis ich das rausgefunden habe.

            Auf den Zucker hatte das nicht soviel Auswirkungen, weder im guten noch im schlechten.

            Die Ärzte sagen mir ja immer, dass ich den Diabetes irgendwann wieder loshaben würde, dass ich wieder ganz gesund werde, naja….ich seh es noch nicht so.
            eine Bekannte von mir hat es geschafft, sie hatte 10Jahre Diabetes, insulinpflichtig, dann ist sie aktiv geworden und seit fünf Jahren hat sie keinen Diabetes mehr.
            Soll einem nochmal jemand erzählen, es sei unheilbar….typisch Ärzte und Pharmaindustrie 🙄

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            • Nach Meinung des Stationsarztes sollte ich auch lebenslang insulinpflichtiger Diabetiker sein und bleiben, aber bereits nach 6 Monaten konnte ich für die nächsten 7 -8 Jahre ganz auf Hilfsmittel verzichten.

              Ob ich unbedingt die tägliche Tablette bräuchte, bin ich nicht sicher, aber mein Hausarzt meinte es wäre besser, zumindest als Vorbeugung.

              Wegen meiner Krankenkasse, die mir eventuell größere Probleme bereiten könnte, wenn ich einfach die Tabletten absetze und später wieder insulinpflichtig würde, behalte ich es so bei, wie es im Moment läuft.

              So wie es im Moment ist, kann ich ganz gut damit leben und das ist für mich erst einmal vorrangig.

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              • Ja, halte ich auch so.
                Für den Moment brauche ich die Tabletten noch.
                Mein Augenmerk liegt aber wirklich auf komplette Heilung, was natürlich jeder Diabetologe für unmöglich halten würde 😉

                Ich habe festgestellt, dass die Leute in Diabetesforen viel besser bescheid wissen als die Ärzte, die von der Pharmaindustrie gebrieft werden.

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  2. Mein liebster Dieter

    Solche Gedächtnisausfälle konnte ich regelmässig nach grösserem Alkoholkonsum beobachten.
    Ein ungut hilfloses Gefühl…..es als Krankheit zu wissen, muss entsprechend weit schlimmer sein.

    go deo do Michi

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  3. Da bekomme ich doch direkt Hunger 😉

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