Wuschel Teil 2 – ~~ Wuschel und ich werden Freunde

zu den vorhergehenden  Teilen der Erlebnisse mit Wuschel:

https://dieka56welt.wordpress.com/2015/08/09/zusammenfassung-index-erzaehlungen-wuschel-19712468/

Am Vormittag hatte schon der eine kurze Blick des Hundes meiner Nachbarin mir direkt einen Stich im Herzen verursacht.

Außerdem musste ich anschließend das erste Mal nach langer Zeit wieder an meinen ersten Hund „Freddy“ denken.

Daher entschloss ich mich, auf jeden Fall, die Einladung zum Kaffeetrinken anzunehmen.

Ich konnte es kaum erwarten mir den kleinen weißen Hund näher anzusehen, da ich seit geraumer Zeit am Überlegen war, ob ich mir nicht doch ein Haustier zulegen sollte.

Pünktlich zur vereinbarten Zeit stand ich also, mit einem kleinen Gastgeschenk vor der Wohnungstüre der Nachbarin. Sehr stark musste ich mich zusammenreißen nicht gleich wie ein kleines Kind auf den Hund zuzustürmen, nachdem ich in der Wohnung war.

Im Wohnzimmer angekommen saßen noch ein paar andere Nachbarn da und leider konnte ich den Hund der Nachbarin nirgends entdecken.

Denn wie ich nicht wusste, mag Wuschel nicht so viele laute Leute auf einem Haufen und hatte sich in sein Körbchen unter einem Stuhl im Hausflur verzogen.

Später als nur noch eine weitere Nachbarin anwesend war, kam er ganz neugierig an, um zu sehen, ob vielleicht etwas an Leckerchen für ihn abfiel.

Leider hatte ich nichts dabei, nachdem ich nicht wusste, was er gerne fraß und auch nicht, ob es seiner Besitzerin recht wäre, wenn er etwas außer der Reihe bekommt.

Neugierig schnüffelnd umkreiste mich der Wuschel zuerst, um dann in einem gewissen Abstand vor mir sitzen zu bleiben und mich eine Zeit lang zu beobachten.

Ohne dass ich es bemerkte, rückte er dabei immer näher an mich heran, bis er dann plötzlich mit einer Pfote ganz vorsichtig mein Bein berührte.

Daraufhin hielt ich ihm meine offene Handfläche hin, die er sich genau ansah und beschnüffelt, mich aber dann ansah, als ob er fragen wollte „Na und – wo ist das Leckerchen?“

Wuschel schaute mich dabei aus so treuen Augen an, das ich nicht anders konnte als ihn ganz sachte über den Rücken zu streicheln. Was ihm scheinbar so gut gefiel, dass er mir gleich seinen Hals zum Kraulen hinhielt.

Wer könnte so einem süßen kleinen Hund (dessen Namen „Wuschel“ sehr gut zu ihm passte) widerstehen. Daher habe ich ihn ausgiebig gestreichelt und später als ich merkte, dass er dies noch mehr mag, etwas fester geknuddelt.

Wuschel beim ersten Kennenlernen

(Wer könnte solchen treuen Augen widerstehen)

 

Da es scheinbar bereits Zeit für den nächsten Spaziergang vom Wuschel war, rief die Nachbarin ihren Hund an die Wohnungstüre und schickte ihn alleine nach draußen, was mir nicht besonders gefiel.

Im weiteren Gespräch erklärte die Nachbarin jedoch das der Wuschel das gewohnt wäre und er schon über 5 Jahre wüsste, wie er nach Hause käme.

Bereits nach knapp 5 Minuten war der Wuschel dann bereits zurück um sich sein Leckerchen abzuholen, das ich ihm geben durfte.

Dabei dachte ich mir „Kein Wunder, das er so bereitwillig raus geht, auch wenn er nicht müsste, denn beim Zurückkommen gibt’s was Leckeres zu fressen“.

Als dass gleiche, etwa 2 Stunden später, erneut anstand, bat ich darum doch den Spaziergang mit dem Wuschel machen zu dürfen, wogegen die Nachbarin nichts hatte.

Aber da wir uns ja noch nicht so gut kannten, ging ich, trotz Widerspruch der Besitzerin dass er gewohnt sei, ohne Leine zu laufen, den Wuschel an der Leine führend meine erste Runde.

Ich ließ die Leine jedoch locker sodass mir Wuschel zeigen konnte, wo er lang wollte und ich dadurch seine übliche Route kennenlernen konnte.

Er schaute immer wieder erstaunt zu mir und fragte sich wahrscheinlich, wieso ich so viel Zeit habe, dass er in aller Ruhe herumschnüffeln kann, ohne dass ich einfach weiter gehe – was mir aber zu diesem Zeitpunkt nicht bewusst war, sondern ich erst später herausfinden sollte.

Mir machte es einfach nur Spaß dem kleinen Wuschel zuzusehen, wie er mit seiner Nase die Welt erkundete und scheinbar eine riesige Freude dabei empfand. Für mich war das entspannender als jede Meditationsübung, die ich kannte.

Wir beide hatten so viel Spaß bei unserem ersten Spaziergang, dass wir nicht auf die Zeit achteten und ich mir anhören musste nach der Rückkehr, dass sich die Besitzerin bereits Sorgen gemacht hatte, da wir ja fast 1/2 Stunden weg waren.

Normalerweise wäre der Wuschel nach 5 – 10 Minuten spätestens zurück oder seine Besitzerin laut schreiend vor der Haustüre (wie ich allerdings erst später feststellte).

Ich konnte die Nachbarin überzeugen, dass ich gerne mit dem Wuschel einmal am Tag einen Spaziergang machen würde und sie war damit einverstanden. Sie hätte keine Zeit dazu.

So kam es dann, dass wir (Wuschel und ich) jeden Tag, gegen 18 Uhr, einen mehr oder weniger langen Spaziergang machten.

Heute weiß ich, sie hatte keine Lust mit dem Wuschel großartig spazieren zu gehen, sondern fand immer jemand anderes dafür oder er musste eben alleine seine Runden drehen.

Aber bei diesem einen Spaziergang am Tag sollte es (Gott sei dank) nicht bleiben, was ich aber in einem weiteren Teil meiner bzw. unserer gemeinsamen Erlebnisse schreiben werde.

Fortsetzung folgt ….

7 Antworten zu “Wuschel Teil 2 – ~~ Wuschel und ich werden Freunde

  1. Und ich freue mich schon auf eine Fortsetzung.
    Habe einen schönen Abend (und Wuschel natürlich auch). :wave:
    Gruß Karen

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  2. Liebster Schatz

    Ganz ganz warmherzig und lieb geschrieben.
    Und so kann ich gleich morgen die Geschichte aus Wuschels Sicht in meinem Blog veröffentlichen.

    Deine Michi

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    • Danke mein lieber Michelle-Hase

      Ich freue mich schon zu lesen was der Wuschel wohl von diesem ersten Spaziergang gehalten hat…. aber ich denke mal das es ihm genauso gefallen hat wie mir.

      Dein Dieter

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  3. Liebster Schatz

    Dieser Satz muss weg, weil Du ja schreibst, dass der Hund nicht zu sehen war.

    ….und musste mich sehr zusammenreißen nicht gleich wie ein kleines Kind auf den Hund zuzustürmen nachdem ich in der Wohnung war…..

    Deine Michi

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